Griechenland
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epa04542869 A handout photograph provided by the Italian Navy shows a helicopter during rescue operations at the Norman Atlantic ferry that caught fire two days earlier, in the Adriatic Sea, 30 December 2014. The official death toll in the Adriatic Sea disaster now stands at 12, after two Albanian sailors were killed during an operation to tow the stricken Norman Atlantic ferry to the Albanian port of Vlora. The Italian-flagged, Greek-operated Norman Atlantic was crippled by a fire that broke out on the car deck as it sailed near the Greek island of Corfu. It was en route to the northern Italian port of Ancona from the Greek port of Patras.  EPA/ITALIAN NAVY/HANDOUT NO TELEVISION USE. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES/NO ARCHIVES

Soll am Freitag im Hafen der süditalienischen Stadt Brindisi eintreffen: «Norman Atlantic». Bild: EPA/ANSA/ITALIAN NAVY

Untersuchung nach Fährunglück

«Norman Atlantic» auf dem Weg nach Italien – Kapitän sagt: «Nennt mich nicht Held»



Die in der Adria ausgebrannte Fähre «Norman Atlantic» ist auf dem Weg nach Italien. Schleppkähne begannen am Donnerstagnachmittag damit, das Wrack Richtung Brindisi zu ziehen. Dort sollte es am Freitag gegen Mittag eintreffen. Im Hafen der süditalienischen Stadt wollen die Ermittler das ausgebrannte Schiff nach möglichen weiteren Toten und Hinweisen zur Brandursache untersuchen.

Bei dem am Sonntagmorgen ausgebrochenen Brand waren mindestens elf Menschen ums Leben gekommen, zwei Seeleute eines Schleppkahns starben durch einen Unfall beim Bergungsversuch.

Die Behörden befürchten weitere Tote, da sich auch Flüchtlinge als blinde Passagiere im Schiffsrumpf befanden und viele Passagiere in ihren Kabinen schliefen, als das Feuer ausbrach. Zudem ist die genaue Zahl der Insassen wegen fehlerhafter Passagierlisten weiterhin unklar.

«Nennt mich nicht Held»

Das griechische Fährunternehmen Anek gab die Zahl der Insassen zuletzt mit 474 an. Der italienische Ermittlungschef Giuseppe Volpe spricht dagegen von mindestens 499 Insassen, da in letzter Minute noch weitere Passagiere auf die überfüllte Fähre gebracht worden seien. Die Küstenwache aktualisierte am Donnerstag die Zahl der geretteten Insassen auf 477 – 50 mehr, als zuvor angegeben.

Norman Atlantic ferry captain Argilio Giacomazzi talks with journalists outside his home in Campiglia, near La Spezia, Italy, Thursday, Jan. 1, 2015. The Italian captain of the Italian-made ferry, which was operated by a Greek company, was questioned in the southern port of Bari by prosecutors for more than five hours Wednesday. Stormy weather in the Adriatic Sea thwarted efforts Wednesday to tow the fire-ravaged ferry to Italy so authorities can investigate the blaze that killed at least 11 people and search the ship for more possible dead. (AP Photo/Ansa/Riccardo Dalle Luche)

Äusserte sich nur zurückhaltend zum Schiffsunglück: Kapitän Argilio Giacomazzi. Bild: AP/ANSA

Unter den Passagieren waren auch sieben Schweizer Staatsbürger und sieben in der Schweiz wohnhafte Ausländer, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Donnerstag mitteilte. Fast alle seien inzwischen in die Schweiz zurückgekehrt. In einem Fall seien noch Untersuchungen in Gang, hiess es am frühen Abend weiter.

Kapitän Argilio Giacomazzi, der als letzter von Bord der «Norman Atlantic» gegangen war, kehrte am Donnerstag nach mehrstündigem Verhör durch die Ermittler endlich nach Hause zurück. Vor seinem Haus in der italienischen Hafenstadt La Spezia bat er die wartenden Reporter, ihn allein zu lassen. Er fügte hinzu: «Nennt mich nicht Held. Ich wünschte, ich hätte alle an Bord sicher nach Hause bringen können.» (sda/afp/tat)

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