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Unpacked Livestream: Samsung enthüllt das Galaxy S26 Ultra und verblüfft

Samsung hat das Display, das vor neugierigen Blicken schützt.
Samsung hat das Display, das vor neugierigen Blicken schützt.bild: watson

Samsung hat seine neuen Handys enthüllt und überrascht mit einem einzigartigen Display

Samsung präsentiert seine Galaxy-S26-Smartphones im Livestream. Das Ultra-Modell wartet mit einer unscheinbaren, aber nützlichen Neuerung auf, die wohl demnächst von der Konkurrenz kopiert wird.
25.02.2026, 19:0725.02.2026, 20:22

Das Wichtigste:

  • Galaxy S26 (ab 899 Franken): 6,3-Zoll-OLED-Display, 12 GB RAM und 256 oder 512 GB Speicher
  • Galaxy S26 Plus (ab 1079 Franken): 6,7-Zoll-OLED-Display, 12 GB RAM und 256 oder 512 GB Speicher
  • Galaxy S26 Ultra: (ab 1249 Franken): 6,9-Zoll-OLED-Display, 256 / 512 GB Speicher mit 12 GB RAM oder 1 TB Speicher mit 16 GB RAM
  • Neues Privacy Display (Blickschutz), 7 Jahre Android- und Sicherheits-Updates

Falls du mehr wissen möchtest:

Eigentlich betreibt Samsung mit der Galaxy-S26-Reihe nur Modellpflege: Minimale Designanpassungen, etwas mehr Leistung, etwas schnelleres Laden und ein kleines Kamera-Upgrade klingen auf den ersten Blick nicht nach einem zwingenden Kaufgrund. Auf den zweiten Blick bringt Samsung mit dem neuen Privacy Display im Galaxy S26 Ultra aber doch eine Neuerung mit Wow-Effekt, die wohl das Prädikat nützlich verdient. Kurz gesagt bietet es Spionageschutz vor fremden Blicken an belebten Orten wie öffentlichen Verkehrsmitteln.

Das aktivierte Sichtschutz-Display (rechts) schützt vor fremden Blicken.
Das aktivierte Sichtschutz-Display (rechts) schützt vor fremden Blicken.bild: @KaroulSahil

Neues Blickschutz-Display: So funktioniert's

Das Blickschutz-Display arbeitet ähnlich wie Blickschutz-Folien, ist aber frei ein- und ausschaltbar – und es kann auf Wunsch nur bestimmte Apps wie E-Banking für Blicke von der Seite ausblenden.

Die User können individuell einstellen, wann und wo sich die Funktion automatisch aktivieren soll – zum Beispiel bei der Eingabe eines Passworts oder beim Öffnen bestimmter Apps an öffentlichen Orten mit vielen Menschen wie in einem vollen Zug. In den Einstellungen lässt sich definieren, welche Apps geschützt sein sollen. Es ist auch möglich, nur gewisse Bildschirmbereiche oder eingehende Nachrichten in Pop-up-Fenstern für neugierige Blicke auszublenden.

Anders als bei aufklebbaren Sichtschutz-Folien bietet das integrierte Privacy Display laut Samsung «die volle Bildqualität aus allen Blickwinkeln», wenn die Funktion deaktiviert ist. «Wenn sie aktiviert wird, schränkt sie die Sichtbarkeit für andere aus seitlichen Winkeln von über 45 Grad ein», sagt der Hersteller.

Schützt es wirklich vor fremden Blicken?

Wir konnten das Galaxy S26 Ultra mit dem Blickschutz-Display an einem Event für Medien vorab ausprobieren, und der erste Eindruck ist positiv. Schaut man von vorn oder leicht schräg auf das Display, bleibt es auch bei aktiviertem Sichtschutz perfekt ablesbar. Von der Seite funktioniert der Blickschutz gut, tritt eine Person aber direkt an einen heran, kann sie das Display trotzdem ablesen.

Ob sich der Sichtschutz im Alltag bewährt, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. Ich würde aber meine Hand ins Feuer legen, dass wir dieses Feature früher oder später auch bei der Konkurrenz sehen.

Stabileres Display für Galaxy S26 und S26 Plus

Der potenziell nützliche Blickschutz kommt zunächst nur ins teure Ultra-Modell. Wer auf die günstigeren Modelle S26 oder das S26 Plus schielt, kann sich immerhin über ein stabileres und kratzfesteres Display freuen. Samsung bringt das robuste Displayglas aus dem Ultra-Modell endlich auch in diese Modelle.

