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Hegseth: Waffenstillstand mit Iran hält trotz Provokationen

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Rubio: «Operation ‹Gewaltiger Zorn› ist abgeschlossen» ++ USA legen UN-Resolution vor

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
04.05.2026, 06:1105.05.2026, 22:46
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1:20
Hormus: Trump will Einsatz für Blockade-Aufhebung aussetzen
US-Präsident Donald Trump will seine Initiative für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus «für kurze Zeit» aussetzen. Während des Stopps von «Projekt Freiheit» solle geprüft werden, ob ein Abkommen zwischen Washington und Teheran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Die US-Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, bleibe hingegen in vollem Umfang in Kraft. (sda/dpa)
22:44
USA legen UN-Resolution vor: Iran soll Angriffe stoppen
Zur Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus haben die USA gemeinsam mit verbündeten Golfstaaten eine UN-Resolution entworfen. Darin fordern die Parteien den Iran dazu auf, von weiteren gewaltsamen Eskalationen in der Meerenge abzusehen, wie US-Aussenminister Marco Rubio mitteilte. Teheran solle aufhören, Schiffe anzugreifen, die Meerenge zu verminen und Mautgebühren für eine Durchfahrt zu erheben, heisst es demnach in der Resolution.

An dem Entwurf seien Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar beteiligt gewesen.

«Die Islamische Republik Iran hält die Weltwirtschaft weiterhin als Geisel», sagte Rubio in der Mitteilung. Um eine sichere Schiffsdurchfahrt wieder zu ermöglichen, solle Teheran die Anzahl und die Standorte der verlegten Seeminen offenlegen und helfen, diese zu beseitigen. Zudem solle ein humanitärer Korridor eingerichtet werden. Über die Resolution solle in den kommenden Tagen abgestimmt werden.

Bereits am Montag waren Pläne für eine entsprechende Resolution bekanntgeworden. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte auf die Frage, ob man Opposition in dem mächtigsten UN-Gremium erwarte: «Wir können uns niemanden vorstellen, der der Tatsache widerspricht, dass man internationale Wasserwege nicht verminen und keine Zölle erheben darf.» Der Unterschied zu einer vorangegangen und am Veto von China und Russland gescheiterten Resolution sei, dass nun eine Waffenruhe herrsche und man nicht mehr in einem «heissen Konflikt» stehe. Waltz liess offen, wie die Forderungen durchgesetzt werden sollen. (sda/dpa)
22:43
Rubio: «Operation »Gewaltiger Zorn« ist abgeschlossen»
Der US-Militäreinsatz gegen den Iran ist nach Worten des amerikanischen Aussenministers Marco Rubio bereits beendet. «Die Operation »Gewaltiger Zorn« ist abgeschlossen. Wir haben die Ziele dieser Operation erreicht», sagte er bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. US-Präsident Donald Trump habe den Kongress entsprechend darüber in Kenntnis gesetzt. «Diese Phase haben wir hinter uns. (...) Jetzt widmen wir uns dem »Projekt Freiheit«.» Mit dieser Initiative wollen die USA die Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr und damit für den weltweiten Ölhandel öffnen.

Vergangenen Freitag hatte Trump in einem Brief an den US-Kongress die Kampfhandlungen gegen den Iran für beendet erklärt. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte mehr zwischen den beiden Ländern gegeben, heisst es darin. «Die am 28. Februar 2026 begonnenen Feindseligkeiten sind beendet.» An diesem Tag hatten die USA die Operation «Gewaltiger Zorn» gestartet. Durch diese Interpretation des andauernden Konfliktes mit dem Iran sieht sich die US-Regierung in der Lage, auch ohne Zustimmung des Parlaments weiter im Nahen Osten aktiv sein zu können. (sda/dpa)
22:32
Rubio: USA bemühen sich weiter um diplomatische Lösung
Die USA sind nach Angaben von Aussenminister Marco Rubio weiter «sehr intensiv» damit befasst, Möglichkeiten für eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg auszuloten. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Präsidentenschwiegersohn Jared Kushner bemühten sich darum, sagte Rubio bei einer Pressekonferenz. Falls es einen diplomatischen Weg gebe, könne dieser den Iran zu «Wiederaufbau, Wohlstand und Stabilität» führen.

Ziel der Diplomatie sei es, Verständnis dafür zu entwickeln, über welche Themen der Iran zu verhandeln bereit sei. «Wir müssen die eigentliche Vereinbarung nicht an einem Tag zu Papier bringen – das ist hochkomplex und hochtechnisch». Aber es brauche eine diplomatische Lösung, die klar definiere, über welche Themen der Iran verhandeln wolle und zu welchen Zugeständnissen er von vorneherein bereit sei, damit sich Gespräche lohnten.

