International
Afrika

Angriffe in Mali – Militär spricht von Terroristen

Angriffe in Mali – Militär spricht von «unbekannten bewaffneten Terroristen»

25.04.2026, 14:4925.04.2026, 14:49

In der malischen Hauptstadt Bamako haben nach Angaben des Militärs «unbekannte bewaffnete Terroristen» Kasernen und andere Ziele angegriffen. Auch im Landesinneren sei es zu Angriffen gekommen, hiess es in einer Stellungnahme des Generalstabs.

An ariel view of Bamako, Mali, Saturday, April 25, 2026. (AP Photo)
Mali Gunfire
Die malische Hauptstadt Bamako.Bild: keystone

Am Nachmittag sprach das Militär davon, dass die Lage unter Kontrolle sei. Mehrere Terroristen seien «neutralisiert» und ihre Ausrüstung zerstört worden. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig verifizieren. Konkrete Angaben über Tote und Verletzte machte das Militär nicht.

In einer Mitteilung der deutschen Botschaft an die in Mali lebenden Deutschen war von einer unübersichtlichen Lage die Rede. Der Flughafen sei geschlossen, hiess es. Es werde empfohlen, an einem sicheren Ort zu bleiben und Bewegungen im Stadtgebiet zu vermeiden.

Anwohner des Flughafens hätten Detonationen gehört, berichtete ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur aus Bamako. In den sozialen Medien war auch von Angriffen in den Städten Gao im Osten des Landes, Mopti im Niger-Delta und Kati, einer Ortschaft nordwestlich von Bamako die Rede.

Die Armee machte keine näheren Angaben über die Angreifer. In dem westafrikanischen Land kommt es aber immer wieder zu Angriffen durch dschihadistische Kämpfer der seit 2017 bestehenden Terrorgruppe JNIM, die der westafrikanische Zweig von Al Kaida ist. Mali wird von einer Militärregierung regiert.

Von 2013 bis 2023 hatte die UN-Friedenstruppe Minusma in Mali den Auftrag, die Zivilbevölkerung zu schützen und das westafrikanische Land zu stabilisieren. Auch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr waren in Mali im Einsatz gewesen, die letzten von ihnen hatten das Land im Dezember 2023 verlassen. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Trumps umstrittener Opferfonds ist endgültig vom Tisch
Der amtierende US-Justizminister Todd Blanche hat die Pläne für einen umstrittenen Entschädigungsfonds für vermeintliche Opfer politisch motivierter Strafverfolgung endgültig zurückgenommen.
Der Fonds sei aufgehoben und habe somit weder Rechtskraft noch Wirkung, schrieb Blanche am Sonntagabend (Ortszeit) auf X. Ursprünglich sollten nach Plänen des Justizministeriums rund 1.8 Milliarden Dollar in den Fonds fliessen. Mit dem Geld sollten angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden.
Zur Story