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Die Solarenergieanlage von Heliogen in Lancaster, Kalifornien. bild: heliogen

Solar-Start-up kündigt revolutionäre Erfindung an im Kampf gegen den Klimawandel



Ein geheimnisvolles Solar-Start-up hat angeblich eine revolutionäre Technik entwickelt, die den Planeten retten könnte. Indem der industrielle CO2-Ausstoss massiv gesenkt wird.

Der Name des Start-ups: Heliogen.

Prominenter Investor: Bill Gates.

Das Clean-Tech-Unternehmen war bislang unter dem Radar geflogten, wie CNN berichtet. Am Dienstag sei es aber aus seinem «Stealth Mode» aufgetaucht. Und zwar mit einer potenziell weltverändernden Ankündigung: Man habe eine Möglichkeit entdeckt, Künstliche Intelligenz (KI) und ein Spiegelfeld zu nutzen, um so viel Sonnenlicht zu reflektieren, dass es extreme Hitze über 1000 Grad Celsius erzeugt.

Dank dieses Durchbruchs könne erstmals konzentrierte Sonnenenergie genutzt werden, um die extreme Wärme zu erzeugen, die bei der Herstellung von Zement, Stahl, Glas und anderen industriellen Prozessen benötigt wird.

«Mit anderen Worten, CO2-freies Sonnenlicht kann fossile Brennstoffe ersetzen.»

CNN

Zement ist nach Öl und Kohle die drittgrösste CO2-Emissionsquelle der Welt, und es wird erwartet, dass die Zement-Produktion wegen der Urbanisierung in den Entwicklungsländern und des Wirtschaftswachstums weiter wächst.

Heliogen wird von Private-Equity-Investoren und Unternehmern finanziell unterstützt, die glauben, dass die Solar-Technologie den umweltbelastendsten Branchen helfen könnte, ihre CO2-Emissionen zu senken, schreibt der Guardian.

Bild

Die neuartige Solar-Technik soll es den Zementherstellern ermöglichen, sich von fossilen Brennstoffen zu lösen. bild: heliogen

Zwei US-Milliardäre als Investoren

Zu den frühen Investoren gehörten die US-Milliardäre Bill Gates und Patrick Soon-Shiong (Nant Capital).

Der Microsoft-Gründer wird mit den Worten zitiert, er sei erfreut über die «vielversprechenden Entwicklung». Ziel sei es, eines Tages fossile Brennstoffe ganz zu ersetzen.

«Wenn wir beim CO2 ‹Netto-Null-Emissionen› erreichen wollen, haben wir noch viel zu erfinden.»

Bill Gates

Wie geht das?

Heliogen verwendet Software, um eine grosse Anzahl Spiegel so auszurichten, dass sie das Sonnenlicht auf ein Ziel reflektieren und eine Wärmequelle schaffen, die fast dreimal so intensiv ist wie bisherige kommerzielle Solar-Systeme.

Dabei setzt das Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren unter der Leitung des Firmengründers und CEO Bill Gross auf Künstliche Intelligenz und schlaue Algorithmen.

Durch das Spiegelfeld werde so viel Wärme erzeugt, dass die Technologie genutzt werden könne, um massenhaft Wasserstoff zu erzeugen. Auf umweltschonende Weise. So liesse sich Treibstoff für Lastwagen und Flugzeuge erzeugen.

«Wir führen eine Technologie ein, die den Preis fossiler Brennstoffe schlagen kann und keine CO2-Emissionen verursacht.»

Bill Gross, Gründer und CEO

Der Heliogen-Chef erklärt, wie seine Firma die Welt retten will:

(dsc, via elektrek.co)

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92Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • imposselbee 20.11.2019 20:08
    Highlight Highlight Wirkt für mich eher stupide die Technologie, wenn für die optimale Ausrichtung der Reflektoren ‚KI‘ eingesetzt wird. Der Einsatz von KI kann eher auf mangelnde Ingenieurskunst hindeuten. So ein System müsste extrem robust sein, damit es am Mark eine echte Chance hat, denn wenn bei jeder Anlage monatlich Patches für das Betriebssystem eingespielt und der Virenschutz auf dem laufenden sein muss, wird es schwierig 1000e solcher Anlagen wirtschaftlich zu betreiben. Aber wenn man mit solchen Ideen den Sponsoren Geld aus der Tasche locken kann, hat es sich zumindest für ein paar Leute gelohnt.
  • amicusbs 20.11.2019 19:31
    Highlight Highlight Verstehe ich es richtig? Man möchte mit gebündeltem Sonnenlicht die Zementproduktion (u.a.) erdrettend CO2 neutral hinbekommen, damit der Zubetoniererei in der Welt weiterhin nichts im Wege steht?
  • giandalf the grey 20.11.2019 10:18
    Highlight Highlight Hören wir nicht seit locker 10 Jahren andauernd von solchen Start-Ups? Geändert hat sich wenig. Warum werden solche Technologien nicht markt-/serienreif? Machen sie einfach zu grosse Versprechen oder werden ihnen Steine in den Weg gelegt?
  • Avalon 20.11.2019 09:51
    Highlight Highlight Hat der Bill ein bisschen gute PR gebraucht, um von seinen Aussagen zu den Steuerplänen abzulenken? ;-)
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 20.11.2019 09:16
    Highlight Highlight Cool, doppelseitige Platinen mit bedrahteten Elementen. Die habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ich glaube, die stammen noch aus der Zeit der ersten Solarturmkraftwerken.

    Ähh, da stand doch was von "revolutionär" im Titel. Ist es das Nachführen der Spiegel mittels KI, anstelle der genau vorausberechenbaren Sonnenposition???
  • Unicron 20.11.2019 09:09
    Highlight Highlight Hat hier gerade ein Milliardär einen Weg gefunden, Sonnenstrahlen zu einem Todeslaser zu bündeln?

    Ist das der Teaser für den nächsten James-Bond-Film? ;)
  • Cirrum 20.11.2019 08:28
    Highlight Highlight Die Sonne gibt x Mal mehr Energie als wir überhaupt verbrauchen könnten.. also könnten wir schon längst umsteigen. Kann mir niemand erzählen, dass die Wissenschaftler, die es möglich machen ins All zu fliegen, keine Akkus oder was auch immer herstellen können... Geht auch hier immer nur ums Geld.
    • EvilBetty 20.11.2019 10:40
      Highlight Highlight Nein es geht um den Platz, diese Energie zu «ernten». Ausserdem kann man nicht beliebig die spiegelnde Oberfläche der Erde erhöhen, da dies den Treibhauseffekt beschleunigt (wenn das gespiegelte Licht nicht wie hier von etwas absorbiert wird).
    • Cirrum 20.11.2019 12:31
      Highlight Highlight Da das Polareis immer mehr zurückgeht und diese Flächen fehlen, um das Sonnenlicht zurückzuwerfen, ist dies wohl das kleinste Problem..
    • Blaubar 20.11.2019 12:32
      Highlight Highlight Evil: Du hast etwas falsch verstanden. Das Gegenteil ist richtig. Je grösser der Albedo, desto mehr Reflektion. Der sog. Treibhauseffekt (der übrigens nichts mit der Erwärmung eines Treibhauses zu tun hat) kommt zustande, wenn der Albedo möglichst klein (schwarz) ist, damit die Erde die kurzwellige Sonnestrahlung in langwelliges Infrarot umwandeln und abstrahlen kann, das wiederum die Atmosphäre (in erster Linie den Wasserdampf) erwärmt. Chunnsch druus?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Galius Julius 20.11.2019 08:21
    Highlight Highlight Bei der Produktion von Zement entstehen gewaltige Mengen des Klimagases Kohlendioxid, durch das Freisetzen des im Kalk gebundenen Kohlendioxids. Das Verfahren wird ja durch die Beheizung nicht verändert. Die Zementwerke setzen übrigens immer noch viermal so viel CO2 frei wie der weltweite Flugverkehr zusammen.
    Quelle: Wikipedia
    • ursus3000 20.11.2019 10:37
      Highlight Highlight Der Unterschied ist jedoch, dass mit Zement/Beton Dauerhaftes entsteht , eine Reise ist nach dem Rückflug fertig/verbraucht.
  • PrinzVince 20.11.2019 07:44
    Highlight Highlight Gibt es doch schon lange? Bspw. in Andalusien.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sonnenw%C3%A4rmekraftwerk

    Wird auch ohne KI sauheiss ... Sehe da nichts Revolutionäres.
    • Bruuslii 20.11.2019 14:50
      Highlight Highlight
      Play Icon
  • Fip 20.11.2019 07:38
    Highlight Highlight Auch die Vogelfänger werden etwas davon haben, wenn ihnen die Schwalben schon vorgekocht ins Netz gehen..

    • npe 20.11.2019 07:51
      Highlight Highlight Ja, besser als durch CO2 erstickt.
    • Aurum 20.11.2019 08:16
      Highlight Highlight Öhm du siehst aber schon die Fläche, auf welcher die Energie gesammelt wird, oder?
      Und wäre irgendwie etwas sinnlos wenn die gesamte gesammelte Wärme wieder nach oben reflektiert würde.
    • Fip 20.11.2019 09:02
      Highlight Highlight Ich nehme ja nur die Argumente der Öl-Lobby vorweg
  • Antinatalist 20.11.2019 07:29
    Highlight Highlight Das ist die schöne Seite, die man gerne kommuniziert. Die weniger schöne Seite wird immer verschwiegen.

    Als da wäre, dass sie jetzt sie "nur" noch das Sandproblem lösen müssen. Denn der verwertbare Meeressand ist bereits mehr als knapp. Wüstensand gibt's zuhauf, ist aber aufgrund seiner Beschaffenheit für Zement/Beton weitgehend ungeeignet.

    Theoretisch kann man natürlich Wüstensand unter Energieaufwand zu Sandmehl zermahlen und mit gesundheitsschädlichen UP-Harzen zu brauchbaren Körnern modellieren. Sollte ein damit gebautes Gebäude Feuer fangen, wird's zum Gesundheits- und Umweltproblem.
    • maylander 20.11.2019 10:08
      Highlight Highlight Für Portlandzement braucht man unter anderem Kalkstein und Ton. Das Ausgangsmaterial wird dann möglichst fein gemahlen, je feiner desto besser. Damit es so fein gemahlen und getrocknet werden kann wird das Abgas aus dem Brennprozess in der Mühle verwendet.

      Weder Wüstensand, der zu rund ist, noch der salzhaltige Sand aus dem Meer ist für den Beton geeignet. Es ist aber kein Problem Gestein aus einem Steinbruch zu Sand zu verarbeiten. Das Ausbaggern eines (ehemaligen) Flussbetts ist einfach viel günstiger. Also der Sand wird uns in tausenden von Jahren nicht ausgehen.
    • ursus3000 20.11.2019 10:40
      Highlight Highlight @ maylander, Sand und Kies ist Zuschlag für Beton und hat nicht wirklich etwas mit der Zement Herstellung zu tun.
    • maylander 20.11.2019 12:39
      Highlight Highlight @ursus

      Ich habe ja nichts anderes behauptet. Habe schon in Zementfabriken in der Wüste gearbeitet. Kalkstein aus dem Steinbruch und Ton aus dem alten Flussbett. Beides kann aber für Laien als Sand wahrgenommen werden. Und wird auch so auf den Förderbändern transportiert.

      Einzig Hüttensand ist interessant als Rohmaterial, das ist aber ein Nebenprodukt eines Stahlwerks.
  • Lienat 20.11.2019 06:51
    Highlight Highlight Das Problem mit konzentrierenden Solarsystemen ist, dass sie nur Direktstrahlung nutzen können. Diffuses Licht, z.B. unter einer Nebeldecke, lässt sich nicht bündeln (aber sehr wohl mit klassischer Photovoltaik nutzen). Deshalb machen Konzentratorsysteme nur an Standorten mit viel Sonnenscheinstunden Sinn, beispielsweise in der Wüste. Für dort sieht das System aber schon mal ganz ordentlich aus.
    • whatthepuck 20.11.2019 08:50
      Highlight Highlight Zum Glück gibt's auf fast jedem Kontinent ausgedehnte Wüsten, und selbst in Europa haben wir äusserst aride Gebiete mit viel Sonnenschein. Und wenn man damit haufenweise Wasserstoff produzieren kann, ist auch ein Transport kein Problem.

      Bis anhin war's ja auch kein Problem, das Öl von irgendwo nach irgendwo zu verschiffen.