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran waren zuletzt weitestgehend festgefahren. Ein zentraler Streitpunkt ist seit langem der Umgang mit Irans Atomprogramm und Teherans Vorräten an hochangereichertem Uran. Berichten zufolge möchte der Iran dieses Thema erst später angehen. Das Weisse Haus wiederum hatte die Herausgabe der Uran-Vorräte zuletzt als eine der roten Linien der US-Regierung in den Verhandlungen mit Teheran bezeichnet. (sda/dpa)

20:48
Irans Militär dementiert Angriffe und droht Emiraten
Irans Militärführung hat Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate dementiert. Es seien in den vergangenen Tagen keinerlei Raketen oder Drohnen auf Ziele in den Emiraten abgefeuert worden, sagte der Sprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija laut einer Mitteilung, die der staatliche Rundfunk verbreitete.

Gleichzeitig drohte der Militärsprecher den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Golfstaat sei zu einem «Stützpunkt der Amerikaner und Zionisten» und zum «Feind der islamischen Welt» geworden. Sollten von seinem Boden aus Angriffe gegen den Iran erfolgen, würden die Angreifer dies bereuen. (sda/dpa)
20:42
IRGC droht Schiffen mit «entschiedenen Massnahmen»
Irans Revolutionsgarden (IRGC) haben allen Schiffen in der Strasse von Hormus gedroht, die nicht die von Iran genehmigte Route benutzen. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars warnte die IRGC, Schiffe müssten den «einzigen sicheren Korridor» nutzen, den der Iran festgelegt habe – andernfalls würden sie mit «entschiedenen Massnahmen» der Marine konfrontiert.
Der iranische Staatssender Press TV berichtete zudem, der Iran habe einen neuen Mechanismus zur Steuerung des Schiffsverkehrs durch die Strasse eingerichtet. Eine Bestätigung der IRGC dazu steht noch aus. (mke)
20:31
Eines der «Project Freedom»-Schiffe fuhr ohne Transpondersignal
Die dänische Reederei Maersk bestätigte, dass ihr Fahrzeugträger «Alliance Fairfax» eines der beiden US-geflaggten Handelsschiffe war, die im Rahmen der «Operation Project Freedom» die Strasse von Hormus passierten. Überprüfen lässt sich das anhand von Schiffsverfolgungsdaten allerdings nicht: Das Schiff hat seit dem 1. März kein Positionssignal mehr gesendet – zuletzt war es westlich der Strasse von Hormus im Golf geortet worden.

Die Durchfahrt muss demnach mit abgeschaltetem Transponder erfolgt sein, was in der Schifffahrt als «Going Dark» bezeichnet wird. Seit Beginn des Konflikts ist dieses Vorgehen weit verbreitet, was die Echtzeit-Verfolgung von Schiffen erheblich erschwert.

Die «Alliance Fairfax» war 2024 im «Maritime Security Program Fleet» des US-Verteidigungsministeriums gelistet – einem Programm, das zivile Handelsschiffe erfasst, die im Bedarfsfall dem US-Militär zur Verfügung stehen. Ob das Schiff in dieser Funktion im Golf unterwegs war, ist nicht bekannt. (mke)
19:59
Raketenalarm in den Emiraten: Lage bleibt unberechenbar
In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wurden am Dienstagabend erneut Raketenalarme ausgelöst. Das Verteidigungsministerium erklärte, die im ganzen Land hörbaren Geräusche seien auf «laufende Abwehroperationen gegen Raketen und Drohnen» zurückzuführen.

Am Vortag hatte das Ministerium bekanntgegeben, die Luftabwehr habe zwölf ballistische Raketen, drei Marschflugkörper und vier Drohnen aus dem Iran abgefangen. Das Bildungsministerium ordnete an, Kindergärten sowie öffentliche und private Schulen im ganzen Land sollten bis Freitag auf Fernunterricht umstellen.

Die Lage bleibt unberechenbar: Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, die VAE würden Flüge bis zum 11. Mai auf wenige genehmigte Routen beschränken. Noch am Vortag hatte der Chef des Flughafens Dubai angekündigt, den Betrieb nach vollständiger Freigabe des Luftraums wieder hochzufahren. (mke)
19:48
Kamikaze-Delfine: Gerücht sorgt für Aufsehen am Pentagon-Briefing
Ein Journalist fragte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Pentagon-Briefing nach Berichten über iranische «Kamikaze-Delfine». Hegseths Antwort: «Ich kann weder bestätigen noch dementieren, ob wir Kamikaze-Delfine haben. Aber ich kann bestätigen, dass sie keinen haben.»

Ausgangspunkt war ein Bericht des «Wall Street Journal», wonach der Iran erwäge, bisher ungenutzte Waffen gegen US-Kriegsschiffe einzusetzen – darunter Unterseeboote und mit Minen bestückte Delfine. Das Thema wurde seither in US-Medien wie CNN und Fox News aufgegriffen. Iranische Medien bezeichneten die Behauptungen als «seltsam». Eine offizielle Bestätigung für den Einsatz von Delfinen durch das iranische Militär gibt es nicht. Die iranische Mission in der indischen Stadt Hyderabad postete auf X ein KI-generiertes Bild eines Delfins mit einem mit «Sprengstoff» beschrifteten Behälter. «Sie haben es endlich ausgeplaudert», schrieb die Mission dazu.

Tatsächlich unterhält die US-Marine ein eigenes Meeressäuger-Programm, das Delfine zur Ortung von Unterwasserminen sowie Seelöwen zur Suche nach verdächtigen Gegenständen ausbildet.



Dieses Bild aus dem Jahr 2003 zeigt einen Delfin, der von der US-Marine ausgebildet wurde und einen Sensor an einer seiner Flossen trägt. (mke)
19:27
Waffenstillstand mit Iran: Niemand nennt die rote Linie
Die zentrale Frage des Tages blieb unbeantwortet: Was genau würde das Ende des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran bedeuten? Weder Trump im Oval Office noch Verteidigungsminister Hegseth im Pentagon gaben darauf eine klare Antwort.

Offiziell gilt der Waffenstillstand vom 8. April weiterhin – trotz mindestens zehn iranischer Angriffe auf amerikanische Schiffe. General Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, erklärte, diese Angriffe erreichten nicht die «Schwelle» für eine Rückkehr zu landesweiten Kampfoperationen wie während der «Operation Epic Fury» zu Kriegsbeginn.

Trump antwortete auf die Frage nach einer möglichen Waffenstillstandsverletzung schlicht mit «Sie werden es erfahren». Einen militärischen Einsatz gegen den Iran schloss er nicht aus – dieser sei «durchaus eine Möglichkeit», falls der Iran sich «schlecht benehme oder etwas Schlechtes tue». Was genau darunter fällt, liess er offen. Eine verhandelte Lösung bezeichnete Trump weiterhin als möglich. (mke)
18:20
Trump: USA schliessen «gewaltige Deals» zur Öffnung der Strasse von Hormus
Trump erklärte im Oval Office, die USA führten «gewaltige» Verhandlungen mit Südkorea und Japan zur Wiedereröffnung der Strasse von Hormus. Für sein geplantes China-Besuch nächste Woche erwartet er ein positives Gespräch mit Präsident Xi Jinping.
Die Seeblockade funktioniere sehr gut, so Trump, und der Iran «wolle einen Deal». «Sie spielen Spielchen, aber glauben Sie mir, sie wollen einen Deal», sagte er. (mke)

18:19
Emirate melden neue Angriffe Irans
Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate nach Angaben der dortigen Regierung am zweiten Tag in Folge mit Raketen und Drohnen angegriffen. Die Flugabwehr reagiere auf diese Angriffe, teilte das emiratische Verteidigungsministerium mit. «Bitte bleiben Sie an einem sicheren Ort und folgen Sie den offiziellen Kanälen für Warnungen und Neuigkeiten», hiess es in einer Mitteilung der Behörde für Katastrophenschutz. Anwohner sollten herabfallende Trümmer nicht anfassen oder fotografieren und sich ihnen auch nicht nähern.

Der Iran hatte den Golfstaat am Montag erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor rund vier Wochen wieder angegriffen. US-Präsident Donald Trump hatte die Feuerpause zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängert. Die iranischen Streitkräfte bezeichneten ihren Angriff als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der blockierten Strasse von Hormus. Bei dem Angriff gerieten Ölanlagen im emiratischen Hafen von Fudschaira in Brand. Trump drohte dem Iran daraufhin erneut mit der Vernichtung. (sda/dpa)
18:15
Trump: «Iran weiss, was er nicht tun darf»
Auf die Frage, was der Iran tun müsste, um den Waffenstillstand zu verletzen, antwortete US-Präsident Donald Trump ausweichend: «Sie wissen, was sie zu tun haben – oder vielmehr, was sie nicht tun dürfen.» Was konkret als Verstoss gelten würde, liess er offen.
Zur iranischen Marine sagte Trump, diese verfüge über keine richtigen Schiffe mehr, sondern nur noch über acht «kleine Boote» – die inzwischen ebenfalls «weg» seien. Zur Seeblockade iranischer Häfen erklärte Trump, kein iranisches Schiff habe die Blockade durchbrechen können. Ein Versuch sei gescheitert, nachdem US-Kräfte das Schiff nach einer Warnung mit einem gezielten Schuss auf den Motor gestoppt hätten. (mke)
17:54
Trump: Irans Marine auf «kleine Boote mit Maschinengewehren» reduziert
US-Präsident Donald Trump hat seine Einschätzung des Kriegsverlaufs weiter ausgeführt. Ohne den US-Eingriff hätte der Iran eine Atomwaffe gehabt – «vielleicht wären wir jetzt nicht alle hier», so Trump. Zum Kontext: Die UNO, die USA und die EU verhängten ab 2010 weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, weil sie vermuteten, das Atomprogramm diene der Entwicklung einer Bombe. Teheran besteht darauf, das Programm sei ausschliesslich ziviler Natur.

