Good-News
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07004830 An undated handout photo made available by The Ocean Cleanup on 08 September 2018 shows a 120-meter unit of the first cleanup system being tested in towing configuration for two weeks at sea in the Pacific Ocean, between May and June 2018. Non-profit organization The Ocean Cleanup will launch on 08 September 2018, its ocean plastic cleanup system. 'System 001,' a 2,000-foot-long (600m) U-shaped floating barrier made up of sections of tube, will be towed out of San Francisco Bay in the Pacific Ocean with the aim of trapping plastic debris and waste that floats into the ocean. The organization said that 'after fleets of systems are deployed into every ocean gyre, combined with source reduction,' their projects would be able to remove 90 percent of all ocean plastic by 2040.  EPA/THE OCEAN CLEANUP HANDOUT -- MANDATORY CREDIT -- HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die «Ocean Cleanup» auf hoher See auf Mission. Bild: EPA/THE OCEAN CLEANUP

Diese Maschine fischt Abfall aus dem Meer und bringt ihn zurück an Land



Anfang September verliess die erste Hochsee-Abfallsammeleinrichtung des «Ocean Cleanup»-Projekts den Hafen von San Francisco. Nach einer Testphase ist die rund 600 Meter lange schwimmende Barriere an ihrem Bestimmungsort angekommen.

Laut Meeresbiologe Gerhard Herndl von der Uni Wien funktioniert das System trotz Anfangsproblemen «recht prächtig». Das «System 001» wurde zuerst in Küstennähe eingehend überprüft, «denn wie sich die gesamte 600 Meter lange Röhre verhält, wurde noch nie getestet. Die Vorversuche wurden nämlich durchwegs mit kleineren Barrieren durchgeführt», sagte Herndl, der Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Vorhabens ist.

epa07004828 A handout photo made available by The Ocean Cleanup on 08 September 2018 shows the departure of a 120-meter tow test unit in Alameda, California, USA, 18 May 2018. Non-profit organization The Ocean Cleanup will launch on 08 September 2018, its ocean plastic cleanup system. 'System 001,' a 2,000-foot-long (600m) U-shaped floating barrier made up of sections of tube, will be towed out of San Francisco Bay in the Pacific Ocean with the aim of trapping plastic debris and waste that floats into the ocean. The organization said that 'after fleets of systems are deployed into every ocean gyre, combined with source reduction,' their projects would be able to remove 90 percent of all ocean plastic by 2040.  EPA/THE OCEAN CLEANUP HANDOUT -- MANDATORY CREDIT -- HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die «Ocean Cleanup» bei einer Testfahrt in Kalifornien. Bild: EPA/THE OCEAN CLEANUP

Seit etwas mehr als vier Wochen ist das System im nördlichen Pazifik zwischen Kalifornien und Hawaii rund 500 Kilometer von San Francisco entfernt im «Great Pacific Garbage Patch» im Einsatz. Nicht nur in diesem ozeanischen Kreiselstromgebiet zirkulieren mittlerweile Unmengen an Plastik.

Bis zu 60 Anlagen geplant

Das «Ocean Cleanup»-Team um den medienwirksam agierenden jungen Niederländer Boyan Slat möchte zukünftig mit bis zu 60 solcher Anlagen die Meere von Kunststoffabfall befreien, der auf und knapp unter der Oberfläche schwimmt. Die Forscher beobachten nun mittels Drohnen, die von Begleitschiffen aus starten, sowie über eingebaute Kameras, wie der erste U-förmige, gegen den Strom ausgerichtete, passiv treibende Prototyp den Müll einsammelt.

FILE - In this May 11, 2017, file photo, Dutch innovator Boyan Slat poses for a portrait next to a pile of plastic garbage prior to a press conference in Utrecht, Netherlands. Engineers will deploy a trash collection device to corral plastic litter floating between California and Hawaii in an attempt to clean up the world's largest garbage patch in the heart of the Pacific Ocean. The 2,000-foot (600-meter) long floating boom will be towed Saturday, Sept. 8, 2018, from San Francisco to the Great Pacific Garbage Patch, an island of trash twice the size of Texas. The system was created by The Ocean Cleanup, an organization founded by Slat. (AP Photo/Peter Dejong, File)

Boyan Slat. Bild: AP/AP

Das Konzept gehe bisher auch auf, «das Plastik sammelt sich wirklich an und die Lebewesen werden auch nicht geschädigt», sagte Herndl. Lediglich Exemplare der an der Wasseroberfläche treibende Segelqualle (Velella velella) sammeln sich wie erwartet in grösserer Zahl an der Barriere. Diese Art könne diese Ausfälle allerdings leicht kompensieren, so der Biologe.

