International
Asien

Mongolei: Ministerpräsident Gombojavϊh Dzandanshatar tritt zurück

epa12531691 Mongolian Prime Minister Gombojav Zandanshatar attends a meeting with Russian Prime Minister Mikhail Mishustin on the sidelines of the summit of the Council of the Shanghai Cooperation Org ...
Der mongolische Ministerpräsident Gombojavϊh Dzandanshatar.Bild: EPA SPUTNIK POOL

Mongolischer Regierungschef tritt zurück

28.03.2026, 11:0128.03.2026, 11:01

Der mongolische Ministerpräsident Gombojavϊh Dzandanshatar hat nach parteiinternen Machtkämpfen und Druck aus dem Parlament seinen Rücktritt eingereicht. Wie die mongolische Nachrichtenagentur Montsame berichtete, stimmten im Parlament, dem Grossen Staats-Chural, 74 Prozent der Abgeordneten für den Antrag.

Der Rücktritt könnte das rohstoffreiche und vom Bergbau abhängige Land politisch weiter destabilisieren. Bei Investoren könnten sich Bedenken gegenüber der von China und Russland umschlossenen Mongolei mehren, die auch immer wieder mit Korruptionsaffären zu kämpfen hat.

Sitzungen im Parlament boykottiert

Bereits im Herbst hatte ein Machtkampf innerhalb der regierenden Mongolischen Volkspartei (MVP) zu einer Regierungskrise und dabei fast zu Dzandanshatars Absetzung nach nur vier Monaten im Amt geführt. Das Verfassungsgericht hatte eine Abstimmung damals jedoch gekippt.

Zuletzt hatte die oppositionelle Demokratische Partei im Parlament Sitzungen boykottiert und damit die parlamentarische Arbeit in den Ausschüssen blockiert. Dzandanshatar bleibt kommissarisch im Amt bis ein neuer Regierungschef ernannt wird. Als möglicher Nachfolger gilt der aktuelle Parlamentspräsident Nyam-Osorϊh Uchral. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Iran-Krieg lässt Düngerpreise weltweit steigen
Der Iran-Krieg zieht eine Gefahr für Landwirte und Lebensmittelpreise rund um den Globus nach sich: Mineraliendünger hat sich auf den Weltmärkten seit Jahresbeginn um rund 30 bis 40 Prozent verteuert.
Zur Story