Trump erklärte weiter, die USA hätten den Iran «schwer geschlagen». Die iranische Marine sei auf «kleine Boote mit einem Maschinengewehr vorne drauf» reduziert worden. Er behauptete, der Iran habe den Krieg mit 159 Schiffen begonnen – «jedes einzelne Schiff liegt jetzt auf dem Meeresgrund». Auf Truth Social hatte Trump am Montag bereits geschrieben, die USA hätten «sieben kleine Boote» abgeschossen. (mke)
17:52
Trump: «Iran hat keine Chance. Hatten sie nie.»
US-Präsident Donald Trump hat sich am Rande eines anderen Termins im Oval Office zum laufenden Konflikt mit dem Iran geäussert. «Iran hat keine Chance», sagte Trump. «Hatten sie nie. Sie wissen es. Sie sagen es mir, wenn ich mit ihnen spreche, und dann gehen sie vor die Kameras und erzählen, wie gut es ihnen geht.»

Trump wiederholte seine bekannte Einschätzung, die USA hätten das iranische Militär, die Marine, die Luftwaffe und die Führung ausgeschaltet. Zudem bekräftigte er: «Wir können es nicht zulassen, dass der Iran eine Atomwaffe bekommt.» (mke)

17:50
«Project Freedom»: Was hinter der US-Operation in der Strasse von Hormus steckt
Seit Montag («Nahost-Zeit») führen die USA die «Operation Project Freedom» durch. Dabei begleiten US-Streitkräfte Handelsschiffe durch die Strasse von Hormus, die vom Iran faktisch blockiert wird.

Trump hatte die Operation am Sonntag angekündigt und erklärt, Länder aus aller Welt hätten die USA um Hilfe gebeten, ihre Schiffe «zu befreien». Er bezeichnete den Einsatz als «humanitäre Geste». Laut US-Zentralkommando (Centcom) ist die Operation für die regionale Sicherheit und die Weltwirtschaft «unerlässlich» – die Ölpreise liegen demnach rund 50 Prozent höher als vor dem Krieg.

Verteidigungsminister Pete Hegseth nannte als Ziel den Schutz der «unschuldigen Handelsschifffahrt vor iranischer Aggression». 15'000 Militärangehörige sind an der Operation beteiligt. Hegseth sprach von einer «roten, weissen und blauen Kuppel», die US-Kräfte über der Meerenge errichtet hätten. Die Operation sei zeitlich begrenzt. Als Beleg für den Erfolg verwies er darauf, dass bereits zwei Schiffe die Durchfahrt geschafft hätten.
Laut US-Angaben sitzen derzeit 22'500 Seeleute auf 1550 Handelsschiffen im Golf fest. (mke)
17:39
US-Zentralkommando: 51 Schiffe im Rahmen der Iran-Blockade abgefangen
Das US-Zentralkommando (Centcom) hat bekanntgegeben, dass bislang 51 Schiffe im Rahmen der Seeblockade iranischer Häfen umgeleitet worden sind. Die USA hatten im April angekündigt, Schiffe auf dem Weg zu oder von der iranischen Küste abzufangen oder zurückzuweisen, um die Einnahmen des Regimes aus Ölexporten zu beschränken.

Die Blockade ist von der «Operation Project Freedom» zu unterscheiden, die Trump am Sonntag ankündigte und die darauf abzielt, in der Strasse von Hormus festsitzende Handelsschiffe herauszugeleiten. (mke)
17:38
GPS-Störungen erschweren Schiffsverfolgung in der Strasse von Hormus
Die Verfolgung von Schiffen rund um die Strasse von Hormus wird zunehmend schwieriger. Weitverbreitete GPS-Störungen verfälschen die Darstellung von Frachtern und Tankern auf Überwachungsplattformen wie MarineTraffic.

Das BBC-Rechercheteam BBC Verify hat Auffälligkeiten dokumentiert: Schiffe erscheinen scheinbar gebündelt an einem einzigen Ort nahe dem emiratischen Hafen Fujairah, andere verschwinden zeitweise ganz von den Tracking-Systemen. Laut Dimitris Ampatzidis, Experte für maritime Risiken beim Datenanbieter Kpler, ist es «ungewöhnlich», dass scheinbar unverbundene Schiffe sich an «derselben kleinen Stelle zu sammeln» scheinen. In den meisten Fällen befänden sich die Schiffe nicht tatsächlich dort – es handle sich vielmehr um Störungen des automatischen Identifikationssystems AIS.