Eine Frage der Geschwindigkeit

Erst vor wenigen Tagen zeigte sich jedoch, dass bei stärkerem Wind und somit erhöhter Strömung ein Teil des bereits gesammelten Kunststoffes wieder abhanden kam. Ist nämlich der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Barriere und Strömung und damit der Staudruck zu gross, könne sich der etwa drei Meter tief reichende «Teppich» fallweise nach hinten biegen und das Plastik wieder freigeben.

Die Experten steuern jetzt gegen, in dem das U an den Enden etwas zusammengezogen wird. Damit wird das «System 001» selbst etwas schneller «und der Unterschied zwischen der Geschwindigkeit des Wassers und der Barriere ist nicht so gross», erklärte Herndl. In den nächsten Wochen werde dann auch erstmals das gesammelte Plastik abgeschöpft und wieder an Land gebracht. Der gesamte Vorgang wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. (sda/apa)

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben das erste 5G-Handy der Schweiz ausprobiert – und es ist ziemlich spektakulär

Link zum Artikel

16 Fakten, die wir viel zu spät (ODER ERST JETZT!) gecheckt haben 🤯

Link zum Artikel

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

25 geniale Erfindungen, die beweisen, dass wir schon in der Zukunft leben

Link zum Artikel

Über Nacht blind – die Geschichte vom Aushängeschild des Zürich Marathons

Link zum Artikel

Tödlicher Hefepilz – warum Candida auris so gefährlich ist

Link zum Artikel

«Die unendliche Geschichte» wird 35 – das wurde aus den Darstellern

Link zum Artikel

Stell dir vor, du bist Anwältin für Menschenrechte und die «Bunte» schreibt über deine Haare

Link zum Artikel

Samsung will nicht, dass du diesen Bericht zum Galaxy Fold siehst

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • insomnia 29.11.2018 13:29
    Highlight Highlight Nett gemeint, aber ein Tropfen auf den heißen Stein. Was ist mit dem Plastik, welches Unterhalb der Meeresoberfläche schwimmt? Dies dürfte den überwiegenden Teil ausmachen.
  • Andij 29.11.2018 12:31
    Highlight Highlight Ist etwas über den Nutzen bekannt? Sprich welche Mengen eine solche Barriere in der Lage ist herauszufischen im Vergleich zur Gesamtbelastung mit Plastikmüll?
  • Menel 29.11.2018 12:13
    Highlight Highlight Sehr coole Sache 🤩🙌🏻
  • MarkusPaul 29.11.2018 12:12
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man erst mal dafür sorgen das Schiffe ihren Scheiss nicht ins mehr kippen statt 600m lange Dinge zu erfinden, die vielleicht auch unter Umständen funktionieren...
    • Nik G. 29.11.2018 13:00
      Highlight Highlight Genau lassen wir einfach mehr Müll in das Meer und machen nichts. Zuerst müssen die Schiffe aufhören. Die Bösen!
      Wenigstens machen die etwas. Statt nur irgendwie motzen oder anderen die Schuld zu geben.
  • Elsslin die Schachkönigin 29.11.2018 11:26
    Highlight Highlight Sowas braucht es beispielsweise in der Karibik zum Glück nicht. Wenn wir jeweils gegen Abend im Urlaub nach Hause gehen sag ich den Kindern auch sie können den Abfall liegen lassen. Am nächsten Tag ist es er meist nicht mehr da. Hab aber noch nie ein Abfallsammler gesehen, die Arbeiten vielleicht in der Nacht.
    • Andij 29.11.2018 13:17
      Highlight Highlight Ich hoffe, ich erkenne den Sarkasmus nicht!?!
  • Pasch 29.11.2018 11:10
    Highlight Highlight Frodo bist du es??? Ein Held ist er auf jeden Fall!

Umweltschutz bei der FDP? Von wegen! 7 Beispiele, die das Gegenteil beweisen

Weil die FDP das CO2-Gesetz verwässert hatte, geriet sie in die Kritik. Jetzt betreibt Parteipräsidentin Petra Gössi Schadensbegrenzung: Der Umweltschutz gehöre «zur DNA des Freisinns», liess sie per Interview verlauten. Diese sieben Beispiele zeigen: Davon ist im Parlament kaum etwas zu spüren.

«FDP: Fuck de Planet» – solche Plakate hielten Schülerinnen und Schüler bei den Klimademos der vergangenen Wochen in der ganzen Schweiz in die Höhe. Den Freisinnigen wird vorgeworfen, eine klimafeindliche Politik zu betreiben und sich keinen Deut um die Umwelt zu scheren.

Grund dafür: Das Verhalten der FDP-Fraktion bei der Beratung des CO2-Gesetzes im Nationalrat im Dezember 2018. Sie wollte nichts von einem verbindlichen Reduktionsziel für CO2-Emmissionen im Inland wissen und sprach sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel