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«Zustand stabil»: In Mali angeschossene Schweizer Soldaten in Bern gelandet



Die zwei Schweizer Armeeangehörigen, die am Samstag bei einem Angriff auf ein Restaurant in der malischen Hauptstadt Bamako verletzt wurden, sind am Sonntag in der Schweiz angekommen. 

Nachdem sich ihr Zustand verbessert hatte, konnten die beiden am Samstagabend zuerst nach Dakar in Senegal geflogen werden, teilte das Armee-Kompetenzzentrum SWISSINT mit. Dort seien sie weiter stabilisiert und am frühen Sonntagmorgen in die Schweiz geflogen worden. 

Sie landeten am Sonntagnachmittag mit einem Flugzeug der Rettungsflugwacht REGA am Flughafen Bern-Belp. Darauf wurden sie mit einer Ambulanz sofort ins Spital überführt. Ihr Gesundheitszustand ist «stabil und sie sind ausser Lebensgefahr»

Schweizer nicht als direktes Ziel der Attentäter

Die beiden Schweizer Armeeangehörigen erlitten bei einem Angriff auf ein malisches Restaurant in der Nacht von Freitag auf Samstag Schussverletzungen und mussten in einem Spital in Bamako notfallmässig von Ärzten der UNO operiert werden. 

Bei den beiden Opfern des Anschlags handelt es sich um einen stationierten Experten im Einsatz für die UNO-Minenräumaktion (UNMAS) in Mali, der andere ist Teil der Abklärungsdelegation zur Ordnung, Lagerung und Vernichtung von Munition.

Swissnet-Sprecher Mirco Baumann sagte am Samstag, die Armee gehe nicht davon aus, dass die beiden verletzten Schweizer das direkte Ziel der Attentäter gewesen seien. Das Lokal im Stadtzentrum sei bei Ausländern und NGO-Mitarbeitenden beliebt. 

Kritik an Auslandeinsätzen

Der Anschlag auf das Restaurant in Bamako befeuert die Diskussion über Auslandseinsätze von Schweizer Militärs, wie die NZZ am Sonntag schreibt. SVP-Nationalrat Hans Fehr, der sich schon früher gegen diese Einsätze gesperrt hat, will im April in der Sicherheitspolitischen Kommission den Antrag stellen, das Kontingent für Auslandseinsätze ganz zu streichen. CVP-Nationalrat Jakob Büchler will den Einsatz von Schweizer Soldaten in «derart gefährlichen Gebieten» überdenken. 

SP-Ständerat Roberto Zanetti hingegen bezeichnet diese Debatte gegenüber der NZZ am Sonntag als verfehlt. Wenn man einen derartigen Unglücksfall politisch instrumentalisieren wolle, sei das höchst unanständig. Jeder Einsatz berge Risiken. 

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