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International

Guyana startet Ausschreibung für 14 neue Öl- und Gasfelder

Guyana startet Ausschreibung für 14 neue Öl- und Gasfelder

10.12.2022, 09:34

Das südamerikanische Guyana hat eine Ausschreibung zur Erschliessung von mehr als einem Dutzend neuer Öl- und Gasfelder im Meer vor der Küste des Landes gestartet. Die Ausschreibungsrunde für die 14 Felder laufe ab sofort, sagte der guyanische Präsident Irfaan Ali.

Man hoffe, bis Ende Mai Aufträge vergeben zu haben, erklärte er in einem Facebook-Video am Freitag. «Die Vergabe wird natürlich im Anschluss an Verhandlungen und Auswertungen der Angebote erfolgen.»

Ein von Exxonmobil angeführtes Konsortium hatte 2015 vor der Küste des 800'000-Einwohner-Staates viel Erdöl gefunden. Guyana ist eines der ärmsten Länder Südamerikas. Der Internationale Währungsfonds hatte dem Nachbarland Venezuelas vor der Pandemie ein Wirtschaftswachstum von fast 86 Prozent vorausgesagt. Nach Schätzungen könnten Einnahmen aus dem Ölgeschäft dem Staat bis 2030 etwa 10 Milliarden Euro in die Kassen bringen.

Der Vereinbarung zwischen der Regierung und Exxonmobil zufolge sollten 75 Prozent der Öleinnahmen zunächst zur Kostendeckung an den Konzern gehen und 25 Prozent an den Staat. Die damalige Opposition hatte dies im Wahlkampf 2020 kritisiert, weil es Exxonmobil stark bevorteilen würde.

Oppositionskandidat Ali ging aus der Wahl 2020 in der ehemaligen britischen Kolonie als Sieger hervor. Die Wählerschaft in Guyana war gespalten zwischen Afro-Guyanern, Nachfahren afrikanischer Sklaven, und Indo-Guyanern, Nachkommen indischer Arbeiter. Ali ist Indo-Guyaner. (sda/dpa)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Aruma
10.12.2022 10:35registriert Januar 2020
Also noch mehr Klimaschäden.
ExxonMobil ist der Branchenriese, der massgeblich dafür gesorgt hat, dass durch Falschinformationen Verwirrung zum Thema Klima aufkam.
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Die neue Wirtschaftspolitik ist gross, grün und gemein
In den USA und in Deutschland werden gängige ökonomische Rezepte auf den Kopf gestellt. Bisher mit durchschlagendem Erfolg.

Die amerikanische Finanzministerin Janet Yellen nennt es «modern supply-side economics». Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck spricht von «transformativer Angebotspolitik». Beide meinen eine neue Wirtschaftspolitik, welche die traditionellen ökonomischen Grundannahmen auf den Kopf stellen und die Wirtschaft radikal umbauen soll. Aber der Reihe nach:

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