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This image made available by International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies (IFRC) on Monday March 18, 2019, shows an aerial view from a helicopter of flooding in Beira, Mozambique. The Red Cross says that as much as 90 percent of Mozambique's central port city of Beira has been damaged or destroyed by tropical Cyclone Idai. (Caroline Haga/International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies (IFRC) via AP)

Nach dem Durchzug des Zyklons «Idai» durch Mosambik und Simbabwe wird das Ausmass der Katastrophe erst nach und nach deutlich. Allein Mosambiks zweitgrösste Stadt Beira ist zu 90 Prozent beschädigt oder zerstört. Bild: AP/Red Cross

Bis zu 1000 Todesopfer wegen Zyklon in Mozambik ++ 90 Prozent von Beirat zerstört



Nach dem schweren tropischen Wirbelsturm «Idai» könnte es in Mosambik nach Angaben von Präsident Filipe Nyusi bis zu 1000 Todesopfer geben. Das erklärte Nyusi am Montag im staatlichen Radiosender Radio Moçambique.

Zuvor hatte er das Katastrophengebiet im Zentrum des Landes im südlichen Afrika besucht. Nach dem Durchzug des Zyklons «Idai» durch Mosambik und Simbabwe wird das Ausmass der Katastrophe erst nach und nach deutlich. Allein Mosambiks zweitgrösste Stadt Beira ist zu 90 Prozent beschädigt oder zerstört.

Dies berichtete das internationale Netzwerk von Rotem Kreuz und Rotem Halbmond (IFRC) am Montag. Zahl der Toten in beiden Ländern stieg auf über 160. Die Lage in der Hafenstadt, in der rund 530'000 Menschen leben, sei «furchtbar», erklärte der IFRC-Katastrophenmanager für Afrika, Jamie LeSueur. «Das Ausmass der Zerstörung ist gigantisch». "

Allein in der Stadt Beira wurden bis Montag 55 Tote gezählt, in ganz Mosambik waren es 73 Tote. Nach Angaben des Katastrophenschutz-Instituts wurden knapp 900 Häuser von den Fluten fortgeschwemmt. 24 Spitäler wurden zerstört, Dutzende Schulen oder Klassen geflutet. Von den Zerstörungen betroffen waren knapp zehntausend Menschen.

In Simbabwe meldeten die Behörden 89 Todesopfer. Doch könnte vor allem dort die Zahl weiter steigen, da die Bergungsteams einige überflutete Gebiete noch nicht erreichen konnten. Teilweise sehe es aus wie nach einem «schweren Krieg», sagte Simbabwes amtierender Verteidigungsminister Perrance Shiri. Verkehrsminister Joel Biggie Matiza sagte, noch nie habe es in seinem Land eine derartige «Zerstörung der Infrastruktur» gegeben.

In beiden Ländern dürfte sich die Lage angesichts des anhaltenden Regens weiter verschärfen. Mehrere Staudämme in Mosambik seien bereits übergelaufen oder hätten ihr Limit erreicht, berichtete die Oxfam-Vertreterin Emma Beaty. Präsident Filipe Nyusi sprach nach einem Besuch der betroffenen Gebiete von einer «kritischen Situation».

Simbabwes Staatschef Emmerson Mnangagwa brach seinen Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten ab und kehrte am Montag in aller Eile in seine Heimat zurück. «Unser ganzes Land ist in tiefer Trauer», sagte er. «Und man sagt mir, dass es noch nicht vorüber ist».

Begleitet von heftigem Regen und starken Böen hatte der tropische Wirbelsturm am Donnerstag Mosambik erreicht und war anschliessend nach Simbabwe weitergezogen. Er löste Erdrutsche und Sturzfluten aus, entwurzelte Bäume, zerstörte Strassen, Krankenhäuser, Schulen, und Telefonleitungen. Am Sonntag brach ein Damm und zerstörte auch noch die letzte offene Strasse nach Beira.

Schweiz schickt Hilfsgüter

Die Schweiz schickte am Wochenende ein Spezialistenteam und Hilfsgüter nach Mosambik, wie das Aussendepartement (EDA) mitteilte. Die Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) nahmen demnach von der Hauptstadt Maputo aus eine Lagebeurteilung vor und leiteten erste Soforthilfemassnahmen. Zusätzlich sandte die Schweiz 12 Tonnen Hilfsmaterial nach Mosambik. Das Welternährungsprogramm (WFP) will in der Unglücksregion in Kürze rund 600'000 Menschen mit Nahrungsmittelhilfe unterstützen.

Bereits seit Monatsbeginn leidet Mosambik unter schweren Regenfällen. Mosambik, Malawi und Simbabwe gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. Bereits seit mehreren Jahren wechseln sich vor allem in Mosambik und Malawi lange Trockenzeiten und schwere Regenfälle mit verheerenden Folgen ab. (sda/dpa)

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