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Rund Hundert Bootsflüchtlinge auf thailändischer Insel entdeckt

16.05.15, 09:54 16.05.15, 10:34

Auf einer Insel der südthailändischen Provinz Phang Nga haben die Behörden am Samstag 107 gestrandete Flüchtlinge entdeckt. Wie sie auf die Insel gelangten, sei noch nicht geklärt, sagte der Provinzgouverneur der Nachrichtenagentur Reuters.

Tausende andere Flüchtlinge treiben dagegen weiterhin in Booten auf dem Meer, da kein Land bereit ist, sie aufzunehmen. Ein Boot voll mit Flüchtlingen wurde am Samstag von der thailändischen Marine wieder aufs offene Meer geschleppt.

Die Menschen kommen vor allem aus Bangladesch und Myanmar. In der vergangenen Woche schafften es 2500 Flüchtlinge, nach Indonesien und Malaysia zu gelangen. Die Vereinten Nationen haben an die Anrainerstaaten appelliert, die Menschen zu retten.

Ausgelöst wurde die jüngste Flüchtlingskrise durch ein verschärftes Vorgehen Thailands gegen Schlepperbanden. Da die üblichen Schmuggelrouten für die Menschenhändler zu gefährlich wurden, haben sie die Flüchtlingsboote verlassen und die Menschen allein ihrem Schicksal auf hoher See überlassen. (sda/reu)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Sapere Aude 16.05.2015 15:43
    Highlight Das von vielen gerühmte australische System im Umgang mit Flüchtlingen verdeutlicht nur den Zynismus der westlichen Wohlstandsgesellschaft. Australier, deren Vorfahren selbst Einwanderer waren und die Urbevölkerung gnadenlos ausgenutzt haben und bis heute ihre Rechte beschneiden, wehren sich gegen Einwanderer. In ihrer Logik sollten sie Australien verlassen und dort zurückgehen, wo sie her kommen. Aber wir Schweizer sind nicht besser. Wir gehen schon auf die Strasse wenn es um einige tausend Flüchtlinge geht, haben aber jahrzehntelang gerne das Geld der jeweiligen Diktatoren eingesackt und damit die heute Lage unterstützt, die die Menschen überhaupt erst zur Flucht bewogen haben. Es wird Zeit für uns, Verantwortung zu übernehmen! Flüchtlinge lassen sich nicht mit Zäunen aufhalten, oder wenn ihre Schiff zurück aufs Meer gezogen werden. Wie immer versuchen wir die Probleme abzuschieben und davon noch zu profitieren.
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  • zombie1969 16.05.2015 10:14
    Highlight Thailand, Indonesien und Malaysia sind souveräne Länder die ihre Einwanderungspolitik selbst bestimmen. Offensichtlicher Bestandteil dieser Souveränität scheint die Abweisung Illegaler und der Schutz der eigenen Bevölkerung zu sein.

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    • 足利 義明 Oyumi Kubo 16.05.2015 11:27
      Highlight Was ist daran falsch?
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    • Angelo C. 16.05.2015 11:38
      Highlight Nicht zu vergessen Australien, welches das alles am Besten und Effizientesten handhabt. Starke Marinepräsenz vor der 5-Meilen-Zone. Alle Schiffe und Boote werden abgewiesen, wenn nötig mit Wasser und Lebensmitteln versorgt, und wenn sie gekentert sind, zwar gerettet, jedoch dann nach Papua Neuguinea verfrachtet, wo ihr von Australien bezahltes Flüchtlingslager auf fremdem Territorium steht. Dort kann man dann einen Asylantrag stellen und wird der abgewiesen, so ist es dem Antragsteller unbenommen, entweder auf eigene Kosten in sein Herkunftsland zurückzukehren oder weiterhin das Gastrecht in diesem preiswert und auf tiefem Niveau betriebenen Flüchtlingslager zu beanspruchen. Das sind konsequente Haltungen dieser Länder, die wissen, was sonst unendlich und zahlenmässig nicht mehr kontrollierbar abgehen würde. Europa windet sich zwar noch, wird aber bald ähnlich wirksame Massnahmen beschliessen müssen, die zwar nicht ganz so weit gehen, aber doch ähnlich greifen. Es ist mehr auf sein Ansehen bedacht als Andere, will aber genausowenig ganze Kontinente hier ansiedeln, deren Menschen hier meist weder beruflich noch mentalitätsmässig integrierbar sind. Man nennt sowas Realpolitik.
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    • Sapere Aude 16.05.2015 13:17
      Highlight Das menschenverachtende australische System ist nur bedingt auf Europa anwendbar. Weder ist Europa ein Inselkontinent, noch hat es verlässliche Partner wo solche Internierungslager aufbauen könnte. Weder in Lybien, noch Ägypten noch Allgerien. Tunesien und Maroko evtl. Kommt dazu dass wir über einige Tausend Flüchtlinge bereits jammern und uns dagegen wehren? Was soll dann der Libanese sagen, in dessen Land 60% Flüchtlinge leben? Australien hätte genug Platz die Schweiz auch und beide Länder schwimmen im Geld das teilweise auf Kosten gerade dieser Flüchtlinge gemacht wird. Flucht ist ein natürlicher Reflex. So wie Tiere weiterziehen, wenn sie nichts mehr zu essen finden, flüchten Menschen wenn sie unterdrückt und verfolgt werden, bzw. keine wirtschaftliche Grundlage haben. Was würdet ihr an Stelle dieser Flüchtlinge machen? Seid ehrlich und realistisch, Migrationsströmungen lassen sich weder mit Zäunen noch Schiffeversenken steuern. Alleine wenn wir endlich mit der Ausbeutung der Drittweltländer aufhören, ihnen einen fairen Handel ermöglicht und die Leute vor Ort eine Perspektive haben werden weniger kommen. Die europäische und australische Flüchtlingspolitik setzt bewusst Leben auf Spiel, alleine weil wir unseren ergaunerten Wohlstand nicht teilen wollen.
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    • 足利 義明 Oyumi Kubo 16.05.2015 16:34
      Highlight @Sapere Aude: stultorum es, quidlibet dicere ;-)