Dies unterscheidet sich vom bewussten Abschalten des AIS-Transponders, was zum vollständigen Verschwinden eines Schiffes aus den Tracking-Feeds führt. Störungen hingegen erzeugen falsche oder fehlerhafte Positionsangaben: Schiffe scheinen plötzlich den Standort zu wechseln, sich in unwahrscheinlich geraden Linien zu bewegen oder an Land aufzutauchen. Laut Kpler-Daten sind derzeit rund 2000 Schiffe betroffen. Experte Samir Madani von TankerTrackers.com erklärt gegenüber BBC, solche Störungen stünden oft im Zusammenhang mit militärischen Abwehrmassnahmen in Konfliktzonen, wo GPS gezielt gestört werde, um Drohnenangriffe abzuwehren. (mke)

17:23
Waffenstillstand im Golf in ernsthafter Gefahr
Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran ist vier Wochen alt und zeigt deutliche Risse. Die gegenseitige Druckpolitik beider Seiten gefährdet ihn zunehmend.
Nach dem Waffenstillstand öffnete sich kurzzeitig ein diplomatisches Fenster. Amerikanische und iranische Vertreter trafen sich in Islamabad zu Gesprächen – ohne Ergebnis. Pakistan versucht seither, den Prozess wieder in Gang zu bringen, bislang ohne Erfolg. Beide Seiten wollen zwar eine Einigung, verfolgen aber unterschiedliche Vorstellungen und halten an ihren roten Linien fest. Solange keine Seite zu Konzessionen bereit ist, bleibt ein Rückfall in offene Kampfhandlungen jederzeit möglich.
Das Risiko von Fehlwahrnehmungen und Fehlkalkulationen ist hoch – beides klassische Mechanismen, durch die Krisen eskalieren. Die Entscheidung der USA, zwei Handelsschiffe durch die Strasse von Hormus zu eskortieren, musste zwangsläufig eine iranische Reaktion provozieren. Ob es dabei bleibt oder ob weitere Aktionen und Gegenreaktionen den Konflikt wieder in einen Vollkrieg treiben, ist die drängende Frage der Woche. (mke)
17:00
Pentagon-Pressekonferenz: Viel Rhetorik, wenig Klarheit
Die Pressekonferenz von Verteidigungsminister Pete Hegseth war kämpferisch im Ton, liess aber zentrale Fragen offen. Ob die USA Handelsschiffe durch die Strasse von Hormus eskortieren würden, blieb unbeantwortet – die Frage wurde weder gestellt noch von Hegseth von sich aus adressiert.

Auch für Reedereien blieb unklar, wie genau Durchfahrten koordiniert werden sollen – eine entscheidende Information, um zu beurteilen, ob es sicher ist, Schiffe in die Region zu schicken.
Hegseth und General Caine betonten den «defensiven» Charakter der Operation und die «überwältigende» Feuerkraft der US-Streitkräfte. Die Durchfahrt von US-Militärschiffen sowie zweier amerikanischer Handelsschiffe durch die Strasse von Hormus solle zeigen, dass die Route offen sei – eine Botschaft, die Admiral Brad Cooper vom Zentralkommando bereits am Vortag ähnlich formuliert hatte.

Bislang scheint das jedoch nicht zu genügen: Weder das Vertrauen der Reedereien noch die Bereitschaft der Versicherungsbranche, Schiffe durch die Region zu schicken, sind ausreichend gewachsen. (mke)
16:56
US-General Dan Caine: Schwelle für Kriegswiederaufnahme ist Chefsache
Auf die Frage, welches Ausmass iranischer Angriffe die Schwelle für eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen erreichen würde, verwies US-General Dan Caine auf die politische Führung – das sei eine Entscheidung «über seiner Lohnklasse». Der Iran führe derzeit lediglich «niedrigschwellige Belästigungsangriffe» durch und greife nach Strohhalmen, so Caine. Die Kommando- und Kontrollstrukturen des Iran seien geschwächt; Teheran habe Mühe, die Frontlinie zu halten. (mke)

16:53
Hegseth: «USA haben die Oberhand»
Auf die Frage, warum Trump von seiner ursprünglichen Forderung nach einer bedingungslosen Kapitulation des Iran abgerückt sei, wies Verteidigungsminister Hegseth den Vorwurf scharf zurück. Der Präsident habe «nichts aufgegeben» und halte «die Karten in der Hand». Die USA hätten weiterhin «die Oberhand». Trump habe zudem klargemacht, dass der Einsatz kein «Nation-Building-Projekt» werden solle. (mke)

16:52
Hegseth: Waffenstillstand mit Iran hält trotz Provokationen
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat an einer Pentagon-Pressekonferenz betont, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran trotz jüngster Zwischenfälle weiterhin halte. Iranische Schnellboote hätten zwar im Persischen Golf und in der Strasse von Hormus Provokationen verübt, diese erreichten jedoch nicht die Schwelle für eine Rückkehr zu vollständigen Kampfoperationen. Hegseth und General Caine unterschieden klar zwischen dem Ziel der «Operation Project Freedom» – der Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit in der Region – und der breiteren Auseinandersetzung mit dem Iran. In den USA ist der Konflikt laut Umfragen wenig populär; aus den Reihen republikanischer Parlamentarier wächst der Widerstand gegen einen offenen Einsatz in grosser Entfernung. Offen bleibt, ob Reedereien und Versicherungen der Sicherheitslage genug vertrauen, um die Durchfahrt ihrer Schiffe zu riskieren. (mke)
11:40
Pakistan mahnt zur Einhaltung der Waffenruhe
Nach neuen Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat der Vermittlerstaat Pakistan zu Zurückhaltung gemahnt.

