Gesellschaft & Politik
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Der Zuger Kantonsrat Markus Huerlimann am Donnerstag, 29. Januar 2015, im Zuger Kantonsrat im Regierungsgebaude von Zug. Der Zuger SVP-Kantonsrat Markus Huerlimann will trotz der Sex-Affaere und den Ermittlungen gegen ihn nicht aus dem Parlament zuruecktreten. Er sei es seinen Waehlern schuldig, jetzt gute Parlamentsarbeit zu leisten, sagte er am Donnerstagmorgen vor der Ratssitzung. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Markus Hürlimann. Bild: KEYSTONE

SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann: «Ich bin zum medialen, politischen und persönlichen Abschuss freigegeben worden»

Bei der Haarprobe der grünen Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin konnten keine K.o.-Tropfen nachgewiesen werden. Das entlastet den beschuldigten Markus Hürlimann. Der SVP-Kantonsrat bezog heute an einer Pressekonferenz Stellung. 



Video: keystone

Gerade mal acht Minuten brauchte SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann am Mittwochmorgen für seinen Rundumschlag gegen die Berichterstattung im mutmasslichen Zuger Sexskandal, das laufende Strafverfahren gegen ihn und seine politische Kontrahentin Jolanda Spiess-Hegglin.

Von Beginn weg sei für ihn klar gewesen, dass ihm nichts angelastet werden könne – abgesehen von seinem «unredlichen Benehmen» gegenüber seiner Frau. Schliesslich habe an der Zuger Landammann- Feier «nichts Erzwungenes» stattgefunden, und schon gar nichts Illegales. Von K.o.-Tropfen verstehe er nichts, und besessen habe er nie welche.

Die Zuger Kantonsraetin Jolanda Spiess-Hegglin am Donnerstag 29. Januar 2015 im Zuger Kantonsrat im Regierungsgebaude von Zug. Der Zuger SVP-Kantonsrat Markus Huerlimann will trotz der Sex-Affaere und den Ermittlungen gegen ihn nicht aus dem Parlament zuruecktreten. Er sei es seinen Waehlern schuldig, jetzt gute Parlamentsarbeit zu leisten, sagte er am Donnerstagmorgen vor der Ratssitzung. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Jolanda Spiess-Hegglin Bild: KEYSTONE

Hürlimann will rechtliche Schritte einleiten

Doch offenbar, so Hürlimann vor den Medien, sähen die Strafbehörden keinen Grund, das Verfahren gegen ihn einzustellen. Obwohl nicht nur die Haarprobe, sondern auch Zeugenaussagen ihn entlasten würden – und obwohl das Verfahren lediglich auf den Vermutungen von einer einzelnen Person basiere. Deshalb fühle er sich genötigt, vor die Medien zu treten, sagte Hürlimann, und setzte damit gleich zu einer Medienschelte an.

Er sei von Anfang an Opfer einer medialen Vorverurteilung gewesen, sagte Hürlimann, die phasenweise einer Hexenjagd geglichen habe. Der SVP-Kantonsrat sprach von einem öffentlichen Hickhack und verschob sich in die Opferposition: «Er sei zum medialen, politischen und persönlichen Abschuss freigegeben worden».  

Nun sei die öffentliche Vorverurteilung widerlegt. Für Hürlimann scheint damit das letzte Kapitel aber noch nicht geschrieben zu sein. «Ich bin nicht gewillt, das Ganze einfach so auf mir sitzen zu lassen», sagte Hürlimann. Er wolle rechtliche Schritte einleiten – gegen wen und weswegen ist noch unklar. Klar ist: Von einem Rücktritt war nicht die Rede. Hürlimann wird wohl im Kantonsrat bleiben. (dwi)

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thomase 04.03.2015 14:56
    Highlight Highlight Sehr gut meldet sich Herr Hürlimann. Für das was vorgefallen ist, (für Grüne, Linke, Femministinenn und Nörgler als Anmerkung: Ich war nicht dabei), braucht es immer zwei.

    Es ist stets sehr gefährlich, sich weit aus dem Fenster zu lehnen, wer weiss, wie stark der Wind geht.

    Wieso wird immer diese ach so arme Frau als Opfer dargestellt, wenn sie gemäss diversen Zeugen, welche in jensten Medien und Onlineportalen unisono zitiert wurden, offenbar gesagt, "sie sei(en) erwachsen, es gehe sie nichts an", als sie auf die Freumdknutscherei angesprochen wurde.

