International

Mehr als 40 tote Zivilisten bei Luftangriff im Jemen

Mehr als 40 tote Zivilisten bei Luftangriff im Jemen

15.03.2016, 19:3415.03.2016, 19:34

Bei einem Luftangriff im Jemen sind nach Angaben von Behörden und Rettungskräften mindestens 40 Zivilisten getötet worden. Beim Beschuss sei ein Markt in einer von Rebellen kontrollierten Region im Norden des Landes getroffen worden, berichteten die Rettungskräfte am Dienstag.

Mehr als 35 Menschen seien bei der Bombardierung in der Provinz Hadscha nordwestlich von Jemens Hauptstadt Sanaa verletzt worden, viele darunter schwer, sagte der Leiter der örtlichen Gesundheitsbehörde. Die Zahl der Opfer könnte sich noch erhöhen. Nähere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Es wird angenommen, dass der Angriff von der saudiarabisch geführten Militärkoalition geflogen wurde, weil ansonsten niemand im Jemen Ziele aus der Luft bombardiert. Auch das von den Huthi-Rebellen kontrollierte Gesundheitsministerium berichtete vom Angriff.

Das Militärbündnis unter Führung Saudi-Arabiens fliegt seit einem Jahr Angriffe in dem Bürgerkriegsland. Die Huthi-Rebellen kontrollieren grosse Teile vor allem im Norden und Westen des Landes und kämpfen gegen Truppen und Verbündete von Präsident Rabbo Mansur Hadi. Immer wieder wurde der Militärkoalition in der Vergangenheit vorgeworfen, mit ihren Bombardements auch Zivilisten zu treffen. (sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Millionen Menschen fliehen aus dem Sudan – Das bedeutet es für Europa
Humanitäre Katastrophe im Sudan: In Italien hat sich die Zahl der sudanesischen Bootsflüchtlinge verdoppelt, und auch in der EU steigen die Asylgesuche. So präsentiert sich die Lage in der Schweiz.
Immer mehr Geflüchtete aus dem kriegsversehrten Sudan suchen Schutz in Europa. Die wichtigste Fluchtroute über das Mittelmeer führt von Ostlibyen nach Kreta, die zweitwichtigste von Westlibyen nach Süditalien. Italien registrierte 2025 bislang 3900 Ankünfte auf dem Bootsweg – im gesamten Vorjahr waren es 2150. Damit stammen am fünftmeisten Bootsflüchtlinge inzwischen aus dem Sudan, hinter Menschen aus Bangladesch, Ägypten, Eritrea und Pakistan.
Zur Story