International
Anonymous

Nach Ermordung von CEO in New York: Keine Todesstrafe für Luigi Mangione

FILE - Luigi Mangione appears in Manhattan Criminal Court for an evidence hearing, Dec. 18, 2025, in New York. (Shannon Stapleton/Pool Photo via AP, File)
UnitedHealthcare CEO Killing
Luigi Mangione tötete den Vorstandschefs eines US-Krankenversicherers in New York.Bild: keystone

Nach Ermordung von CEO in New York: Keine Todesstrafe für Luigi Mangione

30.01.2026, 18:4630.01.2026, 18:46

Mehr als ein Jahr nach der Tötung des Vorstandschefs eines Krankenversicherers in New York hat eine Richterin die Möglichkeit der Todesstrafe für den angeklagten Luigi Mangione ausgeschlossen. Eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung sei aber als Strafe nach wie vor möglich, entschied Richterin Margaret Garnett in New York. Zudem entschied Garnett, dass bei der Festnahme von Mangione in einem Rucksack gefundene Beweisstücke in dem Prozess verwendet werden dürfen.

Die Entscheidung über das mögliche Strafmass ist ein Rückschlag für US-Justizministerin Pam Bondi, die offen die Todesstrafe für Mangione gefordert hatte. Seine Verteidigung kritisierte dieses Einmischen als «unverfroren politisch».

Tat hatte weltweit zu Schlagzeilen geführt

Der 27-jährige Mangione wird beschuldigt, am 4. Dezember 2024 den Chef des milliardenschweren US-Krankenversicherers United Healthcare, Brian Thompson, gezielt auf einer Strasse im New Yorker Stadtteil Manhattan erschossen zu haben. Der 50-Jährige war nahe dem Times Square aus nächster Nähe niedergeschossen worden und in einem Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben.

Die von Überwachungskameras gefilmte Tat sowie die öffentliche Fahndung führten weltweit zu Schlagzeilen. Der Schütze floh zunächst auf einem Fahrrad und verschwand dann. Fünf Tage später wurde Mangione in einem Fast-Food-Lokal in der Stadt Altoona im US-Bundesstaat Pennsylvania als Tatverdächtiger verhaftet. Nach der Tat hatte es in den USA ungewöhnlich viel Sympathiebekundungen für den mutmasslichen Schützen gegeben. Millionen US-Amerikaner verzweifeln an dem teuren Gesundheitssystem ihres Landes.

Ausser auf Bundesebene laufen auch noch jeweils separate Verfahren gegen Mangione in den Bundesstaaten New York und Pennsylvania. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wintersturm in den USA
1 / 13
Wintersturm in den USA

Ein Wintersturm mit starkem Schneefall und Eisregen hat den Nordosten der Vereinigten Staaten heimgesucht.

quelle: keystone / olga fedorova
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Für kein Geld der Welt Teil der USA»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
19 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Jackie055
30.01.2026 19:28registriert August 2025
Wenn man sich die Praktiken der US Krankenversicherer anschaut, sind die Sympathien für die Tat keineswegs ungewöhnlich.
407
Melden
Zum Kommentar
avatar
B-Arche
30.01.2026 19:06registriert Februar 2016
Was ich vor einem Jahr noch nicht zu sagen gewagt habe wäre heutzutage leider denkbar: Dass ICE-Schergen als Trumps Privat-Armee in das Gefängnis eingelassen werden, Kameras abschalten und plötzlich ist Magione tot. Wie bei Epstein halt.
Die Sprechpuppe (Pressesprecherin) wird dann darauf hindeuten "dass die Gerechtigkeit gesiegt habe" und irgendwas mit Charlie Kirk sagen.
2710
Melden
Zum Kommentar
avatar
The Barbarian
30.01.2026 19:51registriert Oktober 2025
Für diese Tat gab es viel Zuspruch oder Verständnis von einem grossen Teil der arbeitenden Bevölkerung, darum wurde subito sehr schnell sehr wenig darüber berichtet.
203
Melden
Zum Kommentar
19
Diese 5 militärischen Optionen prüft Trump im Konflikt mit Iran
US-Präsident Donald Trump lässt derzeit mehrere militärische Szenarien gegen Iran ausarbeiten. Sie reichen von gezielten Luftschlägen bis hin zu verdeckten Kommandoeinsätzen. Noch ist keine Entscheidung gefallen.
Nach Angaben mehrerer US-Regierungsvertreter hat Präsident Donald Trump in den vergangenen Tagen eine erweiterte Palette möglicher militärischer Schritte gegen Iran prüfen lassen. Die Optionen gehen deutlich über jene hinaus, die noch vor wenigen Wochen im Zusammenhang mit den damaligen Massenprotesten im Land diskutiert wurden. Ziel sei es, Irans Nuklear- und Raketenprogramme weiter zu schwächen oder den politischen Machtkern des Regimes unter Druck zu setzen.
Zur Story