Das kleinere Basismodell Galaxy S26 hat ein 6,3-Zoll-OLED-Display. Dieses Jahr wird der Bildschirm robuster.
Das kleinere Basismodell Galaxy S26 hat ein 6,3-Zoll-OLED-Display. Dieses Jahr wird der Bildschirm robuster. bild: samsung

Schnelleres Laden, aber nur beim Ultra

Bahnbrechend sind die neuen Samsung-Handys nicht, aber im Detail ändert sich durchaus etwas: Samsung hat beim Ultra-Modell endlich die Ladeleistung erhöht. Mit einem 60-Watt-Ladegerät ist der 5000 Milliamperestunden (mAh) starke Akku neu in 30 Minuten zu 75 Prozent geladen. Das S26 Plus (4900-mAh-Akku) ist nach einer halben Stunde zu 69 Prozent und das S26 zu 55 Prozent geladen. Das Ladetempo bleibt bei diesen beiden Modellen unverändert.

Bei der Akkugrösse tut sich sehr wenig: Lediglich beim S26 wächst der Akku um bescheidene 300 mAh auf 4300 mAh.

Wireless-Charging ist beim S26 und S26 Plus mit jeweils 15 Watt und beim S26 Ultra mit 25 Watt möglich. Eine direkte Integration von Magneten für die Befestigung der Geräte im Stil von Apples MagSafe fehlt.

Das Galaxy S26 Plus ist fast so gross wie das Ultra-Modell, das neue Blickschutz-Display fehlt hier.
Das Galaxy S26 Plus ist fast so gross wie das Ultra-Modell, das neue Blickschutz-Display fehlt hier. bild: samsung

Kleines Kamera-Upgrade, grosse Wirkung?

Das Galaxy S26 Ultra bietet:

  • Hauptkamera: 200 Megapixel (MP)
  • Ultraweitwinkel: 50 MP
  • Tele 1: 5-fach optischer Zoom (50 MP)
  • Tele 2: 3-fach optischer Zoom (10 MP)

Das Kamera-System wirkt vertraut, aber beim Ultra-Modell lassen «grössere Blendenöffnungen mehr Licht auf den Sensor fallen, sodass auch bei schlechten Lichtverhältnissen und Heranzoomen klarere Fotos mit präziseren Details entstehen», sagt Samsung. In der Praxis sollte die grössere Blende das beim Vorgängermodell gut sichtbare Bildrauschen bei wenig Licht reduzieren. Der Hersteller verspricht zudem bei allen Modellen Fotos mit «subtileren und naturgetreueren Farben». Erste Beispielfotos scheinen dies zu untermauern.

Mehr Leistung, mehr Effizienz?

Anders als im Vorjahr gibt es den aktuell schnellsten Qualcomm-Prozessor Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy (das Ding heisst wirklich so) nur im Ultra-Modell. Die Standard-Modelle erhalten Samsungs eigenen High-End-Prozessor Exynos 2600, der zumindest bei der Leistung kaum noch abfällt.

Ob der Exynos auch so effizient wie der Qualcomm-Chip arbeitet, muss sich hingegen im Alltag zeigen. Die mangelnde Effizienz war bislang die Achillesferse des Samsung-Chips. Da die Südkoreaner erstmals auf einen stromsparenden 2-Nanometer-Fertigungsprozess setzen, besteht Hoffnung.

Das Galaxy S26 Ultra kommt wie gewohnt mit einem im Gerät verstaubaren Stift.
Das Galaxy S26 Ultra kommt wie gewohnt mit einem im Gerät verstaubaren Stift.bild: samsung

Apropos Effizienz: Um das Leistungsniveau über längere Zeit aufrechtzuerhalten, hat Samsung im Ultra-Modell eine optimierte Dampfkammer mit besserer Wärmeableitung verbaut.

Zu einer höheren Effizienz in allen Modellen dürfte zuletzt auch die neue Display-Generation beitragen, die besonders stromsparend sein soll.

Technische Spezifikationen

Bild

Farben, Preise und Verfügbarkeit

Galaxy S26 Ultra, S26 Plus und S26 kommen in den gleichen Farben.
Galaxy S26 Ultra, S26 Plus und S26 kommen in den gleichen Farben.bild: samsung

Galaxy S26, S26 Plus und S26 Ultra sind ab dem 4. März 2026 in den Farben Cobalt Violet, White, Black und Sky Blue im Handel erhältlich. Die Farben Pink Gold und Silver Shadow werden nur online verfügbar sein.

Das Galaxy S26 gibt es ab 899 Franken (UVP), das S26 Plus ab 1079 Franken und das S26 Ultra ab 1249 Franken.

Den Samsung-Event verpasst? Hier kannst du den Galaxy-Unpacked-Event nochmals schauen

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Die beliebtesten Kommentare
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ABWESEND
25.02.2026 20:16registriert September 2024
endlich Pornos in der Öffentlichkeit schauen, ohne dass man angewiderte Blicke von Fremden kriegt.

das nenn ich endlich eine nützliche Entwicklung.
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