Es sei «absolut essenziell, dass die Waffenruhe gewahrt und respektiert» werde, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X. Zudem verurteilte Sharif Raketen- und Drohnenangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Der Iran hatte am Montag Ölanlagen im Hafen von Fudschaira angegriffen.



Bis zum Dienstagvormittag lagen keine offiziellen Berichte über weitere Angriffe in der Region oder Zwischenfälle in der Strasse von Hormus vor. Der Streit über die blockierte Meerenge gefährdet die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. (sda/dpa)
9:54
Iranische Staatsmedien: Mehrere Schiffen in Hafen stehen in Flammen
Laut iranischen Staatsmedien brennen im iranischen Hafen Dayyer mehrere Schiffe. Auf zwei Schiffen sei ein Feuer ausgebrochen, das auf zwei weitere Schiffe übergegriffen habe. Die Brandursache sei noch unklar. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. (hkl)
7:04
Feuer auf Frachtschiff in Strasse von Hormus gelöscht
Das nach einer Explosion ausgebrochene Feuer auf einem Schiff der südkoreanischen Reederei HMM Co. in der Strasse von Hormus ist mittlerweile gelöscht worden. Die Besatzung habe vier Stunden zum Löschen der Flammen benötigt, berichtete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen Vertreter des Unternehmens. Todesopfer gebe es nicht. Auch über mögliche Verletzungen der 26-köpfigen Besatzung ist nichts bekannt.

Das Schiff lag laut Yonhap zum Zeitpunkt der Explosion in Gewässern nahe den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Meerenge vor Anker. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor am Montag (Ortszeit) auf der Online-Plattform Truth Social geschrieben, dass der Iran ein südkoreanisches Frachtschiff beschossen habe.

Von der Reederei selbst wurde ein Angriff bislang nicht bestätigt. Yonhap zitierte einen Mitarbeiter von HMM Co., demzufolge bisher nicht klar sei, «ob es einen äusseren Angriff gab oder ob die Explosion durch ein internes Problem auf dem Schiff verursacht wurde». Das Schiff soll nun in den kommenden Tagen mit Hilfe eines Schleppers nach Dubai gebracht werden. (sda/dpa)

7:02
Iranischer Aussenminister: «Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse»
Der Iran warnt die USA davor, die von ihm blockierte Strasse von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr freizumachen. «Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse», schrieb Irans Aussenminister Abbas Araghtschi in der Nacht auf der Plattform X mit Blick auf die von US-Präsident Donald Trump verkündete Initiative für ein Ende der Blockade der Meeresenge. «Die Ereignisse in der Strasse von Hormus machen deutlich, dass es keine militärische Lösung für eine politische Krise gibt.»

Zwar hat auch der Iran ein Interesse daran, sein Öl über die Strasse von Hormus zu exportieren. Strittig ist aber weiterhin, welche Schiffe die Meerenge passieren dürfen und wer die Kontrolle darüber haben soll.

Araghtschi behauptete weiter, die Verhandlungen für ein Ende des Kriegs machten «dank des grossen Einsatzes Pakistans Fortschritte». Die USA sollten darauf achten, «sich nicht von böswilligen Kräften wieder in einen Sumpf hineinziehen zu lassen». Das Gleiche gelte auch für die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

US-Präsident Trump hatte am Sonntag den Start einer Initiative mit dem Titel «Projekt Freiheit» verkündet. Laut dem zuständigen US-Regionalkommando (Centcom) waren am Montag Zerstörer durch die Strasse von Hormus in den Persischen Golf eingefahren. Zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten das Seegebiet verlassen können, hiess es. Unabhängige Bestätigungen dafür gab es nicht.

Die iranischen Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben mehrere Raketen als Warnung in Richtung der US-Kriegsschiffe ab. Darüber hinaus bestätigte der Iran einen Angriff auf Ölanlagen im Hafen von Fudschaira in den VAE, die in Brand gerieten. Als Begründung nannte ein Militärvertreter eine «illegale Passage» von US-Kriegsschiffen durch die Strasse von Hormus. Fudschaira ist ein Hafen, von dem aus die VAE ihr Öl exportieren können, ohne dass Tanker durch die Strasse von Hormus fahren müssen.

