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Afghanistan meldet Dutzende tote Zivilisten im Konflikt mit Pakistan

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Sicherheitskräfte der Taliban untersuchen ein Haus, das angeblich nach den grenzüberschreitenden Zusammenstössen zwischen Pakistan und Afghanistan beschädigt wurdeBild: keystone

Afghanistan meldet Dutzende tote Zivilisten im Konflikt mit Pakistan

28.02.2026, 14:1928.02.2026, 14:19

Die Kämpfe zwischen den Nachbarländern Afghanistan und Pakistan sind in der Nacht zum Samstag weitergegangen. Pakistan habe auch wieder aus der Luft in Afghanistan angegriffen und Militärposten und Gerät der afghanischen Taliban zerstört, schrieb der pakistanische Informationsminister Attaullah Tarar auf der Plattform X. Pakistan wirft den in Afghanistan regierenden islamistischen Taliban vor, Terrorgruppen zu unterstützen.

Ein Militärsprecher der Taliban sprach am Morgen davon, ein pakistanisches Militärflugzeug abgeschossen und den Piloten gefangen genommen zu haben. Die pakistanische Seite dementiert das.

Der afghanische Fernsehsender Tolonews berichtete unter Berufung auf einen Sprecher der Taliban-Regierung, seit dem vergangenen Wochenende seien 52 Zivilisten getötet und 66 verletzt worden. Die Angaben beider Seiten liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Konflikt zwischen den Nachbarn flammt wieder auf

Bereits im vergangenen Herbst war es zu Gefechten und Angriffen zwischen Afghanistan und Pakistan gekommen. Nach UN-Angaben starben damals 70 afghanische Zivilisten nach pakistanischen Angriffen. Islamabad wirft Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben.

Die neuerlichen Kämpfe waren ausgebrochen, nachdem Pakistan am vergangenen Wochenende Ziele in Afghanistan angegriffen hatte. Am Donnerstag starteten die afghanischen Taliban eine Gegenoffensive. Bei einer Pressekonferenz am Freitag zeigte sich Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid offen für Dialog zwischen den Konfliktparteien. Das pakistanische Verteidigungsministerium teilte jedoch mit, die Angriffe fortzusetzen, bis die Taliban der Unterstützung von Terrorgruppen entsagen. Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif hatte den Konflikt als «offenen Krieg» bezeichnet. (sda/dpa)

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