Gesellschaft & Politik
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epa04440314 Malala Yousafzai (C) with flowers from the Prime Minister of Pakistan during a press conference with her family in Birmingham, Britain, 10 October 2014. Teen education advocate Malala Yousafzai of Pakistan and children's rights activist Kailash Satyarthi of India has won the 2014 Nobel Peace Prize, the Norwegian Academy announced 10 October 2014. Malala and Satyarthi share the prize 'for their struggle against the suppression of children and young people and for the right of all children to education', the Norwegian Nobel Committee says. The committee underlines the importance of a Hindu and a Muslim, an Indian and a Pakistani, joining a common struggle for education and against extremism.  EPA/ANDY RAIN

Malala mit Blumen, die ihr vom pakistanischen Premierminister überreicht wurden. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

«Nobelpreis? Äh, ich bin gerade ...»

Die 17-jährige Malala Yousafzai erfuhr in der Chemiestunde vom Nobelpreis

Sie erfuhr von der Ehrung mitten im Unterricht: Die 17-jährige Malala Yousafzai hatte gerade Chemiestunde, als die Nachricht kam, dass sie den Friedensnobelpreis erhält. Sie reagierte recht untypisch für einen Teenager.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai hat sich von der hohen Auszeichnung tief geehrt gezeigt. «Der Preis ist eine Ermutigung für mich, weiterzumachen», sagte die 17-Jährige in Birmingham. Sie widme den Preis «allen Kindern, die keine Stimme haben, die aber gehört werden müssen».

Sie sei stolz darauf, als erste Pakistanerin mit dem Preis geehrt worden zu sein. «Das ist nicht das Ende der von mir eingeleiteten Kampagne, sondern erst der Anfang», betonte die Schülerin. «Ich möchte, dass jedes Kind in die Schule geht.» Millionen von Kindern werde dieses Recht weiterhin vorenthalten.

Der ESA-Astronaut Alexander Gerst:

Zuerst die Schule, dann die Presse

Malala hat nach eigener Darstellung während einer Chemiestunde im Klassenzimmer erfahren, dass sie den Friedensnobelpreis zugesprochen bekommen hat und damit zur jüngsten Nobelpreisträgerin der Geschichte geworden ist. Sie bestand aber darauf, erst ihren Schultag zu Ende zu bringen, ehe sie sich an die Weltpresse wandte.

«Meine Botschaft für Kinder in aller Welt ist, dass sie für ihre Rechte aufstehen sollten», sagte Malala, die zunächst in Englisch und dann in den Sprachen ihrer pakistanischen Heimat, Urdu und Paschto, sprach. Malala teilt sich den Friedensnobelpreis 2014 mit dem indischen Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi.

Die junge Frau, die vor zwei Jahren nach einem Kopfschuss durch Taliban-Aktivisten in Pakistan fast ums Leben gekommen wäre, dankte ihrer Familie für die Unterstützung. «Ich danke meinem Vater, dass er meine Flügel nicht gestutzt hat, dass er mich hat fliegen lassen», sagte sie.

Der Sprecher von Bundeskanzlerin Merkel:

«Gleiche Rechte wie ein Junge»

«Einem Mädchen ist nicht vorherbestimmt, eine Sklavin zu sein. Es muss vorwärts gehen in seinem Leben», fuhr Malala fort. «Es ist nicht nur eine Mutter, nicht nur eine Schwester, nicht nur eine Ehefrau – es sollte eine Identität haben und anerkannt werden, mit den gleichen Rechten wie ein Junge.»

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat zur Auszeichnung für Malala gesagt, mit Mut und Entschlossenheit sei sie zu dem geworden, was Terroristen am meisten fürchten: «Ein Mädchen mit einem Buch.» Malala sei «eine tapfere, leise Anwältin für Frieden, die einfach dadurch, dass sie zur Schule ging, zu einer Lehrerin für die Welt wurde».

Ziel: in die pakistanische Politik einsteigen

Weltbekannt wurde Malala, als ihr die Taliban vor zwei Jahren bei einem Anschlag ins Gesicht schossen. Die Terroristen wollten das Mädchen zum Schweigen bringen, das während der Taliban-Herrschaft auf der BBC-Website über den schrecklichen Alltag unter den Extremisten gebloggt hatte und sich öffentlich für das Recht auf Bildung für Mädchen einsetzte.

Die kluge, selbstsicher auftretende Schülerin lebt heute in Grossbritannien, wo sie nach dem Anschlag medizinisch behandelt wurde. Ihr Ziel ist es, trotz aller Bedrohungen nach Pakistan zurückzukehren und Politikerin zu werden. Ihr Vorbild ist die 2007 ermordete Ministerpräsidentin Benazir Bhutto. (spon/dpa/afp)

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