Am 8. April war unter Vermittlung Pakistans eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran vereinbart worden, die nun brüchig zu werden scheint. Die Gespräche zwischen den Konfliktparteien haben bisher keine Ergebnisse gebracht. Die Öffnung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ist neben dem iranischen Atomprogramm einer der Knackpunkte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Konflikts. (sda/dpa)
21:23
Irans Streitkräfte verteidigen Angriff auf Emirate
Irans Streitkräfte haben ihren Angriff auf Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten verteidigt. Die Attacke sei zunächst nicht geplant gewesen, sagte ein namentlich nicht genannter Militärvertreter dem staatlichen iranischen Rundfunk. Sie sei jedoch Ergebnis des «Abenteurertums der US-Armee», hiess es zur Begründung. Konkret nannte der Vertreter eine «illegale Passage von Schiffen durch verbotene Routen der Strasse von Hormus». Dafür müsse die US-Marine Rechenschaft ablegen. (sda/dpa)
20:32
Trump droht Iran bei Angriff auf US-Schiffe mit Vernichtung
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran für den Fall von Angriffen auf US-Schiffe mit Vernichtung gedroht. Der Iran werde «von der Erde gefegt», sollte er Schiffe angreifen, die im Rahmen der neuen US-Initiative zur Öffnung der Strasse von Hormus im Einsatz seien, zitierte der Sender Fox News Trump nach einem Interview.

Trump sagte demnach auch, dass die USA militärisch gut aufgestellt seien: Das US-Militär verfüge über mehr Waffen und Munition besserer Qualität als zuvor. «Wir haben die beste Ausrüstung. Wir haben überall auf der Welt Material. Wir haben überall auf der Welt Stützpunkte. (...) Wir können all das Material einsetzen, und das werden wir auch tun, wenn es nötig ist.» (sda/dpa)
20:32
USA werben für UN-Resolution: Iran soll Drohungen einstellen
Die USA wollen im UN-Sicherheitsrat für eine Resolution zur Sicherung der Strasse von Hormus werben. Darin soll der Iran aufgefordert werden, seine Angriffe und Drohungen gegen die Handelsschifffahrt einzustellen, das Verlegen von Seeminen in der Meerenge zu unterlassen sowie seine Versuche zur Erhebung illegaler Zölle zu beenden, sagte der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz. Der Text werde gemeinsam mit Bahrain und anderen Golfstaaten erarbeitet.



Zur Frage, ob man Opposition in dem mächtigsten UN-Gremium erwarte, sagte Waltz: «Wir können uns niemanden vorstellen, der der Tatsache widerspricht, dass man internationale Wasserwege nicht verminen und keine Zölle erheben darf.» Unterschied zu einer vorangegangen und am Veto von China und Russland gescheiterten Resolution sei, dass nun eine Waffenruhe herrsche und man nicht mehr in einem «heissen Konflikt» stehe. Waltz liess offen, wie die Forderungen durchgesetzt werden sollen. (sda/dpa)
20:25
USA melden Zerstörung iranischer Schnellboote
Die USA haben inmitten einer Waffenruhe im Iran-Krieg mehrere Schnellboote der Islamischen Republik zerstört. Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social von sieben Schiffen, der Kommandeur des zuständigen Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper, berichtete von sechs versenkten Booten.

Trump schrieb zur Begründung, der Iran habe einige in dem Krieg unbeteiligte Nationen angegriffen – darunter ein südkoreanisches Frachtschiff. Abgesehen von diesem Schiff sei bislang kein weiteres bei der Durchfahrt der Strasse von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman zu Schaden gekommen.

Der staatliche iranische Rundfunk dementierte die Berichte über versenkte Schnellboote unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Militärquelle.

Was der Centcom-Kommandeur über die US-Angriffe sagt

CNN zitierte Admiral Cooper mit der Aussage, dass der Iran zuvor mehrere Marschflugkörper, Drohnen und kleine Boote gegen US-Kriegsschiffe sowie geschützte Handelsschiffe eingesetzt habe. Die iranischen Boote seien daraufhin von US-Hubschraubern angegriffen worden.

Die US-Streitkräfte hätten zudem einen Durchgang durch die strategisch wichtige Meerenge gesichert. Eine direkte Eskorte ziviler Schiffe gebe es jedoch nicht, sagte Cooper. (sda/dpa)
19:33
Bennett sieht Angriffe auf Emirate als Kriegserklärung Irans
Der ehemalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennett hat die neuen iranischen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate als Kriegserklärung eingestuft. «Dies ist de facto eine Erklärung der Wiederaufnahme des iranischen Krieges gegen die Verbündeten der Vereinigten Staaten und Israels in der gesamten Region», schrieb der Oppositionspolitiker in einem Post auf X.



«Der Iran versucht weiterhin, die Region einzuschüchtern, und stellt eine Bedrohung für die globale Sicherheit dar», schrieb Bennett zudem. «Wir stehen an der Seite unseres Verbündeten.»

Ein israelischer Militärvertreter teilte mit, die Armee beobachte die Lage genau und befinde sich weiterhin in hoher Alarmbereitschaft. Die Anweisungen des Zivilschutzes für die Bürger seien aber vorerst unverändert. (sda/dpa)
19:32
Emirate behalten sich Reaktion auf Irans Angriff vor
Nach einem erneuten iranischen Angriff behalten sich die Vereinigten Arabischen Emirate eigenen Angaben zufolge das Recht auf eine Reaktion vor. Die Emirate würden ihre Sicherheit und Souveränität schützen und behielten sich das «volle und legitime Recht» vor, auf die Angriffe im Einklang mit dem Völkerrecht zu reagieren, teilte das Aussenministerium mit.

