Griechenland
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Alexis Tsipras, right, leader of Greece's left-wing main opposition Syriza party, and Panos Kammenos, chairman of the right-wing Independent Greeks party, smile during their meeting in Athens, Monday, Jan. 26, 2015. Syriza party launched coalition talks Monday, hours after a landmark general election victory fought on a pledge to rewrite the country’s massive bailout deal with the eurozone. Tsipras’ party just missed a majority in parliament after defeating Prime Minister Antonis Samaras’ conservative coalition by a wider margin than expected. (AP Photo/Lefteris Pitarakis, Pool)

Panos Kammenos (links) wurde von Regierungschef Alexis Tsipras zum Verteidigungsminister ernannt.  Bild: Lefteris Pitarakis/AP/KEYSTONE

Tsipras ernennt griechisches Kabinett

Athen: Chef der Rechtspopulisten wird Militärminister



Zwei Tage nach seinem Wahlsieg hat der griechische Regierungschef Alexis Tsipras sein Kabinett ernannt. Er gab mit den Ökonomen Giannis Dragasakis und Giannis Varoufakis zwei scharfen Kritikern der Sparpolitik die Zuständigkeit für Finanzen. 

Der Juniorpartner in der Links-Rechts-Regierung, der Chef der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen, Panos Kammenos, übernimmt das Ressort Verteidigung.

Schuldenschnitt als einzige Lösung

Der 53-jährige Varoufakis wird als Finanzminister die Verhandlungen mit den Geldgebern führen, wie ein Regierungssprecher in Athen mitteilte. Der 66-jährige Dragasakis wird als stellvertretender Regierungschef die Aufsicht über den gesamten Bereich Finanzen und Wirtschaft haben und auch an den Verhandlungen mit den Geldgebern teilnehmen. 

Beide setzen sich vehement für das sofortige Ende der Sparpolitik ein. Sie sehen einen Schuldenschnitt als einzige Lösung für den Abbau des 320 Milliarden Euro grossen Schuldenbergs Griechenlands. 

Aussenminister wird ein Technokrat, der Politikprofessor der Universität Piräus, Nikos Kotzias. Damit wolle Regierungschef Tsipras signalisieren, dass er eine «ruhige» Linie in aussenpolitischen Themen fahren wolle, erklärten Analysten in Athen. (whr/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Joshzi 27.01.2015 20:38
    Highlight Highlight Danke liebe EU, danke Frau Merkel, Herr Holland und wie sie auch heissen mögen, die korrupten Politiker, die Beamten und all die Strippenzieher aus Finanz und Wirtschaft. Dieses "geeinte" Europa mit seinem Profitfaschismus wird zum Mutterkuchen für eine neue Generation des radikalen Nationalismus. Dieses absurde Projekt "Europa", dieses Schlaraffenland für Finanzjongleure und andere Profitgeier, dieses Europa ist hoffentlich gescheitert.
    Zeit für ein Europa für die Menschen.

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