      Woher kommt die Haltung, dass erneuerbare Energie viel lokaler produziert werden müsse als nichterneuerbare? Das hört man oft, "...aber wenn sich das nur dort produzieren lässt, wird sich das nicht durchsetzen...". Wo sind denn die Schweizer Ölfelder?
    • D(r)ummer 20.11.2019 12:27
      Highlight Highlight Hmm...
      Keine Ahnung, aber mit einem Geostationären Satelliten der Sonnenlicht konzentriert wäre es vielleicht möglich, Solarzellen (oder sogar Kraftwerke wie dieses) auch durch Nebel 24h am Tag ein bisschen(!) anzutreiben...
    • Lienat 20.11.2019 12:49
      Highlight Highlight @whatthepuck: Ich habe auch nicht gesagt, dass solche Anlagen keinen Sinn ergeben, sondern nur, dass sie bei uns äusserst suboptimal sind. Nebst der Abhängigkeit von Direktstrahlung haben Konzentratorsysteme zudem den Nachteil, dass sie eine aufwändige Mechanik für die Nachführung benötigen. Um da preislich mit heimischer Photovoltaik mitzuhalten, müsste man das schon sehr günstig herstellen können (vor allem, wenn man beim Verstromen von Wasserstoff noch die Hälfte der Energie verliert). Die Aussage mit dem unproblematischen Öl verschiffen solltest Du übrigens noch einmal überdenken.
  • Influenzer 20.11.2019 06:44
    Highlight Highlight Früher: Geometrie
    Heute: Künstliche Intelligenz

    Früher: Physik
    Heute: Künstliche Intelligenz

    Früher: Ingenieur
    Heute: Künstliche Intelligenz

    Früher: Schule
    Heute: Youtube

    Sind wir auf dem Weg zu einer neuen Religion?
    • I bims 20.11.2019 07:01
      Highlight Highlight Lobet die KI🙌🏻🙏🏻
    • Resche G 20.11.2019 07:47
      Highlight Highlight Also versuchen sie einmal 100 Spiegel, die irgendwie hingestellt wurden, kontinuierlich so auszurichten, dass diese die bewegende Sonne 🌞 auf einen kleinen Punkt bündeln... Sie müssen dazu die Oberfläche der Spiegel, die Position dessen und die Bewegung der Ausrichtungssteuerung sehr sehr genau kennen. Die Idee der KI ist hier wohl, dass sie hunderte Spiegel einfach hinstellen und die Software all diese Parameter selber findet.
    • whatthepuck 20.11.2019 08:56
      Highlight Highlight Es ist einfach ein sehr ausgefeilter Algorithmus, mit dem sich komplizierte Sachverhalte lösen lassen. Vermutlich ist er auch fähig, ein paar nötige Justierungen selber zu erkennen und anzupassen, wofür sonst hunderte Leute dauernd am Rechnen und Spiegel ausrichten sein müssten. Intelligent ist daran nicht viel, denn er kann ja nur genau das, und wurde genau dafür entworfen. Durch den Begriff "Künstliche Intelligenz" sollte man sich nicht verunsichern lassen.

      KI ersetzt weder Physik, noch Geometrie, noch Ingenieure. Man kann die Dinge einfach neu und anders zusammenfügen damit.
  • sheimers 20.11.2019 01:48
    Highlight Highlight Daran forscht das PSI in der Schweiz schon lange, und hat einen Heliostaten, der sogar eine Temperatur von 2500K (2226.8 Grad Celsius) erreicht. https://www.psi.ch/sites/default/files/import/industry/DienstleistungenTabelle/ENE-F26-C-10_en1.pdf
  • Ohniznachtisbett 19.11.2019 23:39
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • maylander 19.11.2019 23:35
    Highlight Highlight Der gröste CO2 Ausstoss einer Zementfabrik geschieht durch das brennen des Kalks.
    1.6 Tonnen Rohmehl ergeben 1 Tonne Klinker. Der Rest ist CO2 durch den Schornstein entweicht. Durch das einsparen des Brennstoffs kann also nur wenig CO2 eingespart werden.

