Gesellschaft & Politik
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Belgischer Sexualstraftäter soll im Januar sterben



This picture taken on November 25, 2013 shows Belgium's Frank Van Den Bleeken attending a hearing to determine if he will be allowed to be euthanised, at the Court of Brussels. Belgium, one of only a few countries to allow euthanasia, has accepted a serial rapist's request that he be allowed to die, his lawyer said on September 16, 2014. Frank Van Den Bleeken, who has spent the past 30 years in prison for repeated rape convictions and a rape-murder, has for years requested that the state help him end his life due to

Bild: BELGA

Ein seit über 30 Jahren inhaftierter belgischer Sexualstraftäter bekommt laut einem Medienbericht bald die von ihm gewünschte aktive Sterbehilfe. Die von Belgiens Justiz genehmigte tödliche Injektion sei für den 11. Januar im Gefängnis von Brügge geplant.

Das berichtete die flämische Tageszeitung «De Morgen» am Samstag unter Berufung auf den Sprecher von Justizminister Koen Geens. Der 51-jährige Frank Van Den Bleeken ist der erste Häftling Belgiens, dem aktiver Sterbehilfe zugebilligt wurde.

Er hatte erklärt, er wolle sterben, weil er nicht ausreichend therapiert worden sei. Ein Berufungsgericht in Brüssel billigte Ende September vergangenen Jahres einen entsprechenden Antrag Van Den Bleekens.

Der Mann war als 20-Jähriger wegen Mordes und mehrerer Vergewaltigungen verurteilt worden. Er leidet eigenen Angaben zufolge stark unter sexuellen Wahnvorstellungen. In Belgien ist aktive Sterbehilfe erlaubt. (sda/dpa)

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