Die Angriffe stellten eine «gefährliche Eskalation und eine inakzeptable Grenzüberschreitung» dar und bedrohten unmittelbar Sicherheit, Stabilität und territoriale Integrität des Landes. Das Aussenministerium verurteilte die Attacken mit Raketen und Drohnen auf zivile Ziele scharf. Von iranischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für Schüsse auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Abu Dhabi rief dazu auf, die Angriffe umgehend einzustellen und eine vollständige Einstellung der Feindseligkeiten sicherzustellen. Die Vereinigten Arabischen Emirate machten den Iran «voll verantwortlich» für die Angriffe und deren Folgen. Drei indische Mitarbeiter seien verletzt worden, hiess es weiter. (sda/dpa)
19:01
Oman meldet Angriff nahe der Strasse von Hormus
Inmitten wachsender Spannungen im Iran-Krieg hat der Oman einen Angriff auf ein Wohngebäude gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency berichtete, dass der Angriff die Region um Buch getroffen habe. Dabei handelt es sich um einer vom übrigen Staatsgebiet getrennte Exklave an der Strasse von Hormus. Zunächst war nicht klar, von wem der Angriff ausging.

Bei dem Angriff seien ausländische Arbeiter verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur weiter unter Berufung auf Sicherheitsquellen. Sie hätten schwere bis mittelschwere Verletzungen erlitten. Ausserdem seien vier Fahrzeuge beschädigt worden. In einem benachbarten Haus gingen demnach Fensterscheiben zu Bruch. Die Behörden nahmen Ermittlungen zu dem Vorfall auf. (sda/dpa)
17:43
Emirate: Grossbrand nach iranischem Drohnenangriff
Erstmals seit Beginn der Waffenruhe haben sich die Spannungen am Persischen Golf wieder deutlich zugespitzt. Nach offiziellen Angaben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist nach einem iranischen Drohnenangriff ein Grossbrand in einem Industriegebiet ausgebrochen. Betroffen sei die Hafenstadt Fudschaira. Der Zivilschutz sei dabei, die Lage unter Kontrolle zu bringen.



Ausserdem fing das Militär drei Raketen aus dem Iran ab. Eine weitere Rakete sei im Meer niedergegangen, hiess es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums. In mehreren Regionen des Golfstaats sei die Flugabwehr zu hören gewesen. Zuvor war die Bevölkerung aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen.

Von iranischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für Schüsse auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Land war schon zu Kriegsbeginn besonders von iranischen Angriffen betroffen, mit denen Teheran seinerseits auf Angriffe der USA und Israels reagiert hatte. (sda/dpa)
17:46
Vereinigte Arabische Emirate fangen iranische Raketen ab
Inmitten gefährlicher Spannungen am Persischen Golf hat die Armee der Vereinigten Arabischen Emirate nach eigenen Angaben drei iranische Raketen abgefangen. Eine weitere Rakete sei im Meer niedergegangen, hiess es in einer Erklärung des emiratischen Verteidigungsministeriums. In mehreren Regionen des Landes sei die Flugabwehr zu hören gewesen. Die Erklärung erfolgte kurz nachdem die Behörden mitgeteilt hatten, dass die Flugabwehr auf eine Bedrohung reagiere, und die Bevölkerung aufgefordert hatten, sich in Sicherheit zu bringen.

Es ist die erste Warnung des Golfstaates seit dem 8. April, als eine zwischen den USA und Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe begann, die von US-Präsident Donald Trump einseitig verlängert wurde. Die Vereinigten Arabischen Emirate waren unter den Golfstaaten besonders von iranischen Angriffen betroffen, mit denen Teheran seinerseits auf Angriffe der USA und Israels reagiert hatte.

Nutzer in den sozialen Medien hatten zuvor über den Start einer Rakete nahe der zentralen iranischen Metropole Isfahan berichtet. Von iranischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für Angriffe auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten. (sda/dpa)
12:29
Bericht: Iran soll US-Kriegsschiff angegriffen haben
Gemäss der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars soll der Iran in der Strasse von Hormus ein US-Kriegsschiff angegriffen haben. Gemäss Medienberichten soll es von zwei Raketen getroffen worden sein. Der Iran hatte bereits damit gedroht, amerikanische Schiffe anzugreifen, sollten diese die Blockade ignorieren.

Wie die Nachrichtenagentur berichtet, wollen iranische Streitkräfte US-Verbände daran gehindert haben, in die Strasse von Hormus einzufahren. Durch Warnungen seien die «feindlichen Zerstörer» an der Einfahrt gehindert worden.

Die Nachrichtenagentur Tasnim kündigte an, zeitnah nähere Details zu berichten. Unabhängig konnten die Angaben nicht überprüft werden. Von US-Seite gab es zu den angeblichen Vorfällen keine Angaben. (vro/sda)
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Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA geben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt weiterhin. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin blockiert.
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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
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USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
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764 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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