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epa05116310 A photograph made available on 21 January 2016 shows Tunisian policemen clashing with protesters in Kasserine, Tunisia, 20 January 2016. Reports state one policeman was killed in clashes between security forces and protesters demanding jobs in Tunisia's western-central province of Kasserine, a security official said on 21 January. The protests in Kasserine started at the weekend after an unemployed young man reportedly suffered a deadly electric shock when he climbed a power pole to protest a rejected job application.  EPA/STR

Tunesiens Bevölkerung demonstriert für bessere wirtschaftliche Bedingungen.
Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Unruhen und Gewalt: Mehr als 260 Festnahmen in Tunesien



Nach den schwersten sozialen Unruhen in Tunesien seit dem Ausbruch des arabischen Aufstands vor fünf Jahren haben Sicherheitskräfte mehr als 260 Menschen festgenommen. Sie sollen in Akte von Vandalismus und Gewalt verwickelt gewesen sein.

Dies berichtete der lokale Radiosender Shems FM am Samstag unter Berufung auf einen Sprecher des tunesischen Innenministeriums. Trotz einer nächtlichen Ausgangssperre habe es am Abend zuvor in einigen Regionen Zusammenstösse gegeben. Am späteren Abend sei Ruhe eingekehrt. Die Situation in den meisten Städten war am Samstag deutlich ruhiger.

epa05116311 A photograph made available on 21 January 2016 shows Tunisian protesters blocking the road during clashes with policemen in Kasserine, Tunisia, 20 January 2016. Reports state one policeman was killed in clashes between security forces and protesters demanding jobs in Tunisia's western-central province of Kasserine, a security official said on 21 January. The protests in Kasserine started at the weekend after an unemployed young man reportedly suffered a deadly electric shock when he climbed a power pole to protest a rejected job application.  EPA/STR

Seit Freitag kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.
Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Die teilweise gewaltsamen Proteste gegen die schlechte wirtschaftliche Lage und hohe Arbeitslosigkeit hatten vor einer Woche in Kassérine im Westen des Landes begonnen. Sie dehnten sich in der Nacht zum Freitag auf mehrere Regionen des nordafrikanischen Landes aus. Demonstranten griffen nach Behördenangaben in mehreren Städten Posten der Polizei an und setzten deren Wagen in Brand.

Einzige arabische Demokratie

Ministerpräsident Habib Essid sagte am Samstag nach einer Sondersitzung des Kabinetts, das Land stehe vor grossen Herausforderungen. Seine Regierung arbeite daran, ihnen zu begegnen.

Präsident Béji Caïd Essebsi hatte zuvor fremde Kräfte für das Chaos verantwortlich gemacht. Einflüsse von aussen gefährdeten Sicherheit und Stabilität. Tunesien ist einzige arabische Land, dass nach den Aufständen den Übergang in die Demokratie geschafft hat.

Tunisia's Prime Minister Habib Essid poses prior to preside over an extraordinary Cabinet meeting in Carthage, outside Tunis, Saturday Jan. 23, 2016. Tunisia's prime minister, Habib Essid, cut short a visit to France as Tunisia's president vowed Friday to end the cycle of unrest that has pummeled towns across the country as authorities imposed a nationwide curfew, five years after the nation, convulsed by protests, overthrew its longtime ruler and moved onto the road to democracy. (AP Photo/Riadh Dridi)

Premierminister Habib Essid an der Sondersitzung des tunesischen Kabinetts. 
Bild: Riadh Dridi/AP/KEYSTONE

«Im Hinblick auf die Sicherheit beginnt sich die Lage zu stabilisieren», sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Nachrichtenagentur AFP. (sda/dpa/afp)

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