    Der Rohrdrehofen eines Zementwerks muss sich immer drehen. Ansonsten biegt er sich durch die hohen Temperaturen durch und es gibt die gefürchtete Banane. Wie will man die Solarenergie da rein bringen
  • ursus3000 19.11.2019 22:57
    Highlight Highlight Und ich habe immer gedacht, zur Zementherstellung werden ca. 1700 Grad gebraucht und die Hälfte CO2 komme aus dem Gestein. Aber hey Leute, vielleicht hat ja Bill Gates gute Presse gebraucht nach dem Desaster letzte Woche.
    • whatthepuck 20.11.2019 09:01
      Highlight Highlight Jackpot! Dann beseitigt diese neue Möglichkeit also die (deine Worte) Hälfte des CO2 aus der Zementherstellung? Nehm' ich.

      50% (oder wieviel auch immer) reduzieren ist immer besser als 100% nicht reduzieren.
  • DrFreeze 19.11.2019 22:55
    Highlight Highlight Das rettet das Klima auch nicht. Die eingesparten fossile Brennstoffe werden dann eben woanders verbrannt.

    Das wird erst aufhören wenn der letzte Tropfen Öl, der letzte Kubikmeter Erdgas und das letzte Stück Kohle verbraucht worden sind.

    Trotzdem sind solche Erfindungen eine gute Sache. Das steht ausser Frage.
  • DerewigeSchweizer 19.11.2019 22:52
    Highlight Highlight Hatte gehört,
    dass das Problem mit diesem Sonnenbündeln,
    nicht das Erzeugen der Hitze selber ist,
    sondern das Verfahren, die Hitze abzuleiten,
    die Materialien, die Kühlung etc.
    Bei 3000 Grad ist schluss, schon vorher.
    ... Vielleicht habe ich den Artikel nicht gecheckt. ...
  • Berggurke 19.11.2019 22:25
    Highlight Highlight Das Problem bei der Herstellung von Zement ist, dass dabei eine chemische Reaktion stattfindet, bei der ebenfalls CO2 freigesetzt wird. Das heisst, dass es auch mit dieser Erfindung kein CO2-neutrales Beton geben wird. Es ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, aber trotzdem sollte insgesamt weniger Beton verbaut werden. Es stehen genug umweltfreundliche Alternativen zur Verfügung, insbesondere Holz sollte viel öfter verwendet werden.
    Und hier ein Grund, warum das wichtig so ist: In China wurde in den letzten 3 Jahren mehr Beton verbaut als in den USA während des gesamten 20. Jhdt.
  • Hollda von Quorn 19.11.2019 22:20
    Highlight Highlight Natürlich könnte man mit erneuerbarer Energie (und einer Abkehr von Öl, Gas und Kohle) den Treibhausgas-Ausstoss drastisch senken und damit den Klimawandel etwas mildern. Aber dazu müsste man ja umdenken und "um-investieren". Leider sehe ich keinerlei Anzeichen, dass dies geschehen würde – eher ist das Gegenteil der Fall :-(
  • esmereldat 19.11.2019 22:15
    Highlight Highlight Okay, aber was ist jetzt genau der Unterschied bzw. die Neuerung gegenüber Solarturmkraftwerken?
    • AdvocatusDiaboli 20.11.2019 01:59
      Highlight Highlight Es ist billiger und effizienter, durch die KI/Automatisierung. So wird ein Umsteigen auf Solar evtl. für viel mehr Unternehmen praktisch.
    • esmereldat 20.11.2019 08:09
      Highlight Highlight Es gibt auch bereits zweiachsig nachgeführte Systeme für die Heliostatfelder bei den Turmkraftwerken. Die sind ebenfalls schon automatisiert. Naja, vielleicht gibts ja bald mehr Infos dazu, ich bin auf jeden Fall gespannt!
  • Tom Garret 19.11.2019 21:41
    Highlight Highlight Ja nachdem die Cloud langsam ausdient als Modewort (für etwas was es Eigentlich schon lang gibt) ist es jetzt die „Künstliche Inteligenz“. Tönt einfach super Modern 😂

