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This March 2014 photo shows contoured patterns in the endless white sand  dunes at White Sands National Monument in New Mexico. The park offers other-worldly scenery, bringing to mind a blizzard or a beach when in fact it is a desert. (AP Photo/Giovanna Dell'Orto)

Tödliche Schönheit: der Nationalpark White Sands National Monument. Bild: Giovanna Dell'Orto/AP/KEYSTONE

Verdurstet in der Wüste: Eltern opfern sich für ihr Kind 



Im Nationalpark White Sands National Monument in New Mexico ist am letzten Donnerstag ein französisches Touristenpaar beim Wandern ums Leben gekommen. Ihr neunjähriger Sohn überlebte die Tour.

Neue Information zeigen ein noch dramatischeres Bild: Die Eltern haben anscheinend ihr Leben geopfert, um das ihres Sohnes zu retten. Die Eltern hätten jeweils nur einen Schluck Wasser getrunken, während ihr Sohn zwei bekommen habe, sagte der örtliche Polizeichef Benny House der Zeitung «Alamogordo Daily News». «Es kann sein, dass das Kind es so gut überstanden hat wegen seiner geringeren Körpergrösse und weil es ausserdem wahrscheinlich mehr Wasser trank als sie.»

Der Junge berichtete nach seiner Rettung, dass seine 51-jährige Mutter Richtung Parkplatz zurückgekehrt sei, nachdem sie sich während der Wanderung unwohl gefühlt habe. Sein Vater sei mit ihm weitergelaufen. Als die Familie in dem Nationalpark in New Mexico unterwegs war, herrschten dort rund 38 Grad Celsius. 

Hinweis dank Kamera

Bei den Leichen des Paares wurden zwei leere 600-Milliliter-Wasserflaschen gefunden. Der Sprecher des Nationalparks, Patrick O'Driscoll, sagte der Zeitung, den Besuchern würde ab einer Temperatur von etwa 30 Grad von Wanderungen abgeraten. Ausserdem solle jeder mindestens eine Gallone (3.8 Liter) Wasser dabei haben.

Parkwächter hatten zunächst die Leiche der Mutter gefunden. Erst als sie sich ihre Kamera ansahen, wurde ihnen klar, dass sie nicht allein unterwegs gewesen war. Sie starteten daraufhin die Suche nach ihrem Mann und ihrem Sohn. Der dehydrierte Neunjährige wurde bei der Leiche seines 42-jährigen Vaters gefunden.

Der Sohn ist mittlerweile in seine Heimat zurückgekehrt. Der Neunjährige landete am Sonntag mit seiner Grossmutter auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von einer Flughafenquelle. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bijouxly 10.08.2015 15:20
    Highlight Highlight Ich finde den Titel irgendwie unpassend. Natürlich ist es tragisch, aber ohne die Leichtsinnigkeit der Eltern, wäre ja niemand der drei in eine solche Lage gekommen? Niemand hätte gerettet oder geopfert werden müssen, hätte man die Schilder beachtet.
  • Zeit_Genosse 10.08.2015 11:01
    Highlight Highlight White Sands, ein atemberaubendes National Monument. Die Sinne werden für uns die Schnee kennen getäuscht. Der Sand ist wirklich weiss und man könnte sich in einer Schneelandschaft empfinden, wenn da nicht die Hitze dem visuellen Trugbild ein Ende machen würde. Tragisch für diese Familie. Eine Fehleinschätzung ist schnell gemacht, wenn man die Distanzen unterschätzt und zu wenig Wasser mitnimmt. Ist mir auf den Lavafeldern des Kilauea in Hawaii passiert. Brutale Sonne, starke Reflexe vom lavaverglasten Boden, zu wenig Wasser und den Drang an den Punkt bis zum Lavafluss ins Meer zu laufen....
    • Zeit_Genosse 10.08.2015 16:50
      Highlight Highlight @Christian Grey: Es war wirklich dramatisch, ist ja Sperrgebiet wegen Einbrüchen unter Lavablasen/-strömen, wenn die glühende Lava unter einem durchfliesst und der Gummi der Schuhe zu schmelzen beginnt. Zudem die Dämpfe und es gibt keine Unterstützung, ausser aus der Luft mit Helikoptern. Wenn es dunkel wird gar keine. Schlecht vorbereitete Fotografen können leichtsinnig werden für das eine Bild und sich vergessen. Es hat sich nicht mal gelohnt. Das Problem war schlussendlich nur zu wenig Wasser, Überschätzung und Navigationsunvermögen im ewigen Gleich.

      Und ja, ich habe es überlebt ;)

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