DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Mindestens 26 Tote

Afghanische Soldaten töten zahlreiche Gäste auf Hochzeitsfeier 

01.01.2015, 05:1501.01.2015, 09:32
Opfer des Raketenbeschusses im Distrikt Sangeen in Südafghanistan.
Opfer des Raketenbeschusses im Distrikt Sangeen in Südafghanistan.Bild: Abdul Khaliq/AP/KEYSTONE

Die afghanische Armee hat in der südlichen Provinz Helmand eine Hochzeitsgesellschaft mit schwerem Geschütz beschossen und dabei dutzende Menschen getötet. Ob mit Absicht oder versehentlich ist noch unklar. 

«Wir haben eine Untersuchung eingeleitet und werden diejenigen bestrafen, die das getan haben.»
General Machmud

«Bisher ist klar, dass unsere Soldaten Granaten von drei Standorten abgefeuert haben, aber wir wissen noch nicht, ob dies absichtlich geschehen ist», sagte der stellvertretende Armeechef in der Region, General Machmud, am Donnerstag.  

Nach Polizeiangaben wurden mindestens 26 Zivilisten getötet, darunter auch Kinder und Frauen. Mehr als 40 Menschen seien verletzt worden. Der Bruder der Braut erklärte, es seien hunderte Hochzeitsgäste anwesend gewesen, als die Geschosse einschlugen. 

«In wenigen Minuten verwandelte sich unser fröhliches Fest in ein Blutbad.» 
Maluk Khan

In der Region haben sich afghanische Sicherheitskräfte und Taliban-Kämpfer in den vergangenen Monaten besonders schwere Gefechte geliefert. 

Trotz des jüngsten Abzugs der ausländischen Kampftruppen ist Afghanistan noch weit entfernt von einer friedlichen Ordnung. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 4600 afghanische Polizisten und Soldaten bei Anschlägen der Taliban getötet. Zudem kamen 2014 knapp 3200 Zivilisten ums Leben, was nach UNO-Angaben die höchste Zahl seit Beginn des Afghanistan-Kriegs ist. (kad/sda/reu) 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Bund gerät bei Strom-Fragen weiter in die Kritik: «Verschwenden eine Unmenge an Energie»

Spätestens seit Russland seine Gaslieferungen in den Westen gedrosselt hat, ist die drohende Energiekrise in der Schweizer Politik eines der ganz grossen Themen. Viele befürchten, dass es aufgrund der Engpässe während der kalten Jahreszeit zu einer Mangellage kommen kann. «Die Schweiz ist keine Insel, die Situation ist unberechenbar», warnte kürzlich auch Bundesrätin und Energieministerin Simonetta Sommaruga.

Zur Story