Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE- In this Nov. 2, 2015, file photo, Alphabet CEO Larry Page speaks at the Fortune Global Forum in San Francisco. Some of Alphabet's gains evaporated late Thursday, April 21, 2016, after the company announced first-quarter earnings and revenue that fell below analyst projections. The first-quarter performance will once again test Page's long-held belief that investors should be looking at the big picture instead of fixating on much a company's earnings rise and fall from one quarter to the next. (AP Photo/Jeff Chiu, File)

Alphabet-CEO Larry Page kann sich über gute Zahlen freuen. Doch die Börse reagierte negativ. Bild: Jeff Chiu/AP/KEYSTONE

Google verfehlt Erwartungen trotz Milliardengewinn

In der Google-Holding Alphabet sind die Rollen klar verteilt: Das Internetgeschäft bringt das Geld, die anderen Bereiche geben es aus.



Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat im vergangenen Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert – aber dennoch die hochgesteckten Erwartungen der Anleger enttäuscht. Zudem stiegen die Verluste der anderen Alphabet-Bereiche neben Google binnen eines Jahres von 633 auf 802 Millionen Dollar. Finanzchefin Ruth Porath deutete an, dass Ausgaben künftig genauer unter die Lupe genommen werden.

Im ersten Quartal kletterte der Überschuss von Alphabet im Jahresvergleich von 3.5 auf 4.2 Milliarden Dollar, wie der Internetkonzern am Donnerstagabend mitteilte. Der Umsatz legte dank sprudelnder Werbeerlöse bei Google um 17 Prozent auf 20.26 Milliarden Dollar zu. Die Prognosen der Analysten wurden mit den Ergebnissen allerdings verfehlt. Am Markt kamen die Zahlen zunächst nicht gut an – die Aktie fiel nachbörslich um rund sechs Prozent.

Flaute am PC-Markt drückt auf Microsoft-Zahlen

Der weltweit schwache PC-Absatz macht Microsoft zu schaffen. Der Nettogewinn brach im abgelaufenen Quartal um ein Viertel auf 3,76 Milliarden Dollar ein. Der Umsatz ging um 5,5 Prozent zurück auf 20,53 Milliarden Dollar. Die Flaute auf dem PC-Markt lastet auf dem Geschäft mit dem Betriebssystem Windows. Auch die Dollar-Stärke, die die Microsoft-Produkte im Ausland teurer macht, wirkte sich negativ aus. Lichtblick hingegen war das zukunftsträchtige Cloud-Geschäft. Der Umsatz in der Sparte stieg um 3,3 Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar, wie der weltgrösste Softwarekonzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. (sda)

Konzentration auf weniger Projekte

Google blieb die Geldmaschine des Konzerns, das operative Ergebnis des Internetgeschäfts sprang um gut ein Fünftel auf knapp 6.3 Milliarden Dollar hoch. Google stellt auch fast den gesamten Umsatz von Alphabet – die anderen Bereiche erlösten gerade einmal 166 Millionen Dollar nach 80 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Ausserhalb von Google gehören zu Alphabet etwa der Spezialist für Heimvernetzung Nest, das Forschungslabor Google X oder das Geschäft mit Glasfaserleitungen.

Porath sagte in der Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen, Google wolle das Vorgehen «rationalisieren», wenn mehrere Teams verschiedene Ansätze für ähnliche Technologien entwickeln. Das werde erlauben, die Investitionen auf weniger Projekte zu konzentrieren. Laut einem Medienbericht soll der Roboterentwickler Boston Dynamics wieder abgestossen werden. Und bei Nest soll es nach Darstellung früherer Mitarbeiter Probleme mit dem Wachstum und dem Führungsstil der Gründer geben. Porath wich einer Frage dazu aus.

Smartphonegeschäft wird immer wichtiger

Die Quartalsergebnisse machten auch deutlich, wie wichtig für Google inzwischen das Smartphone-Geschäft ist, in dem europäische Kartellwächter dem Konzern unfairen Wettbewerb beim Betriebssystem Android vorwerfen. Die Mobilsuche sei ein zentraler Umsatztreiber gewesen, sagte Porath. Mehr als die Hälfte der Nutzer greife auf Google von mobilen Geräten aus zu, hiess es.

Zugleich sank der Erlös pro Klick auf eine Anzeige um neun Prozent, weil Werbung auf den kleineren Smartphone-Bildschirmen weniger ertragreich ist. Zugleich machte die höhere Zahl der Klicks den Rückgang mehr als wett. Google verdient sein Geld weiterhin vor allem mit Anzeigen im Umfeld der Suchergebnisse. Bei der Videoplattform YouTube wachse der Umsatz «erheblich», hiess es ohne nähere Zahlen.

Alphabet hatte Ende März Geldreserven von gut 75 Milliarden Dollar, 60 Prozent davon lagen ausserhalb der USA.

(sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nach Hilferuf: Corona-Leugner attackieren Spital Schwyz mit negativen Google-Bewertungen

Das Spital Schwyz wandte sich letzte Woche mit einem emotionalen Video-Appell an die Bevölkerung und bat darum, die Hygienemassnahmen einzuhalten. Das passte den Corona-Leugnern nicht und sie fuhren die Krallen aus: in Form von negativen Google-Rezensionen.

Weil die Infektionszahlen des Kantons Schwyz in den letzten Wochen rasant anstiegen, hatte sich das Spital Schwyz mit einem Youtube-Video an die Bevölkerung gewandt.

Der Chefarzt der Inneren Medizin und die Spitaldirektorin rufen die Schweizerinnen und Schweizer dazu auf, die Corona-Massnahmen einzuhalten. Es sei wichtig, dass die Bevölkerung jetzt reagiere. Der Corona-Ausbruch in Schwyz sei einer der schlimmsten in ganz Europa.

Der Zentralschweizer Hilferuf schallte bis über die Landesgrenzen …

Artikel lesen
Link zum Artikel