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A photo illustration of a man silhouetted against a Nokia logo in the central Bosnian town of Zenica in this January 23, 2014 file photo. Nokia is expected to announce Q2 results this week.      REUTERS/Dado Ruvic/Files

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Noch dürfen die Skandinavier nicht mit Microsoft konkurrieren. Bild: Dado Ruvic/REUTERS

So will Nokia zurück in die Zukunft

Die Finnen wollen es auf dem Mobiltelefon-Markt noch einmal wissen. Der einstige Weltmarktführer bringt sich in Stellung, um die Gunst der Branche zurückzuerobern.



From Hero to Zero: An den Finnen nagt, dass der langjährige Spitzenplatz dem Siegeszug der Smartphones zum Opfer fiel: Nokia verschlief wichtige Trends und schlug sich mit hohen Kosten herum, während Apple und Samsung punkteten. Letztlich gab Nokia die Sparte auf und verkaufte das Herz des Konzerns Ende 2013 an Microsoft.

Geblieben ist nur die Netzwerkausrüstung. Doch inzwischen läuft der Comeback-Versuch an: Nokia testet neue Produkte, stellt Software-Experten ein und liebäugelt mit Vertriebspartnern sowie Lizenzverträgen.

Bis Ende 2016 sind Nokia-Chef Rajeev Suri zwar die Hände gebunden, weil die Skandinavier laut Vertrag bis dahin nicht mit Microsoft konkurrieren dürfen. Doch verwandte Geräte sind längst am Start. So hat Nokia mit dem N1 einen Tablet-Computer in China auf den Markt gebracht.

epa04185091 A handout image made available by Finnish telecommunications company Nokia shows Rajeev Suri, new President and CEO of Nokia, on 29 April 2014. Finnish telecommunications company Nokia on Tuesday reported a first quarter net loss of 239 million euros (331 million dollars), mainly attributed to the ailing handset business it sold last week to Microsoft.  Nokia also said that Rajeev Suri would take the helm as of May 1. Suri, who has been with the company since 1995, has been head of the network supply business NSN since 2009.  EPA/PETTERI PAALASMAA / HANDOUT FINLAND OUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Nokia-Chef Rajeev Suri. Bild: EPA/COMPIC/NOKIA

Eine auf virtuelle Realität ausgerichtete Kamera wurde als «Wiedergeburt von Nokia» angepriesen, und mit einer App für das Betriebssystem Android tastet sich der Konzern in den Smartphone-Bereich vor.

Zurück in die Zukunft

Nokia-Chef Suri erklärte zwar unlängst offiziell, das Unternehmen in das Telefongeschäft zurückführen zu wollen. Doch zu den konkreten Plänen hält sich die Zentrale in Espoo bei Helsinki bedeckt und teilt lediglich mit, einige der 600 Mitarbeiter in der Technologieabteilung arbeiteten an neuen Produkten.

Zugleich annonciert aber eben jene Sparte im Internet Dutzende Jobs – viele in der Produktentwicklung sowie für Android, das auf Nokia-Mobilgeräten installiert sein soll. Und schliesslich dürfte Nokia nicht zuletzt die fast 16 Milliarden Euro schwere Übernahme des Rivalen Alcatel-Lucent mit den angesehenen Bell Labs in den USA einige helle Köpfe in die Belegschaft bringen.

ZUR MITTEILUNG, DASS DIE NOKIA AG DIE FRANZOESISCHE ALCATEL-LUCENT AG FUER 15,6 MILLIARDEN EURO ZU UEBERNEHMEN GEDENKT, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, DEM 15. APRIL 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - A file picture dated 03 September 2013 of a customer looking at the Nokia logo inside a Nokia mobile retail outlet in Bhopal, India. Nokia on 14 April 2015 confirmed reports of being in advanced preperations to launch a takeover bid for Alcatel-Lucent.  EPA/SANJEEV GUPTA *** Local Caption *** 50979588

Wie stark ist die Marke noch? Bild: EPA FILE

Doch auch mit Erfindungen dieser Experten dürfte ein Comeback in der schnelllebigen und harten Branche schwer werden. Das Ass im Ärmel der Finnen ist ihr Fundus an Patenten – einem der grössten der gesamten Branche.

Neues Geschäftsmodell

Anders als seine Vorgänger setzt Konzernchef Suri dabei künftig auf Vertriebsvereinbarungen: Nokia könnte Geräte entwickeln und sie gegen Lizenzgebühren von anderen Unternehmen produzieren und verkaufen lassen.

Dieses Geschäftsmodell bringt eine geringere Rendite als der Vertrieb unter eigenem Namen, aber auch weniger Risiken. Voraussetzung dafür ist, dass die Marke Nokia noch genug Glanz besitzt. Forschern von Interbrand zufolge könnte Nokia schon bald von der Liste der 100 bekanntesten Marken verschwinden, wo die Finnen zwischen 1999 und 2009 einen der fünf ersten Plätze belegten. 

(dsc/sda/reu)

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