    Dumm gelaufen für die Grüne...
  • Die Super-Schweizer 04.03.2015 11:20
    Highlight Highlight Gehört es beim "Fremdküssen" dazu, sich nackt auszuziehen und dann auf den Rücken zu fallen? Ist jemand, der sowohl Medien als auch Ehefrau solche Geschichtchen verkaufen will, als Steuerkomissär im Kanton Zürich tragbar? An eine solche Funktion sind ja wegen dem Korruptionsrisiko besondere Anforderungen an die persönliche Integrität Pflicht. Ob Hürlimann diese noch erfüllt, das sollte auf jeden Fall von seinem Arbeitgeber thematisiert werden.
    • Joshzi 04.03.2015 13:56
      Highlight Highlight Aber jetzt treten sie fast scho auf, wie ein strammer Parteisoldat der SVP. Wir wissen alle nicht, was wirklich passiert ist und es ist absolut nicht verhältnismäßig, was sie da fordern. Ich verteidige weder diesen Fremdgänger noch seine Partei, aber den Rechtsstaat. Was, wenn die Frau gelogen hat, um ihre Beziehung zu schützen? Wir sollten aufpassen und diese Situation so überzogen zu instrumentalisieren, juristisch sieht es im Moment eher so aus, als hätte die Frau gelogen.

      Ich bin sowieso der Ansicht, dass jemand, der eine so rückwärtsgewandte, isolationistische, fremdenfeindliche und totalitäre Weltanschauung der SVP vertritt, der kann niemals 74% der Stimmberechtigten vertreten.
    • ursw 04.03.2015 18:01
      Highlight Highlight Lieber Super-Schweizer
      Auf jeden Fall ist Herr Hürlimann als Steuerkommissär noch tragbar. Wenn alle fremdgeküssten Männer und Frauen nicht mehr tragbar wären, wer würde dann Sie noch tragen? Wir leben 2015 in der Super-Schweiz und nicht im 19. Jahrhundert.
  • Citation Needed 04.03.2015 11:20
    Highlight Highlight Da gab es doch eine Präventionskampagne, die vor zu viel Alkohol warnte "schau zu Dir und nicht zu tief ins Glas" und auch sonst wird besonders eindringlich vor zuviel Alkohol v.A. bei Geschäftsanlässen gewarnt. Im Fall Zug sieht man, dass diese Warnungen gute Gründe haben. Noch weiss keiner was wirklich war, aber wenn eineR der beiden nur Wasser genippt hätte, wär die Welt wohl noch in Ordnung in Zug. Krass, wie viel wie schnell den Bach runter geht!
  • Joey Madulaina 04.03.2015 11:09
    Highlight Highlight Es hat eine mediale Hetzkampagne gegen beide stattgefunden, sie war davon nicht minder betroffen. Dass er sich nicht mehr als ein Fehlverhalten seiner Frau gegenüber zu Schulden kommen hat glaube ich. Wenn k.o.-Tropfen im Spiel waren wird er sie ihr nicht gegeben haben, sondern ein anderer... Das sollte doch auch den Behörden klar sein?!
    • Angelo C. 04.03.2015 12:45
      Highlight Highlight Wer lesen und interpretierend richtig zuordnen kann, ist klar im Vorteil :-)! Es wurde EXPLIZIT und zuverlässig ermittelt, dass KEINERLEI KO-Tropfen im Spiel waren, also kann sie ihr auch "niemand anders abgegeben haben." Ausser den sog. moralischen Erwägungen, dass Beide fremdgegangen sind, gibt es demnach keinen Grund "Beide zu verurteilen". Bleibt die mittlerweile ebenso lächerliche wie impertinente Behauptung der grünen Abgeordneten, dass Markus Hürlimann sie vergewaltigt und durch Drogen gefügig gemacht habe. Immerhin hat er dadurch (im Gegensatz zu ihr) gravierende Nachteile erlitten, während sie lediglich eine gute Ausrede für ihren Angetrauten suchte, weshalb sie erst im Laufe des Vormittags etwas abgekämpft den Weg nachhause fand....nicht gerade edel!
    • Jol Bear 04.03.2015 13:21
      Highlight Highlight Gibt es möglicherweise eine Marke des Zuger Kirsch's, die bei Einheimischen unter dem Namen "K.o.-Tropfen" bekannt ist?
    • Joey Madulaina 04.03.2015 15:06
      Highlight Highlight Angelo C. - sie kreiden mir was an, was sie selber nicht können. Es wurden keine Rückstände von k.o.-Tropfen gefunden, was nicht bedeutet, dass keine im Spiel waren. Es gibt verschiedene Substanzen mit gleicher Wirkung, die schwer nachzuweisen sind.
      Übrigens wurde sie in Kommentaren viel mehr durch den Dreck gezogen und auch in Zug haftet ihr ein schlechterer Ruf an als ihm... In den Medien wurden beide zerrissen, sie nicht weniger als er!
  • Joshzi 04.03.2015 10:41
    Highlight Highlight Extrem bedenklich finde ich den Umstand, dass der Mann diese Geschichte niemals mehr los werden wird. Schuldig oder unschuldig, er ist gebrandmarkt und es gäbe nur eine Möglichkeit, dass es absolute Gewissheit darüber gibt, dass die Frau wahrheitsgemäss ausgesagt hat und aussagt. Nun sollte aber unser Rechtssystem nicht auf dem gute Willen eines Beteiligten in einer Strafsache abhängen, weil das der Willkür alle Tore öffnet. Wenn bisher verantwortungslos mit Opfern von Vergewaltigungen und Missbrauch umgegangen wurde, dann darf diese Verantwortungslosigkeit jetzt nicht auf den Beschuldigten übertragen werden.
    • Die Super-Schweizer 04.03.2015 11:23
      Highlight Highlight Blödsinn. Das Spital hat bei Hegglin "Verletzungen im Intimbereich" festgestellt. Und der Hürlimann redet von "Fremdküssen". Das hört sich an wie bei Clinton "I did not have sex with this woman". Mir tut Frau Hürlimann leid, bei jeder Pressekonferenz ihres Mannes muss ihr beim Wort "Fremdküssen" die Galle hochkommen. Die Ehe wird wohl kaum mehr lange halten.
    • Citation Needed 04.03.2015 11:36
      Highlight Highlight Ich wüsste nur zu gern, wer die Geschichte warum den Medien steckte. Zu Beginn hiess es, es sei irgendwo bei Polizei oder Spital ein Leck aufgetreten. Ohne diese erste Indiskretion wäre die Sache wohl niemals so eskaliert.
    • Joshzi 04.03.2015 13:49
      Highlight Highlight Super-Schweizer Offensichtlich sind die Verletzungen im Rahmen der Geschehnisse erklärbar (Vollsuff), ansonsten würde es für eine Anklage reichen. Wenn sie einen, zwei andere Beiträge von mir lesen, dann dürfte ihnen klar werden, wie ich über die SVP als "Institution" denke und in meinen Augen machen sie den Fehler, in diedem Fall ihre grundsätzliche Antipathie nicht vom Menschen zu trennen. Gelogen haben beide und beide lebten zum Zeitpunk des Vorfalls in festen Partnerschaften - kurz gesagt, sie sind mir beide unsympathisch. Mir erscheint ihre Argumentation zu einseitig. Denn es ist doch unerheblich für den Fall, was man über die SVP denkt, eine solche Anschuldigung ist gravierend und die Konsequenzen unabsehbar und diesen Umstand sollte mein Beitrag darstellen und bestimmt keine Rechtfertigung für einen Fremdgänger.
  • rothi 04.03.2015 10:17
    Highlight Highlight Jetzt sieht er sich als Opfer der Arme. Steht nicht eigentlich die SVP für konservative Werte wie Ehe, Familie, etc.? Aus diesem Grund sollte er evtl. zurücktreten. Aufgrund der Werte seiner Partei welche er durchs Fremdgehen mit den Füssen getreten hat.
    • Thomase 04.03.2015 14:49
      Highlight Highlight Wahrscheinlich sind Sie eine Frau und erst noch von den Grünen *würg*.

