Trend bei SRG-Initiative wird deutlicher: Das sagen die neusten Umfragen zur Abstimmung
Am 8. März stimmt die Schweizer Bevölkerung über vier nationale Vorlagen ab: die SRG-Initiative, die Bargeld-Initiative, die Individualbesteuerung sowie die Klimafonds-Initiative. Doch wie steht es etwas mehr als eine Woche vor dem Abstimmungssonntag um die Begehren? Hier die Resultate der neuesten Umfrage von YouGov Schweiz dazu:
SRG-Initiative
Bei der SRG zeichnet sich ein immer stärkerer Nein-Trend ab. Haben die letzten Befragungen noch auf ein enges Rennen hingedeutet, wird der Trend für ein Nein zur Initiative mit den neusten YouGov-Umfragen deutlicher.
Würde heute schon abgestimmt werden, würden laut dieser Umfrage 38 Prozent für die Initiative stimmen und 58 Prozent dagegen. 4 Prozent möchten oder können sich aktuell nicht festlegen.
YouGov Schweiz hat in der Umfrage auch nach den Gründen für eine Ablehnung oder Annahme der Initiative erkundigt. Hier zeigt sich bei den Gegnern, dass die SRG als wichtig für die Schweiz und die Demokratie wahrgenommen wird. Bei den Befürwortern verfängt besonders das Argument, dass die SRG sich an neue Realitäten anpassen müsse und sich das Unternehmen auch selbst finanzieren könne.
Individualbesteuerung
Auch der Ja-Anteil für die Individualbesteuerung ist im Vergleich zur YouGov-Befragung im Januar stark gesunken und liegt aktuell bei 49 Prozent.
Demgegenüber stehen 44 Prozent Nein-Stimmen. Damit ist die Annahme des Gesetzes im Vergleich zum Januar deutlich weniger wahrscheinlich geworden, jedoch weiterhin ein realistisches Resultat.
Auch hier hat YouGov Schweiz eine Befragung zu den Gründen durchgeführt. Befürworter sehen hinter dieser Vorlage eine Anpassung an die Zeit und Realität. Gegner befürchten besonders einen erhöhten bürokratischen Aufwand und eine schlechte Kosten-Nutzen-Rechnung.
Bargeld-Initiative
Bezüglich der Bargeld-Initiative und des Gegenentwurfes dazu zeigt sich im Vergleich zum Januar eine Verschiebung: neu liegt der Gegenentwurf mit 63 Prozent Zustimmung vor der Initiative, die aktuell noch auf 52 Prozent Zustimmung kommt.
Auch in der Stichfrage hat der Gegenentwurf mittlerweile einen Vorsprung. Sollten sowohl die Initiative als auch der Gegenentwurf angenommen werden, sollte nach Ansicht von 52 Prozent der Stimmberechtigten der Gegenentwurf in Kraft treten.
Nur 32 Prozent wären stattdessen für das Inkrafttreten der Initiative, während 16 Prozent sich diesbezüglich nicht festlegen möchten oder können.
Klimafonds-Initiative
Am deutlichsten sind die Resultate bezüglich der Klimafonds-Initiative. Eine Annahme kann zum jetzigen Zeitpunkt praktisch ausgeschlossen werden. Aktuell würden lediglich 20 Prozent für eine Annahme stimmen, 71 Prozent sprechen sich dagegen aus.
(ome)
