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Wegen Übergriffen in Köln: Slowakei nimmt keine muslimischen Flüchtlingen mehr auf



Die Slowakei will keine muslimischen Flüchtlinge aufnehmen. Das kündigte Regierungschef Robert Fico am Donnerstag als Reaktion auf die Übergriffe in Köln und Hamburg an.

Die Slowakei werde nicht nur weiterhin die Durchsetzung verpflichtender EU-Quoten zur Aufnahme von Flüchtlingen bekämpfen, sondern auch verhindern, dass in der Slowakei eine geschlossene muslimische Gemeinschaft überhaupt entstehen könne. «Wir wollen nicht, dass auch in der Slowakei etwas wie in Deutschland geschehen kann», erklärte Fico in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Bratislava.

epa04738929 Slovakian Prime Minister Robert Fico upon arrival at the Vnukovo-3 airport  in Moscow, Russia, 08 May 2015. Robert Fico arrived in Moscow to attend the festive events marking the 70th anniversary of the victory of the Soviet Union and it's Allies over Nazi Germany in WWII .  EPA/HOST PHOTO AGENCY / RIA NOVOSTI POOL MANDATORY CREDIT

Regierungschef Robert Fico.
Bild: EPA/RIA NOVOSTI POOL

Schon bisher nahm die Slowakei kaum Flüchtlinge auf. Im gesamten Jahr 2015 beantragten hier nur 169 Menschen Asyl, genehmigt wurde es acht von ihnen. Noch nicht eingerechnet sind dabei 149 Christen, die im Dezember eigens aus einem irakischen Flüchtlingslager eingeflogen wurden. Sie warten jetzt auf ihr slowakisches Asyl. In Zukunft wolle sich die Slowakei auch nicht mehr an humanitärer Hilfe für Flüchtlinge beteiligen, sondern ihre finanziellen Beiträge nur mehr zweckgerichtet für den Grenzschutz leisten, kündigte Fico an.

Schon im vergangenen Jahr hatte die slowakische Regierung mit ihrer Ankündigung für Aufsehen und Proteste gesorgt, sie wolle bevorzugt christliche Flüchtlinge aufnehmen, weil diese leichter integrierbar seien. Eine Auswahl von Flüchtlingen nach Religion statt nach Hilfsbedürftigkeit sei nicht zulässig, hatten daraufhin mehrere EU-Vertreter kritisiert.

Die Slowakei blieb aber bei ihrer harten Haltung und brachte Anfang Dezember beim EU-Gerichtshof in Luxemburg eine Klage gegen die vom EU-Innenministerrat beschlossenen Quoten zur Flüchtlingsaufteilung ein. Eine solche Klage hat inzwischen auch Ungarn eingereicht. (sda/dpa)

(sda/dpa)

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