Gesellschaft & Politik
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Staatsanwalt ermittelt

Deutscher Pegida-Gründer bezeichnet Flüchtlinge als «Viehzeug»



Lutz Bachmann (Bild: Facebook)

Dieses Bild veröffentlichte Bachmann auf Facebook. Bild: Facebook

Pegida-Anhänger beklagen sich immer wieder, die «Lügenpresse» würde sie in die rechtsradikale Ecke stellen – das sei alles Unfug. Doch Aussagen des Vereinsvorsitzenden Lutz Bachmann zeichnen ein anderes Bild.

So soll er Flüchtlinge in einem Facebook-Post vom vergangenen September als «Viehzeug», «Dreckspack», und «Gelumpe» bezeichnet haben. Dies zeigt ein Screenshot, der von Mopo24 veröffentlicht wurde. Der Post wurde mittlerweile gelöscht. Ob Bachmann die Posts wirklich selber geschrieben hat, ist nicht klar.

Lutz Bachmann Facebook

Staatsanwalt wird aktiv

Aufgrund der Aussagen wurde die Dresdner Staatsanwaltschaft aktiv. «Sollten sich diese Vorwürfe bestätigen, könnte das unter anderem den Tatbestand der Volksverhetzung nach Paragraph 130 StGB erfüllen», sagt ein Sprecher zur Leipziger Volkszeitung.

Es ist nicht die einzige Aussage, die Lutz in Bedrängnis bringt. In einem Tweet aus dem Jahr 2013 forderte er die Erschiessung der ehemaligen Grünen-Chefin Claudia Roth. 

Es wäre für Bachmann nicht der erste Gang vor Gericht. Der Pegida-Gründer ist mehrfach vorbestraft, sass im Gefägnis und steht aktuell noch unter Bewährung.

Organizer Lutz Bachmann, left,  and co-organizer  Kathrin Oertel  attend  a news conference of the group 'Patriotic Europeans against the Islamization of the West' (PEGIDA) in Dresden, Germany, Monday, Jan. 19, 2015. The German group protesting what it calls “the Islamization of the West” is vowing that it won’t be silenced after its weekly rally was canceled because of a terrorist threat against one of its organizers. The planned demonstration in Dresden  was scrapped and local police banned all rallies Monday after being informed of a call for attackers to kill Lutz Bachmann,  PEGIDA’s best-known figure.  (AP Photo/Jens Meyer)

Bachmann am Montag an der ersten Pressekonferenz der «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Pegida). Bild: Jens Meyer/AP/KEYSTONE

Wirbel um Hitler-Bild

Unter diesen Umständen ist es etwas unglücklich, dass Bachmann ein Foto von sich zeigt, in dem er wie Adolf Hitler aussieht. Bachmann schrieb dazu auf der Facebook-Seite von Mopo24: 

«Christoph Maria Herbst hat es gefallen, als ich ihm das Foto zur Veröffentlichung des Satire-Hörbuchs ‹Er ist wieder da› auf die Pinnwand machte.»

Es geht dabei um das satirische Buch «Er ist wieder da», in dem der Führer auf die Erde zurückkehrt und durch Berlin zieht. Herbst gab im Hörbuch den Hitler. (rey)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tschosch 22.01.2015 09:53
    Highlight Highlight Was ein Moslem 25.000 Islam-Gegnern in Deutschland antwortet: http://m.huffpost.com/de/entry/6507378
  • zombie1969 21.01.2015 20:22
    Highlight Highlight Es läuft alles optimal!
    Es gilt auch hier der alte Grundsatz: Divide et impera - teile und herrsche.
    Die Gruppierungen der Pegida, Pegida-Gegendemonstranten und der Islamisten/Salafisten sind zwar Gruppierungen der Nichtsnutze und Habenichtse, sie stellen aber das gegenwärtige Politik- und Wirtschaftssystem nicht infrage. Und solange diese kleinen Gruppierungen der Nichtsnutze und Habenichtse sich gegenseitig extrem feindselig gegenüberstehen und sich fertigmachen, läuft für die Politik und Wirtschaft alles optimal.
  • indubioproreto 21.01.2015 14:05
    Highlight Highlight http://www.fr-online.de/pegida/pegida-lutz-bachmann-titanic--heil-hitler-und-einen-schoenen-tag-,29337826,29590352.html
    Guter Artikel zum Thema :D
  • palimpalim 21.01.2015 12:16
    Highlight Highlight Jetzt habe ich gemeint, wir Europäer seien alle pro "Freedom of Speech" seit der ganzen "Je suis Charlie"-Kampagne? Ah stimmt, es geht gegen unsere Wertevorstellungen, darum sollte es verboten werden. Was für eine Heuchler-Gesellschaft...
    • Triumvir 21.01.2015 12:54
      Highlight Highlight Ja, alle Europäer stehen für das Grund- und Freiheitsrecht der Meinungsäusserungsfreiheit ein. Doch dieses Recht gilt nicht unbeschränkt. Wer andere - in strafrechtlich relevanter Weise - übelst beschimpft, kann sich eben gerade nicht auf dieses Freiheitsrecht berufen. Das hat in meinen Augen nichts mit einer "Heuchler-Gesellschaft" zu tun.
    • Nico Rharennon 21.01.2015 13:49
      Highlight Highlight Deine Redefreiheit (Freedom of speech) hört genau da auf wo du die Rechte deiner Mitbürger verletzt. Wenn er also Leute persönlich beleidigt und sogar dazu aufruft gewisse ihm nicht genehme Personen "an die Wand zu stellen" dann soll der Staat nur einschreiten.
      Aber so sind sie halt die Nazis... immer schön hinter dem Deckmantel der Redefreiheit die Freiheit (und die Unversehrtheit) Anderer attackieren. Einfach widerlich!
      Falls du jetzt noch weitere Vergleiche zu Karikaturisten ziehen willst, überleg dir das gut :D
      Dein Argument wird nämlich ungültig sein.
    • palimpalim 21.01.2015 14:43
      Highlight Highlight "Wenn er also Leute persönlich beleidigt"... Wie du bestimmt weisst, ist es für Moslems die höchste Beleidung schlechthin, Mohammed abzubilden. Und ich will nicht all die anderen "Charlie Hebdo"-Situationen aufzählen, aber wo zum Beispiel die französische Politikerin Christiane Taubira als Affen (diese Geschichte ist im Internet gut dokumentiert) abgebildet wurde, gab es auch keine Konsequenzen. Ist das Gerechtigkeit?
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