DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Vor dem Besuch von Angela Merkel

Tausende demonstrieren gegen Ungarns Regierung und rufen «Europa!»



Mehrere tausend Menschen haben am Sonntag in Budapest vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen die Regierung ihres Gastgebers Viktor Orban demonstriert. Kleinere Proteste fanden auch in anderen Städten Ungarns statt.

«Wir alle hier sind uns einig, dass wir in einem normalen Land leben wollen», sagte die Philosophin Agnes Heller als eine der Rednerinnen der Kundgebung in Budapest. Die Demonstranten riefen «Europa!» und «Demokratie!».

People take part in a protest against the government of Hungary's Prime Minister Viktor Orban outside parliament in central Budapest February 1, 2015. Allegations of corruption, diplomatic disputes and policy inconsistencies have sapped popular support for Orban's government after nearly five years in power. The organisers of the protest said they wanted to show the world that not all Hungarians are supporting Orban, whose government has irked Western partners with a recent drift into the Kremlin's orbit, a day before German Chancelkor Angela Merkel visits Budapest for talks with Orban.  REUTERS/Laszlo Balogh (HUNGARY - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)

Die Demonstranten bitten Angela Merkel um Hilfe.e Bild: LASZLO BALOGH/REUTERS

Merkel besucht am Montag die ungarische Hauptstadt. Neben den Gesprächen mit dem rechtskonservativen Orban stehen Begegnungen mit Studenten und Vertretern des Verbandes der jüdischen Glaubensgemeinschaften auf dem Programm. Orban ist in der EU wegen seiner Anlehnung an Russland und wegen seines autoritären Regierungsstils umstritten.

Unter anderen schränkte er die Medienfreiheit ein und liess kritische Zivilorganisationen von den Behörden schikanieren. Seit vergangenem Herbst kommt es immer wieder zu Protestkundgebungen, zu denen unabhängige Gruppen im Internet aufrufen. (feb/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Interview

«Zu wehleidig sollte man in der Schweiz nicht sein»: Schäuble über Merkel und die AfD

Er kennt und mag die Schweiz wie kaum ein zweiter deutscher Spitzenpolitiker seit Helmut Kohl. Wolfgang Schäuble, 78, ist Präsident des Bundestags und spricht offen und humorvoll über die Abkühlung zwischen Bern und Brüssel, die deutschen Wahlen und den Umgang mit der AfD.

Sie verkörpern eine seltene Kombination: Freund der Schweiz und Freund der EU. Wer, wenn nicht Sie, kann uns sagen, wie wir die zerrüttete Beziehung wieder kitten können?Wolfgang Schäuble: Ich habe mir angewöhnt, mich nicht in die Angelegenheiten von Nachbarn einzumischen – das wäre ohnehin erfolglos. Meinen Freunden in der Schweiz sage ich jeweils: Versucht, euch in die Situation eurer Gesprächspartner der EU zu versetzen. Meinen Freunden in Brüssel sage ich dasselbe, mit umgekehrten …

Artikel lesen
Link zum Artikel