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Türkische Luftwaffe fliegt im Nordirak massive Angriffe gegen die PKK

Türkische Luftwaffe fliegt im Nordirak massive Angriffe gegen die PKK

08.09.2015, 08:5708.09.2015, 09:35

Nach dem verheerenden Anschlag von PKK-Rebellen auf die türkischen Streitkräfte hat Ankara in der Nacht zum Dienstag massive Luftangriffe gegen Ziele der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak geflogen. Dabei wurden «35 bis 40 Terroristen» getötet.

Dies meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Morgen. Die Regierung bezeichnet die kurdischen Aufständischen als Terroristen. Mehr als 50 Kampfflugzeuge hätten sechs Stunden lang insgesamt 20 Ziele bombardiert, berichtete Anadolu.

PKK-Rebellen hatten am Sonntag im südtürkischen Daglica in der Nähe der irakischen Grenze einen Bombenanschlag auf einen Militärkonvoi verübt. Nach Militärangaben wurden 16 Soldaten getötet und sechs weitere verletzt. Unter den Getöteten befindet sich nach PKK-Angaben ein türkischer Oberstleutnant.

Der türkisch-kurdische Konflikt ist wieder einmal in vollem Gange: Antikurdische Demonstration in Istanbul (6. September 2015).
Der türkisch-kurdische Konflikt ist wieder einmal in vollem Gange: Antikurdische Demonstration in Istanbul (6. September 2015).
Bild: CEM TURKEL/EPA/KEYSTONE

PKK soll «ausgelöscht» werden

Die türkische Luftwaffe hatte bereits am Montag als Reaktion zahlreiche PKK-Stellungen angegriffen. Regierungschef Ahmet Davutoglu sagte, die PKK solle nun «ausgelöscht» werden.

Seit dem Ende der Waffenruhe zwischen der Regierung und der PKK Ende Juli liefern sich Sicherheitskräfte und Anhänger der Rebellenbewegung täglich Gefechte. Der Anschlag vom Sonntag war der mit Abstand folgenschwerste und vermutlich der schwerste PKK-Angriff seit Mai 1993, als 33 unbewaffnete Soldaten getötet worden waren.

Seit Ende Juli wurden laut amtlichen Medien bereits etwa tausend PKK-Kämpfer getötet. Fast 70 Polizisten und Soldaten starben bei PKK-Anschlägen oder bei Gefechten. Die Hoffnungen auf ein Ende des drei Jahrzehnte andauernden Konflikts rückten wieder in weite Ferne.

(sda/afp)

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