      War das weibliche Pendant nicht auch dabei gewesen und stellt sich nun als ach so armes Opfer hin. Ich würde meine Glaubwürdigkeit sehr in Frage stellen, wenn ich mich so wie diese weibliche Person verhalten würde. - Ah, noch zum Schluss: Ich bin ein Mann, aber das hätten Sie aus meinen Worten eh schon interpretiert, ob wahr oder nicht :-)
  • Dareos 04.03.2015 09:48
    Highlight Highlight Was da vorgefallen ist, ist etwas was offensichtlich in gegenseitigem Einverständnis zwischen zwei mündigen (und ich denke mal auch urteilsfähigen, sind ja regierende Politiker) Erwachsenen geschehen ist. Können wir dieses Thema nun ad-acta legen?
    Benutzer Bild
    • DAMA 04.03.2015 10:56
      Highlight Highlight Die eigentlichen Opfern dieser ganzen Geschichte sind die Partner der beiden. Nicht er, nicht sie!
    • lelaheu 04.03.2015 12:08
      Highlight Highlight Nur weil es keinen Beweis für K.O.-Tropfen gibt, bedeutet das nicht automatisch, dass alles im Einverständnis stattfand. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, eine mögliche Vergewaltigung weder bewiesen noch ausgeschlossen. Hürlimann sollte, wie alle andern auch, die Ergebnisse abwarten, bevor er sich als Opfer der Umstände darstellt. Auch dann, wenn er wirklich unschuldig ist.
    • Dareos 04.03.2015 13:39
      Highlight Highlight @Dama: Absolut! Und je länger medial auf dieser Sache tumgetrampelt wird, desto schlimmer für die beiden Partner...

      @lelaheu: Ob K.O. Tropfen oder nicht, wer weiss das schon von uns? Und die wissenschaftlichen Fakten deuten auf keine Souren von GHB (oÄ). Für mich ist dies eine Sache die privat in Zusammenarbeit mit Justizia geklärt werden kann und keine mediale Hetze (auf beide Seiten) braucht!

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