Hongkong
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Aktivisten sind zurück

Zweite Protestnacht in Hongkong: Polizei nimmt wieder Demonstranten fest

26.12.14, 06:16 26.12.14, 14:27

Hongkong kommt nicht zur Ruhe. Rund drei Wochen nach dem Ende der Strassenblockaden durch prodemokratische Aktivisten in Hongkong ist es zu neuen Zusammenstössen gekommen. Die Polizei der chinesischen Sonderverwaltungsregion nahm 37 Demonstranten im Alter zwischen 13 und 76 Jahren fest, wie es am Freitag in einer Mitteilung hiess.

Im Geschäftsviertel Mong Kok hatten Aktivisten erneut versucht, Strassen zu blockieren. Bereits in der Nacht zum ersten Weihnachtstag waren laut Polizeiangaben zwölf Aktivisten nach Demonstrationen festgenommen worden.

Australian cinematographer Christopher Doyle waits for the arrival of the police next to a tent at the main

Sie haben es angekündigt: Jetzt sind die Demonstranten wieder zurück auf Hongkongs Strassen.  Bild: STRINGER/HONGKONG/REUTERS

Wenn an Demonstrationen Kunst entsteht

Vor rund drei Wochen hatte die Polizei die letzten Hauptlager der Demonstranten wegräumen lassen. Die Aktivisten hatten jedoch angekündigt, ihren Protest in anderer Form wie etwa mit spontanen «mobilen Besetzungen» fortzusetzen.

Die Demonstranten fordern freie Wahlen in der früheren britischen Kronkolonie, die seit 1997 wieder zu China gehört und autonom verwaltet wird. Auslöser der Proteste waren Pläne der chinesischen Führung, 2017 in Hongkong zwar erstmals direkte Wahlen zu erlauben, aber eine freie Nominierung der Kandidaten zu verweigern.

Lob aus Peking

Chinas Führung lobte Hongkongs Regierungschef Leung Chun-ying für den Umgang mit den Protesten und gab ihm Rückendeckung. Er habe «angesichts von Schwierigkeiten» die Stabilität gewahrt, sagte Chinas Ministerpräsident Li Keqiang nach Angaben des Hongkonger Radiosenders RTHK bei einem Treffen mit Leung in Peking.

Ungeachtet der Proteste betonte Premier Li, dass sich Pekings Politik in Hongkong nicht geändert habe und auch in Zukunft nicht ändern werde. Regierungschef Leung, der sich zu seinem alljährlichen «Pflichtbesuch» in Peking aufhielt, wurde anschliessend auch von Staats- und Parteichef Xi Jinping empfangen. (viw/feb/sda/dpa)

Kunst an den Hongkong-Protesten

Das macht die Hongkong-Proteste einzigartig



Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Danach willst du kotzen: So ist es auf der dunkelsten Seite des Planeten Internet

Suizidale Facebook-Reiniger in Manila, depressive Influencer in China, bedrohte Frauen in Amerika: Drei Dokfilme zeigen am ZFF, was sich hinter unseren virtuellen Spassfassaden verbirgt.

Ein Fehler, heisst es, kann ein Menschenleben vernichten. Oder mehrere. Oder einen ganzen Krieg auslösen. Weshalb die «Cleaner», die Facebook-Reiniger in Manila, keine Fehler machen dürfen. Oder fast keine. Ganze drei sind pro Monat gestattet. Ein Cleaner sichtet pro Tag 25'000 Facebook-Bilder. Entscheidet über «Ignore» und «Delete». Oft ist davon die Rede, dass sie «die Plattform» von «Sünden» befreien müssen.

Die Frauen und Männer, die auf den Philippinen für Facebook die Aufgabe einer …

Artikel lesen