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Ägypten

Strassenhunde: In diesen Ländern geht es ihnen laut Studie am besten

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Ein bettelnder Strassenhund. (Symbolbild)Bild: www.imago-images.de

In welchen Ländern es Strassenhunde am besten haben – und in welchen am schlechtesten

Wer in den Ferien Strassenhunde sieht, ahnt selten, wie unterschiedlich einzelne Länder mit ihnen umgehen. Eine Auswertung zeigt, wo Hunde besonders leiden.
06.04.2026, 05:2806.04.2026, 05:28
Jennifer Buchholz / t-online
Ein Artikel von
t-online

Wer schon einmal Urlaub in Spanien, Griechenland oder der Türkei gemacht hat, kennt sie: die zahlreichen besitzerlosen Hunde und Katzen, die durch die Gassen streunen oder vor dem Ferienhaus um Fressen betteln. Eine aktuelle Untersuchung von Human Word of Animals zeigt, in welchen Urlaubsländern es den Tieren wirklich schlecht geht und wo sie gut aufgehoben sind.

Im Fokus der Untersuchung stand unter anderem der Umgang der Bevölkerung mit den Tieren. Denn nicht selten werden die besitzerlosen Hunde und Katzen vergiftet, erschossen, eingefangen oder lebenslang in mangelhaften Unterkünften eingesperrt.

Ein streunender Hund in der Fussgaengerzone von Chalkida am 11. Februar 2026. GREECE - EUBOEA - CHALKIDA
Ein streunender Hund in der Fussgaengerzone von Chalkida, Griechenland.Bild: www.imago-images.de

Die 5 schlechtesten Länder für Strassenhunde

Türkei

Seitdem ein neues Gesetz 2024 in Kraft getreten ist, geht es Hunden in der Türkei wesentlich schlechter als zuvor. Denn dieses Gesetz schreibt vor, dass vier Millionen Strassenhunde des Landes entfernt und in Tierheime untergebracht werden sollen. Doch hier wartet für die meisten nicht etwa ein Happy End – sondern der Tod. Laut Human World of Animals werden die meisten Tiere in den Tierheimen eingeschläfert.

Marokko

Ähnlich kritisch sieht es auch in Marroko aus. Im Vorfeld der Fussballweltmeisterschaft 2030 sollen Strassenhunde, wenn möglich, aus dem Stadtbild verschwinden. Dafür finden Tötungsaktionen statt. Laut der Tierschutzorganisation habe das Land wiederholt auf grausame, kurzfristige Tötungen zurückgegriffen, um vor Sportereignissen die Strassen zu «säubern».

Ägypten

Auch in Ägypten finden regelmässig Aktionen statt, mit denen kommunale Behörden die Strassen von Hunden «frei räumen». Das geschieht, indem sie die Tiere vergiften oder erschiessen. Ziel ist es, die Strassen frei von tollwütigen Tieren zu bekommen. Einen Lichtblick gibt es jedoch auch: So hat die Regierung einer 180-tägigen Kampagne zugestimmt, in der zahlreiche Tiere bis 2030 kastriert werden sollen.

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Ein Strassenhund Im Viertel Al-Zarayib in Kairo.Bild: www.imago-images.de

Pakistan

In diesem Land ist Tollwut ebenfalls ein grosses Thema. Um sie zu bekämpfen, setzt das Land auf Massentötungen mit Gift.

China

China ist das Land mit dem weltweit grössten Hundefleischhandel. Pro Jahr werden etwa zehn Millionen Hunde von der Strasse gestohlen, um für den menschlichen Verzehr erschlagen zu werden.

5 bessere Länder für Strassenhunde

Indien

In Indien hat sich die Situation für Strassenhunde in den vergangenen Jahren verbessert. Viele Kommunen setzen inzwischen auf sogenannte «Fangen-Kastrieren-Freilassen»-Programme. Dabei werden die Tiere gefangen, kastriert und zusätzlich geimpft. Allerdings ist diese Entwicklung nicht unumstritten. Es wird geprüft, ob dieser Ansatz künftig eingeschränkt werden soll. Kritiker befürchten, dass stattdessen wieder vermehrt auf Massenunterbringung unter schlechten Bedingungen gesetzt werden könnte.

