Gesellschaft & Politik
Kanton Zug

SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann: «Ich bin zum medialen, politischen und persönlichen Abschuss freigegeben worden»

Markus Hürlimann.
Markus Hürlimann.Bild: KEYSTONE

SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann: «Ich bin zum medialen, politischen und persönlichen Abschuss freigegeben worden»

Bei der Haarprobe der grünen Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin konnten keine K.o.-Tropfen nachgewiesen werden. Das entlastet den beschuldigten Markus Hürlimann. Der SVP-Kantonsrat bezog heute an einer Pressekonferenz Stellung. 
04.03.2015, 09:3104.03.2015, 13:02

Gerade mal acht Minuten brauchte SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann am Mittwochmorgen für seinen Rundumschlag gegen die Berichterstattung im mutmasslichen Zuger Sexskandal, das laufende Strafverfahren gegen ihn und seine politische Kontrahentin Jolanda Spiess-Hegglin.

Von Beginn weg sei für ihn klar gewesen, dass ihm nichts angelastet werden könne – abgesehen von seinem «unredlichen Benehmen» gegenüber seiner Frau. Schliesslich habe an der Zuger Landammann- Feier «nichts Erzwungenes» stattgefunden, und schon gar nichts Illegales. Von K.o.-Tropfen verstehe er nichts, und besessen habe er nie welche.

Jolanda Spiess-Hegglin
Jolanda Spiess-HegglinBild: KEYSTONE

Hürlimann will rechtliche Schritte einleiten

Doch offenbar, so Hürlimann vor den Medien, sähen die Strafbehörden keinen Grund, das Verfahren gegen ihn einzustellen. Obwohl nicht nur die Haarprobe, sondern auch Zeugenaussagen ihn entlasten würden – und obwohl das Verfahren lediglich auf den Vermutungen von einer einzelnen Person basiere. Deshalb fühle er sich genötigt, vor die Medien zu treten, sagte Hürlimann, und setzte damit gleich zu einer Medienschelte an.

Er sei von Anfang an Opfer einer medialen Vorverurteilung gewesen, sagte Hürlimann, die phasenweise einer Hexenjagd geglichen habe. Der SVP-Kantonsrat sprach von einem öffentlichen Hickhack und verschob sich in die Opferposition: «Er sei zum medialen, politischen und persönlichen Abschuss freigegeben worden».  

Nun sei die öffentliche Vorverurteilung widerlegt. Für Hürlimann scheint damit das letzte Kapitel aber noch nicht geschrieben zu sein. «Ich bin nicht gewillt, das Ganze einfach so auf mir sitzen zu lassen», sagte Hürlimann. Er wolle rechtliche Schritte einleiten – gegen wen und weswegen ist noch unklar. Klar ist: Von einem Rücktritt war nicht die Rede. Hürlimann wird wohl im Kantonsrat bleiben. (dwi)

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