      Sind denn Frauen, Alte und Kinder Reflex-gehindert? Weshalb haben denn den Flucht-Reflex nur junge und gesunde Männer, welche eigentlich die Zukunft ihres Staates sein sollten?

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    • Sapere Aude 16.05.2015 17:43
      Highlight @ Pentragon: Nett, auf Latein zu antworten, nur schade, wenn auf den Fotos zum Thema nur junge stramme Männe zu sehen sind, sondern auch Frauen und Kinder. (womit dein Argument teilweise entkräftet ist) Tatsächlich ist es so, dass der Anteil junger Männer hoch ist, was aber auch nicht verwunderlich ist. Da die Reise erstens teuer ist und eine ganze sich das nicht teilen kann, bzw oft ein ganzes Dorf zusammenlegen muss und zweitens lang und gefährlich ist, schickst du diejenigen mit den grössten Überlebenschancen, irgendwie logisch nicht? Wenn die Jungen dort sind, sollen sie weiter Geld beschaffen um die Reise weiter zu finanzieren, bzw. um die Familien zu unterstützen. Kommt dazu, dass junge Männer in manchen Länder zur Risikogruppe gehören, beispielsweise Eritrea. Inwiefern hab ich also nicht nachgedacht, hmm? Deine Aussage stützt gerade meine These, oder glaubst du, die Menschen würden ihr Leben auf Spiel setzen, wenn sie die Möglichkeit in diesem Land hätten, sich eine Existenz aufzubauen, oder machen die das etwa aus Spass?
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    • 足利 義明 Oyumi Kubo 16.05.2015 18:59
      Highlight Dann verstehe ich den Unterschied zwischen "echten" Flüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen, die "weiter Geld beschaffen um die Reise weiter zu finanzieren, bzw. um die Familien zu unterstützen" nicht. :-)

      Sollten wir in irgend einer Form verpflichtet sein solche Wirtschaftsflüchtlinge zu unterstützen? Ist es nicht deren Sache im eigenen Haus für Ordnung zu sorgen? Bei genügender Motivation könnte man ja allenfalls über Mithilfe in Form von Bildung (sicher nicht Geld) nachdenken.
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    • Sapere Aude 16.05.2015 20:54
      Highlight Da liegt der Hund begraben, in meinen Augen dient die Unterscheidung "richtige" und "Wirtschafts"-Flüchtling alleine dazu, negative Stimmung zu verbreiten. Sie dient unserer Wohlstandsgesellschaft als Ausrede, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Natürlich ist der Westen nicht allein verantwortlich, nur hat man es in der Dekolonialisierungsphase verpasst, richtige Strukturen zu hinterlassen. Die Wirtschaftspolitik, z.B. Zollschranken und Agrarsubventionen, sind entscheidende Faktoren, dass sich Drittweltländer nicht entsprechend entwickeln können. Natürlich kann nicht Ziel sein, dass all die Menschen zu uns kommen, dafür braucht es aber eine längere Entwicklung und uns muss bewusst sein, dass solange wir Kaffee, Bananen oder andere Produkte zu Dumpingpreisen einkaufen, die Flüchtlinge weiterhin kommen werden, ebenso was die Diktatorengelder anbelangt.
      1 3 Melden

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