Mexiko

Seit einer Verfassungsreform im Jahr 2024 ist der Schutz von Tieren als grundlegender Wert in Mexiko verankert. Dadurch kann die Regierung strengere Gesetze erlassen. Darüber hinaus wird Tierschutzunterricht landesweit in Schulen eingeführt. Zwar gibt es weiterhin Fälle von Vernachlässigung, allerdings kümmern sich viele Menschen um Strassenhunde. Zudem gibt es Impf- und Kastrationsprogramme für die besitzerlosen Hunde.

Niederlande

Die Niederlande haben es als erstes Land geschafft, die Zahl der Strassenhunde auf nahezu null zu reduzieren. Möglich wurde das durch eine langfristig angelegte Strategie. Dazu gehören eine verpflichtende Registrierung und Mikrochip-Kennzeichnung, strenge Gesetze mit hohen Strafen für das Aussetzen von Tieren sowie umfassende Kastrationsprogramme. Auch die Förderung von Adoptionen und Abgaben auf den Kauf von Hunden hat dazu beigetragen, dass Tierheime kaum ausgelastet sind.

Bhutan

Bhutan ist buddhistisch geprägt, weshalb der respektvolle Umgang mit Tieren eine grosse Rolle spielt. In dem Land wurde ein Programm ins Leben gerufen, bei dem Strassenhunde eingefangen, kastriert, geimpft und anschliessend wieder freigelassen werden. Nach Angaben der Organisation sind inzwischen nahezu alle frei lebenden Hunde entsprechend versorgt. Auch Haustiere werden zunehmend registriert und gekennzeichnet.

Thailand

Zwar gibt es in Thailand viele frei lebende Hunde. Diesen geht es jedoch vergleichsweise gut. Massentötungen werden weitgehend vermieden. Stattdessen kümmern sich vielerorts Anwohner um die Tiere. In buddhistischen Tempeln finden viele Hunde Schutz und Nahrung. Gleichzeitig investieren Behörden und Organisationen in Impf- und Kastrationsprogramme.

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Strassenhund liegt auf der Treppe vor der Sameba-Kathedrale in Tiflis.Bild: www.imago-images.de

Kastration und Impfung stehen im Fokus

Die Untersuchung stammt von der Tierschutzorganisation Humane World for Animals, die nach eigenen Angaben weltweit Programme zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Strassen- und Haustieren unterstützt. Im Fokus stehen dabei unter anderem Kastrations- und Impfprogramme sowie der Ausbau tierärztlicher Versorgung, insbesondere in strukturschwachen Regionen.

Eine Vertreterin der Organisation betont, dass die Situation von Strassenhunden stark von kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt. In vielen Ländern würden frei lebende Tiere von Teilen der Bevölkerung versorgt oder stünden sogar in einem losen Besitzverhältnis.

Gleichzeitig zeigt die Auswertung: Länder, die auf das Töten zur Eindämmung der Population verzichten und stattdessen auf Kastration, Impfung und anschliessendes Freilassen setzen, erzielen langfristig stabilere Ergebnisse. Dieses Vorgehen gilt laut der Organisation als wirksamere und zugleich tierfreundlichere Strategie im Umgang mit Strassenhunden.

Verwendete Quellen:

  • Human Word of Animals, PM liegt der Redaktion vor
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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Fritz_Forelle
06.04.2026 06:55registriert März 2022
Kriegen wir auch noch ein ranking, in welchen Ländern es Kinderarbeitern m besten und am schlechtesten geht?
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Zum Kommentar
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Silas1992
06.04.2026 07:07registriert Juli 2025
"In welchen Ländern es Strassenhunde am besten haben – und in welchen am schlechtesten"

Wie viele Strassenhunde wurden dazu befragt?
248
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