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Harry Wallop trinkt Churchills Tagesration.Video: YouTube/Marlin Brown

Britischer Journalist soff wie Churchill – und das kam dabei heraus

19.09.2016, 14:0419.09.2016, 14:55

Den ersten Whisky trank er morgens im Bett. Dann ging es weiter: Champagner zum Mittag- und Nachtessen, dazwischen Brandy, Sherry und immer wieder Whisky. Winston Churchills Hang zum Alkohol war legendär. «Ich hatte mehr vom Alkohol als er von mir», lautet eines seiner unzähligen Bonmots. Adolf Hitler beschimpfte den Kriegspremier als «Trunkenbold».

Harry Wallop, Journalist beim «Telegraph», versuchte letztes Jahr, Winstons Tagesration nachzutrinken (siehe Video). Obwohl Churchill seinen Whisky (Lieblingsmarke: Johnnie Walker) stark verdünnt konsumierte und die Champagner-Flaschen (Lieblingsmarke: Pol Roger) kleiner waren als heute, musste Wallop etwa um zehn Uhr abends kapitulieren: «Ich war nicht total betrunken, aber mir war schlecht.»

Bei seinem Schweiz-Besuch vor 70 Jahren traf sich Churchill auch mit Bundesrat Max Petitpierre.
Bei seinem Schweiz-Besuch vor 70 Jahren traf sich Churchill auch mit Bundesrat Max Petitpierre.Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Winston hätte zu jenem Zeitpunkt noch weitergemacht, mit Portwein oder einem alten Brandy, und einige Stunden gearbeitet, ehe er sein Tagwerk mit Cognac beschloss. Über seinen Alkoholkonsum gibt es einige Anekdoten. Einmal rief ihm die Labour-Abgeordnete Bessie Braddock im Unterhaus zu: «Winston, Sie sind betrunken!» Worauf Churchill erwiderte: «Bessie, Sie sind hässlich. Morgen werde ich wieder nüchtern sein und Sie immer noch hässlich.»

Bei seinem Besuch in Zürich, der heute vor exakt 70 Jahren stattfand und durch seine Europarede an der Universität in die Geschichte einging, soll ihm zum Essen anstelle seines geliebten Champagners der saure Clevner ausgeschenkt worden sein. Er war darob überhaupt nicht amused. Geschadet hat ihm die Trinkerei kaum – Winston Churchill wurde 90 Jahre alt. (pbl)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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MikoGee
19.09.2016 20:13registriert April 2015
Lady Nancy zu Churchill: „Wenn ich ihre Frau wäre, würde ich Gift in ihren Tee mischen.“ Dieser erwiderte trocken: „Wenn sie meine Frau wären, würde ich ihn trinken.“ Ist meiner Meinung nach immernoch die beste Anekdote. xD
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The Snitcher
19.09.2016 16:03registriert Oktober 2015
ach du Scheisse...

Ich bin ja auch ein Freund des Genusses.. aber.....

Johnnie Walker?? ECHT???? und dann noch RED LABEL???

Und der ganze Champagner... ufff
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Nausicaä
19.09.2016 18:47registriert Juli 2016
Ich vermute stark, dass er eher zweitrangig, wenn überhaupt, aus Genuss getrunken hat. Das Trinken diente ihm wohl wahrscheinlich als Selbstmedikation gegen seine starken Depressionen...Man muss aufpassen, dass man ihn nun nicht als 'den harten Typen, der soviel erträgt' darstellt. Er hatte eine Krankheit.
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Genetiker lösen einen 800 Jahre alten Cold Case – das Massaker von Norwich

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