International
Afrika

Hohe Verluste durch illegale Fischerei im Indischen Ozean

Hohe Verluste durch illegale Fischerei im Indischen Ozean

Im Südwesten des Indischen Ozeans könnten jedes Jahr rund 143 Millionen US-Dollar durch illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei bestimmter Arten verloren gehen.
04.05.2023, 02:1704.05.2023, 02:17

Besonders die afrikanischen Länder Kenia, Madagaskar, Mosambik, Südafrika und Tansania verzeichneten massive wirtschaftliche Verluste durch solche Fänge von Garnelen und Thunfisch, berichtete der World Wide Fund for Nature (WWF) am Donnerstag.

REMOVES BYLINE AS CREDIT IS ONLY TO U.S. COAST GUARD - In this photo made available by the U.S. Coast Guard, guardsmen from the cutter James conduct a boarding of a fishing vessel in the eastern Pacif ...
Im Indischen Ozean ist die illegale Fischerei offenbar massiv. (Symbolbild)Bild: keystone

Zwischen 2016 und 2021 sei fast die Hälfte des gesamten Thunfischfangs vor den Küsten der fünf Länder potenziell illegal oder unreguliert gewesen, hiess es in einem neuen WWF-Bericht. Beim Garnelenfang sei es ein Viertel. Der Indische Ozean ist laut WWF nach dem Westpazifik das zweitgrösste Thunfischfanggebiet der Welt.

Da die Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu den wichtigsten Handelspartnern der Region für Thunfisch- und Garnelenprodukte gehörten, seien sie verpflichtet, auf nachhaltige Fischerei-Praktiken, bessere Überwachung von Regulierungen sowie transparente Lieferketten für europäische Märkte zu pochen, fordern die Autoren des Berichts. Überfischung erhöhe nicht nur den Druck auf die Populationen von Fischen und Meeresfrüchten; illegale Fischerei gefährde auch die Zukunft der Branche und die Nahrungsketten des Ozeans. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Grossrazzia in ganz Europa: Über 10'000 Handys beschlagnahmt
Bei der europaweiten Grossrazzia zu mutmasslichen betrügerischen Handyangeboten haben Fahnder von Zoll und Steuerfahndung nach Schätzung eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur allein in Krefeld 10'000 bis 15'000 Geräte beschlagnahmt. Die Beamten scannten in einer Lagerhalle in einem Krefelder Gewerbegebiet mit mehreren Arbeitsstrassen die Handys Gerät für Gerät, um die Seriennummern zu erfassen. Vor der Halle war ein Überseecontainer aufgebaut, um die Handys später abzutransportieren.
Zur Story