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Anthropic gibt Banken Zugriff auf Hacker-KI Mythos – Sorge vor Angriffen

Anthropic gibt Banken Zugriff auf neue Hacker-KI – Sorge vor Angriffen wächst weltweit

Das laut US-Entwicklerfirma äusserst leistungsfähige und brandgefährliche neue KI-Modell «Mythos Preview» hält die Finanzbranche auf Trab. Und das rund um den Globus.
22.04.2026, 11:2022.04.2026, 11:26
Ein Artikel von
t-online

Das US-Startup Anthropic will europäischen Banken Insidern zufolge demnächst Zugang zu seinem neuen KI-Modell gewähren. Damit sollen sie Gelegenheit bekommen, ihre Computersysteme auf mögliche Schwachstellen zu testen und entsprechende Sicherheitslücken zu schliessen. Über den genauen Zeitrahmen machten die Insider unterschiedliche Angaben, die von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen reichten.

Anthropic entwickelt den KI-Chatbots Claude. Ein neues, noch unveröffentlichtes Sprachmodell (LLM) der Firma zeichnet sich durch verbesserte Fähigkeiten beim Aufspüren und Ausnutzen von Schwachstellen in Computerprogrammen aus. Anthropic verzichtet daher vorerst auf die Veröffentlichung von «Mythos Preview».

Ausgewählte US-Banken konnten die KI im Rahmen des von Anthropic angekündigten «Project Glasswing» bereits einsetzen, um ihre IT-Systeme auf Herz und Nieren zu prüfen.

Finanzinstitute arbeiten teilweise noch mit sehr altem Programmcode. Das neue KI-Modell von Anthropic soll nun eingesetzt werden, um logische Fehler und Schwachstellen zu erkennen und zu beheben.

Nervöse Aufsichtsbehörden

Branchenvertreter befürchten eine Flut von Hackerangriffen mithilfe von Mythos Preview. So warnte der Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, vor den Risiken der Software. «Wir müssen den Missbrauch dieser Technologie verhindern.»

Die Bankenbranche gilt mit ihrer zum Teil veralteten IT-Infrastruktur als besonders anfällig für Angriffe durch generative künstliche Intelligenz.

Regierungsvertreter der USA, Kanadas und Grossbritanniens haben sich bereits mit führenden Vertretern der Finanzbranche getroffen, um die von generativer KI ausgehenden Bedrohungen zu erörtern.

Auch mehrere asiatische Finanzaufsichtsbehörden gaben am Montag bekannt, dass sie Massnahmen ergreifen, um die Risiken durch «Mythos Preview» zu bewältigen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Laut Bericht wurden Krisensitzungen abgehalten und Expertenteams eingesetzt, um Massnahmen zu prüfen.

Ein Sprecher der australischen Wertpapier- und Investitionskommission (ASIC) erklärte, man beobachte die Verwendung der neuen Anthropic-KI zusammen mit anderen Regulierungsbehörden genau, um mögliche Auswirkungen auf den Markt zu beurteilen.

Die Zentralbank von Singapur erklärte:

«Finanzinstitute müssen ihre Anstrengungen zur Stärkung ihrer Sicherheitsvorkehrungen verdoppeln, Schwachstellen proaktiv identifizieren und beheben sowie die Cybersicherheit, einschließlich des zeitnahen Einspielens von Sicherheitspatches, erhöhen.»

Quellen

(dsc/t-online)

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18 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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redhösi
22.04.2026 11:52registriert Dezember 2019
Büchse der Pandora ist geöffnet. Jetzt muss man das Produkt kaufen, damit man davon nicht gehackt wird. Gutes Geschäftsmodell...
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alexbuesser
22.04.2026 11:47registriert April 2026
OpenAI hatte schon mit ChatGPT 2.0 den Untergang der Welt prophezeit, auch dieses Modell wird bei der Verwendung in der Realität sehr schnell seine Grenzen aufzeigen.
Ich habe diese Panikmache rund um LLMs so satt, die Medien spielen dem Investorenhype nur in die Karten.
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