Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Strassensperren in Venezuelas Hauptstadt Caracas. Bild: X02433

Proteste der Opposition

Wut und Feuer und Tod in Venezuela

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Demonstranten in Venezuela sind zwei Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. 



Bei den Todesopfern handelt es sich um einen Anhänger der Regierung und um einen oppositionsnahen Studenten. Beide Männer seien in der Hauptstadt Caracas durch Schüsse getötet worden, teilte die Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Diaz am Mittwoch mit.

Auch in anderen Städten des südamerikanischen Landes kam es zu Demonstrationen, vor allem von Regierungsgegnern, aber auch von Anhängern von Präsident Nicolás Maduro.

Insgesamt seien dabei am Mittwoch 23 Menschen verletzt worden, sagte Diaz. Laut dem Bericht eines AFP-Fotografen nahmen an der Oppositionsdemonstration in Caracas mehrere tausend Menschen teil, vor allem Studenten. Die Versammlungen wurden von Sicherheitskräften aufgelöst, zugleich fuhren Männer auf Motorrädern in die Menge und feuerten Schüsse ab. Die Polizei nahm mehrere Demonstranten fest.  

Gegen Wirtschaftspolitik und Kriminalität

Nach Angaben von Innenminister Miguel Rodriguez wurden bei Demonstrationen der Opposition landesweit 30 Verdächtige festgenommen. «Sie hatten in ihren Rucksäcken Molotowcocktails, Steine und viele andere Dinge, um die Polizei anzugreifen.»

«Sie hatten in ihren Rucksäcken Molotowcocktails, Steine und viele andere Dinge, um die Polizei anzugreifen.»

Innenminister Miguel Rodriguez

Zu den landesweiten Demonstrationen gegen Präsident Maduro hatten die Opposition und Studentenverbände aufgerufen. Sie wollen damit gegen die Wirtschaftspolitik von Maduro und die nach ihren Angaben daraus entstehende wachsende soziale Ungleichheit in Venezuela protestieren. 

Die Protestbewegung hatte vor rund zwei Wochen in der Provinz begonnen. Sie richtet sich auch gegen die zunehmende Kriminalität im Land. Die regierungstreuen Demonstranten wollten ihrerseits ihre Unterstützung für Maduro zum Ausdruck bringen. (kad/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schwerer Anschlag in Niger mit mehr als 50 Toten

In dem von Terror heimgesuchten westafrikanischen Land Niger haben Bewaffnete mindestens 56 Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt. Das gab Innenminister Alkache Alhada am Samstagabend in der Hauptstadt Niamey bekannt. Der Überfall hatte sich demnach nahe der Grenze zu Mali in den Dörfern Tchombangou und Zaroumdareye ereignet. Die genauen Umstände der Attacke sind noch unklar. Der Niger ist eins der wichtigsten Transitländer für afrikanische Migranten, die das Mittelmeer …

Artikel lesen
Link zum Artikel