«Grundsatz der Eigenverantwortung»: EDA holt auf Insel gestrandete Schweizer nicht zurück
Das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wird die auf der jemenitischen Insel Sokotra gestrandeten Schweizerinnen und Schweizer nicht zurückholen. Das teilte das EDA am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilt.
Ihre Flüge wurden in Folge erneuter Luftangriffe Saudi-Arabiens auf den Süden Jemens gestrichen. Zurzeit sitzen einige wenige Schweizerinnen und Schweizer auf der Insel Sokotra fest.
Die Schweizer Botschaft in Riad stehe mit den betroffenen Personen in Kontakt, hielt das EDA fest. Für sie gelte der Grundsatz der Eigenverantwortung.
Wer sich entgegen geltender Reisehinweise im Jemen aufhalte, handle «fahrlässig». Gemäss Artikel 42 des Auslandschweizergesetzes wird der Bund erst dann unterstützend eingreifen, wenn sich die Betroffenen selbst nicht weiterhelfen können.
Der Bürgerkrieg im Jemen dauert seit 2014 an und ist in den vergangenen Wochen erneut aufgeflammt. In der Nacht auf Mittwoch flog Saudi-Arabien wieder Luftangriffe im Jemen. Auslöser war ein Streit mit dem Anführer einer südjemenitischen Separatistengruppe, der zu Gesprächen nach Riad kommen sollte, aber verschwand. (sda)
