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Jemen: Gestrandete Touristen können Insel Sokotra verlassen

Einheimische Pflanzen Dracaena cinnabari am Meer auf einem Felsen Endemic plants Dracaena cinnabari by the sea on a rock Copyright: imageBROKER/JaroslavxSugarek ibxiqx13860783.jpg Bitte beachten Sie d ...
Die Insel Sokotra ist Unesco-Welterbe.Bild: IMAGO / imagebroker

Gestrandete Touristen können jemenitische Insel Sokotra verlassen

07.01.2026, 16:3007.01.2026, 16:44

Ein erster Evakuierungsflug für auf der jemenitischen Insel Sokotra gestrandete Touristen ist in Richtung Saudi-Arabien gestartet. 179 Touristen seien von Sokotra auf dem Weg in die saudi-arabische Hafenstadt Dschidda, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Saba.

Weitere Flüge seien für die kommenden Stunden geplant. Es ist nicht bekannt, aus welchen Ländern die betroffenen Touristen stammen. Auch ist unklar, wie viele Reisende noch auf der Insel feststecken. Anwohner und Touristenführer hatten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Dienstag berichtet, dass Hunderte wegen der neu aufgeflammten Kämpfe im Südjemen auf der Insel gestrandet waren.

Flüge über Saudi-Arabien statt Emirate

Die regulären Flüge von und nach Sokotra waren wegen der militärischen Auseinandersetzungen eingestellt worden. Diese gehen eigentlich ausschliesslich über die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) – und nicht wie der Evakuierungsflug über Saudi-Arabien. Ob auch wieder Flüge zwischen Sokotra und den Emiraten in Planung sind, war zunächst unklar.

Die Emirate sind seit Jahren im Bürgerkrieg im Jemen mit Saudi-Arabien im Kampf gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen verbündet. Zuletzt kam es aber auch zwischen den beiden Ländern zu Spannungen.

Die Insel Sokotra hat in den vergangenen Jahren trotz des seit 2014 andauernden Bürgerkriegs unter Touristen an Beliebtheit gewonnen. Sie ist Unesco-Welterbe und kann eine einzigartige Biodiversität vorweisen. 37 Prozent der 825 Pflanzenarten und 90 Prozent der Reptilienarten kommen laut Unesco nirgendwo sonst auf der Welt vor. (hkl/sda/dpa)

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7 Kommentare
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Chalbsbratwurst
07.01.2026 18:15registriert Juli 2020
"37 Prozent der 825 Pflanzenarten und 90 Prozent der Reptilienarten kommen laut Unesco nirgendwo sonst auf der Welt vor."

Dann sollten dort am besten gar keine Touristen sein... die Insel ist ja ziemlich klein.
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