Energiewende
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05225592 (FILE) A file picture dated 13 March 2016 shows the nuclear power plant in Tihange, Belgium. According to news reports on 22 March 2016 citing the police of Huy, the Tihange nuclear plant has been evacuated following terror attacks on the Brussels airport and two metro stations, killing dozens.  EPA/JULIEN WARNAND *** Local Caption *** 52645124

Bild: JULIEN WARNAND/EPA/KEYSTONE

70 weitere Risse in belgischem Atomreaktor entdeckt



Im belgischen Atomreaktor Tihange 2 haben Experten bei jüngsten Kontrollen weitere Risse entdeckt. Im Hochdruckkessel habe man bei einer Ultraschalluntersuchung 70 Risse mehr als bei der vorigen Inspektion im Jahr 2014 gefunden, antwortete der belgische Innenminister Jan Jambon auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen.

Die Sicherheit des Reaktors sei damit in keiner Weise infrage gestellt, erklärte Jambon nach Medienangaben vom Freitagabend in seiner Antwort vom Mittwoch. Die 70 zusätzlichen Risse habe man entdeckt, weil die Kamera bei der neuen Untersuchung anders positioniert worden sei, erklärte Jambon nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga.

Einige frühere Hinweise werden dem Minister zufolge nach der neuen Kontrolle hingegen nicht mehr als Schäden beurteilt. Das Ergebnis der Prüfung insgesamt habe dazu geführt, dass die belgische Atomaufsicht keinerlei Einwände gegen ein Wiederanfahren des Reaktors erhoben habe.

Atomkraftgegner in Belgien und im benachbarten Deutschland kritisieren den Betrieb des Kernkraftwerks bei Huy hingehen seit Jahren als unsicher.

Die Atomaufsicht hatte Belga zufolge im Jahr 2015 insgesamt 3149 Hinweise auf Schäden in Tihange 2 festgestellt. Diese Zahl sei mit der jüngsten Überprüfung um 2.22 Prozent auf 3219 gestiegen, errechnete die Organisation Nucléaire Stop.

Wegen dieser Risse sei der Betrieb des Reaktors unverantwortlich, meinte der Verein. Der Grünen-Abgeordnete Jean-Marc Nollet, der die Anfrage an Jambon gestellt hatte, beklagte, dass der Minister nicht von sich aus die Gesamtzahl der Risse und ihre Grösse mitgeteilt habe. (sda/dpa)

Die Geschichte des Schweizer Atomausstiegs in 15 Bildern

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 10.06.2017 16:45
    Highlight Highlight "Die 70 zusätzlichen Risse habe man entdeckt, weil die Kamera bei der neuen Untersuchung anders positioniert worden sei, erklärte Jambon nach Angaben der Nachrichtenagentur."

    Schlicht geniale Beweisführung, dass keine Gefahr vorhanden sei...

  • infomann 10.06.2017 15:17
    Highlight Highlight Einfach weiter betreiben bis es kracht.
    Diese geldgierigen Betriebe begreifen es erst dann.
    Nachher ist dan der Staat da zum bezahlen und leiden tut ja nur die Bevölkerung!

Niederlande nimmt Offshore-Windpark in Betrieb – Strom für 1,5 Millionen Menschen

Vor der niederländischen Küste ist am Montag einer der weltweit grössten Offshore-Windparks in Betrieb genommen worden. Der Gemini-Windpark befindet sich rund 85 Kilometer vor der niederländischen Küste in der Nordsee und verfügt über 150 Turbinen.

Rund 1,5 Millionen Menschen werden künftig von diesem Ort aus mit Energie versorgt. «Wir sind nun in offiziell in der Betriebsphase», sagte Gemini-Windpark-Chef Matthias Haag der Nachrichtenagentur AFP.

Bei voller Windkraft verfügt die Anlage nach …

Artikel lesen
Link zum Artikel