DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
1 / 16
Anschlag in Bamako
quelle: epa/epa / alex duval smith
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Zustand stabil»: In Mali angeschossene Schweizer Soldaten in Bern gelandet

08.03.2015, 15:2008.03.2015, 16:59

Die zwei Schweizer Armeeangehörigen, die am Samstag bei einem Angriff auf ein Restaurant in der malischen Hauptstadt Bamako verletzt wurden, sind am Sonntag in der Schweiz angekommen. 

Nachdem sich ihr Zustand verbessert hatte, konnten die beiden am Samstagabend zuerst nach Dakar in Senegal geflogen werden, teilte das Armee-Kompetenzzentrum SWISSINT mit. Dort seien sie weiter stabilisiert und am frühen Sonntagmorgen in die Schweiz geflogen worden. 

Sie landeten am Sonntagnachmittag mit einem Flugzeug der Rettungsflugwacht REGA am Flughafen Bern-Belp. Darauf wurden sie mit einer Ambulanz sofort ins Spital überführt. Ihr Gesundheitszustand ist «stabil und sie sind ausser Lebensgefahr»

Schweizer nicht als direktes Ziel der Attentäter

Die beiden Schweizer Armeeangehörigen erlitten bei einem Angriff auf ein malisches Restaurant in der Nacht von Freitag auf Samstag Schussverletzungen und mussten in einem Spital in Bamako notfallmässig von Ärzten der UNO operiert werden. 

Bei den beiden Opfern des Anschlags handelt es sich um einen stationierten Experten im Einsatz für die UNO-Minenräumaktion (UNMAS) in Mali, der andere ist Teil der Abklärungsdelegation zur Ordnung, Lagerung und Vernichtung von Munition.

Swissnet-Sprecher Mirco Baumann sagte am Samstag, die Armee gehe nicht davon aus, dass die beiden verletzten Schweizer das direkte Ziel der Attentäter gewesen seien. Das Lokal im Stadtzentrum sei bei Ausländern und NGO-Mitarbeitenden beliebt. 

Kritik an Auslandeinsätzen

Der Anschlag auf das Restaurant in Bamako befeuert die Diskussion über Auslandseinsätze von Schweizer Militärs, wie die NZZ am Sonntag schreibt. SVP-Nationalrat Hans Fehr, der sich schon früher gegen diese Einsätze gesperrt hat, will im April in der Sicherheitspolitischen Kommission den Antrag stellen, das Kontingent für Auslandseinsätze ganz zu streichen. CVP-Nationalrat Jakob Büchler will den Einsatz von Schweizer Soldaten in «derart gefährlichen Gebieten» überdenken. 

SP-Ständerat Roberto Zanetti hingegen bezeichnet diese Debatte gegenüber der NZZ am Sonntag als verfehlt. Wenn man einen derartigen Unglücksfall politisch instrumentalisieren wolle, sei das höchst unanständig. Jeder Einsatz berge Risiken. 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Franzosen platzt nach Brief von Boris Johnson der Kragen
Premier Johnson will alle Boot-Migranten nach Frankreich zurückschaffen. Die Verzweifelten lassen sich nicht einmal von dem tragischen Unglück am Mittwoch mit 27 Toten abschrecken.

Die Wogen gehen hoch am Ärmelkanal. Auslöser ist ein Brief des britischen Premiers Boris Johnson an den französischen Präsidenten Macron. «Dear Emmanuel» beginnt das zweiseitige Schreiben, das der Autor gleich auf seinem Twitter-Konto veröffentlichte.

Zur Story