Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ukraine

Krim-Regierung will ukrainische Schiffe beschlagnahmen



epa04119243 Ukrainian servicemen stand guard aboard the Ukrainian Navy ship 'Ternopil' in the harbor of Sevastopol, Crimea,  Ukraine 10 March 2014. The USA and European Union have threatened sanctions against Moscow over the military standoff in the strategic Crimean peninsula, and are urging Russia to pull back its forces in the region and allow in international observers and human rights monitors. Crimea, which has a majority ethnic Russian population, is strategically important to Russia as the home port of its Black Sea Fleet.  EPA/ZURAB KURTSIKIDZE

Ukrainisches Kriegsschiff in Sewastopol. Bild: EPA

Nach dem Referendum vom Sonntag über den Anschluss an Russland will die selbst ernannte Führung der Krim die im Hafen der Halbinsel stationierten ukrainischen Kriegsschiffe beschlagnahmen und nicht an die Regierung in Kiew zurückgeben. Die Fahrrinne in Sewastopol sei bereits blockiert, sagte der moskautreue Regierungschef Sergej Aksjonow.

«Die dortige ukrainische Flotte wird in vollem Umfang verstaatlicht - wir sind nicht im Begriff, die Schiffe herauszugeben», sagte er. Aksjonow kündigte an, dass ausser der Flotte auch Kraftwerke und der Energieversorger Tschernomorneftegas beschlagnahmt würden. 

«Es gibt eine ganze Liste von derzeit ukrainischen Objekten», sagte er. Privateigentum sei nicht betroffen. Ukrainische Soldaten, die nicht die Seite wechseln wollten, müssten die Halbinsel verlassen. 

Krim-Vizeregierungschef Rustam Temirgalijew sagte, Russland habe der autonomen Halbinsel eine Soforthilfe von einer Milliarde US-Dollar in Aussicht gestellt. Die Führung in Simferopol wolle die Tranche für Gehälter und Renten nutzen, nachdem die Zentralregierung in Kiew den Geldhahn zugedreht habe. 

Die völkerrechtlich zur Ukraine gehörende Halbinsel entscheidet am Sonntag in einem Referendum über einen Beitritt zu Russland. Die prowestliche Führung in Kiew sowie die EU und die USA halten die kurzfristig angesetzte Abstimmung für verfassungswidrig.

Mit Spannung wurde auch eine Erklärung des gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch erwartet. Der nach Russland geflüchtete Politiker wollte nach tagelangem Schweigen in Rostow vor die Medien treten.

Unterdessen traf der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier in der Nacht zum Dienstag zu einem Besuch in Estland ein. Deutschland teile «die Sorgen unser baltischen Partner angesichts der Lage in der Ukraine und auf der Krim» und nehme sie sehr ernst, erklärte Steinmeier. 

Das teilte das deutsche Aussenministerium nach seiner Ankunft in der Hauptstadt Tallinn mit. Nach dem Besuch in Estland wird Steinmeier nach Lettland und Litauen weiterreisen. Die wichtigsten Themen der Gespräche sollen auch dort die Lage in der Ukraine und «gemeinsame europäische Antworten» sein. (tvr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Basler Grossrätinnen fordern gendergerechte Redezeit – und stechen damit in ein Wespennest

Michela Seggiani (SP) und Tonja Zürcher (BastA!) prangern genderungerechte Redezeiten im Grossen Rat von Basel an. Nun fordern sie detaillierte Statistiken und Massnahmen gegen männliche Labertaschen.

Nehmen die Männer im Basler Grossrat den Frauen die Redezeit weg?

Ja, finden die beiden Grossrätinnen Tonja Zürcher (BastA!) und Michela Seggiani (SP). In einem Anzug an das Ratsbüro kritisierten die beiden ihre männlichen Plauderkollegen, welche bei einer eigens durchgeführten Redezeitmessung 80 Prozent der Redezeit für sich beansprucht haben. Das liege jedoch nicht daran, dass die Männer häufiger reden, sondern dass sie dies einfach länger tun, schreiben Seggiani und Zürcher in ihrem Brief.

«Uns …

Artikel lesen
Link zum Artikel