International
Asien

Geflohener Ex-Präsident Sri Lankas weiter in Singapur

Geflohener Ex-Präsident Sri Lankas weiter in Singapur

27.07.2022, 11:2727.07.2022, 11:27
FILE - Then-Sri Lankan presidential candidate Gotabaya Rajapaksa speaks during a news conference in Colombo, Sri Lanka, Oct. 15, 2019. Lawyers from the International Truth and Justice Project
Gotabaya RajapaksaBild: keystone

Der nach Massenprotesten geflüchtete Ex-Präsident Sri Lankas, Gotabaya Rajapaksa, ist Medienberichten zufolge weiter in Singapur. Wie die Zeitung «Strait Times» in Singapur am Mittwoch berichtete, wurde sein kurzzeitiger Besuchspass um weitere zwei Wochen verlängert.

Der 73-Jährige war vor zwei Wochen über die Malediven nach Singapur gereist und hatte von den dortigen Behörden einen 14-tägigen Besuchspass ausgestellt bekommen. Seine Aufenthaltsgenehmigung als Privatperson sei nun bis 11. August verlängert worden, schrieb die «Strait Times». Er habe weder Asyl erhalten, noch habe er um Asyl gebeten, hiess es.

Sri Lankas Regierungssprecher Bandula Gunawardena hatte am Dienstag angedeutet, dass Rajapaksa in seine Heimat zurückkehren werde. Er halte sich weder versteckt, noch befinde er sich im Exil. Nach monatelangen Massenprotesten gegen die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten war Rajapaksa vor zwei Wochen aus dem Land geflohen.

Sein Nachfolger Ranil Wickremesinghe hatte vor wenigen Tagen das wichtigste Protestlager der Regierungsgegner gewaltsam von der Polizei auflösen lassen. Doch die Lage in dem krisengeplagten Inselstaat ist weiter angespannt. Medienberichten zufolge will Rajapaksa so bald wie möglich nach Sri Lanka zurückkehren.

Sri Lanka mit seinen etwa 22 Millionen Einwohnern ist hoch verschuldet und war zuletzt nicht mehr in der Lage, die wichtigsten Importe wie Lebensmittel, Treibstoff und Medikamente zu finanzieren. Auch die hohe Inflation und stundenlange Stromausfälle sorgen für grossen Unmut. Der südlich von Indien gelegene Inselstaat hofft unterdessen auf Hilfe durch den Internationalen Währungsfonds IWF. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Benzinmangel in Sri Lanka
1 / 15
Benzinmangel in Sri Lanka
17. Juni 2022: Rikscha-Fahrer in Colombo, Sri Lanka, reihen sich vor einer Tankstelle auf.
quelle: keystone / chamila karunarathne
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Demonstranten stürmen Amtssitz des Präsidenten von Sri Lanka
Video: twitter
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Name der Schande»: Präsident von Iran schickt Botschaft an Amerikaner
In einem offenen Brief an die amerikanische Nation kritisiert Irans Präsident Massud Peseschkian den Krieg der USA gegen sein Land als eine absurde und für die USA kostspielige Operation. «Die Welt befindet sich heute an einem Punkt, an dem die Fortsetzung eines Konfrontationskurses kostspieliger und ergebnisloser ist denn je,», schrieb der Präsident in seiner Botschaft. Der Iran habe in seiner Geschichte viele Aggressoren gesehen. Von denen blieb in den Geschichtsbüchern laut Peseschkian aber nur ein «Name der Schande». Die Entscheidung zwischen Krieg und Frieden würde die Zukunft ganzer Generationen prägen.
Zur Story