    Aber zum Thema, natürlich zu begrüssen und genau der richtige Ansatz. Nämlich dr, dass man überall und in jeder Form umdenken muss. Nicht nur bei der Stromerzeugung 👍🏼
  • Scaros_2 19.11.2019 20:57
    Highlight Highlight Abwarten!
    • Triumvir 20.11.2019 08:53
      Highlight Highlight Nein, vorwärts machen!
    • Scaros_2 20.11.2019 10:24
      Highlight Highlight Abwarten mit dem Hype. Erst mal industrielle Lösungen präsentieren.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.11.2019 20:48
    Highlight Highlight Weshalb soll es einfach sein, Sonnenlicht mit Spiegeln auf einen "Punkt" zu lenken um dort eine hohe Temperatur zu erzeugen, als einfach mit Photovoltaik Strom zu erzeugen und damit die eine "Heitzspule" zu erhitzen.
    Welche Zementfabrik will davon abhängig sein, dass die Sonne scheint?
    Das Problem ist ja nicht die Energie zur Mittagszeit, sonder die Speicherung und der Transport. Und hier scheint das keine Hilfe zu sein.....
    Ich sage nicht, dass diese Technologie, oder diese Firma nutzlose ist, ich sage, die Darstellung im Artikel ist nicht überzeugend.
    • Alnothur 19.11.2019 21:17
      Highlight Highlight Hitze lässt sich über kürzere Zeiträume, also tageweise, mittlerweile ziemlich gut speichern.
    • Tom Garret 19.11.2019 21:43
      Highlight Highlight Du musst umdenken. Wir werden alle neue Wege finden müssen und vielleicht gibt es in Zukunft nicht mehr nur eine Lösung... in der Nevada scheint die Sonne doch sehr oft und wenn mal nicht oder zu wenig kann man auf deine vorgeschlagene Alternative zurückgreifen (die auf jeden Fall viel weniger Energieeffizient ist). Aber in Kombination wäre das ev ideal...
    • Statler 19.11.2019 22:00
      Highlight Highlight Im Video wird erklärt, dass man vor allem Wasserstoff damit herstellen will, zur Energiespeicherung. Den kann man dann wieder in Strom umwandeln. Anscheinend ist der Wirkungsgrad dieser Technologie so gross, dass der Verlust verkraftbar ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruuslii 19.11.2019 20:48
    Highlight Highlight interessanter artikel.
    aber weshalb braucht man dazu ki?
    die bündelung des sonnenlichts ist reine trigonometrie. der sonnenstand kann berechnet oder mit einem sensor erfasst werden (oder beides).

    solarheizkraftwerke kennt man auch schon länger 🤷🏻‍♂️

    mir fehlt hier die innovation.

    dass man umsetzungen testet, ist hingegen sicher löblich!
    • Lienat 19.11.2019 23:17
      Highlight Highlight KI ist halt ein schönes Modewort, wenn man Investoren begeistern will 😊
    • AdvocatusDiaboli 20.11.2019 01:50
      Highlight Highlight "aber weshalb braucht man dazu ki?"

      Das habe ich mich auch gefragt. Auf der Homepage von Heliogen geben sie an, es sei damit man rasch, ohne monatelanges Kalibrieren loslegen kann. Daneben denke ich, lässt sich durch die Automatisierung mit KI einiges an Personal sparen.
    • nib 20.11.2019 05:53
      Highlight Highlight Die Innovation liegt schlussendlich darin, eine grüne Technologie zu entwickeln, welche preislich mit billiger Kohle mithalten kann.

      Der Unterschied zu bestehenden Sonnenkraftwerken liegt darin, dass das Licht stärker gebündelt wird. Und dazu benötigt es eine feinere Steuerung der Spiegel.
      Das braucht man nicht um Wasserdampf zu erzeugen, sondern eben für die erwähnten industriellen Prozesse.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Krise 19.11.2019 20:42
    Highlight Highlight Ich will wirklich niemandem die Freude nehmen, aber das Bild von der Station sieht ziemlich retuschiert aus; das Schild mit dem Logo, und die Bäume ...
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.11.2019 20:53
      Highlight Highlight Yup, es würde mich nicht wundern, wenn Thunderf00t bald ein neues Video veröffentlicht....
    • Bruuslii 19.11.2019 20:55
      Highlight Highlight wahrscheinlich ein bild aus einer planungsgrundlage gerendert. die anlage existiert wohl noch nicht...
    • Scaros_2 19.11.2019 20:57
      Highlight Highlight ist es auch.
    Weitere Antworten anzeigen

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