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Tödliche Schönheit: der Nationalpark White Sands National Monument.
Tödliche Schönheit: der Nationalpark White Sands National Monument.Bild: Giovanna Dell'Orto/AP/KEYSTONE

Verdurstet in der Wüste: Eltern opfern sich für ihr Kind 

10.08.2015, 08:4610.08.2015, 09:36

Im Nationalpark White Sands National Monument in New Mexico ist am letzten Donnerstag ein französisches Touristenpaar beim Wandern ums Leben gekommen. Ihr neunjähriger Sohn überlebte die Tour.

Neue Information zeigen ein noch dramatischeres Bild: Die Eltern haben anscheinend ihr Leben geopfert, um das ihres Sohnes zu retten. Die Eltern hätten jeweils nur einen Schluck Wasser getrunken, während ihr Sohn zwei bekommen habe, sagte der örtliche Polizeichef Benny House der Zeitung «Alamogordo Daily News». «Es kann sein, dass das Kind es so gut überstanden hat wegen seiner geringeren Körpergrösse und weil es ausserdem wahrscheinlich mehr Wasser trank als sie.»

Der Junge berichtete nach seiner Rettung, dass seine 51-jährige Mutter Richtung Parkplatz zurückgekehrt sei, nachdem sie sich während der Wanderung unwohl gefühlt habe. Sein Vater sei mit ihm weitergelaufen. Als die Familie in dem Nationalpark in New Mexico unterwegs war, herrschten dort rund 38 Grad Celsius. 

Hinweis dank Kamera

Bei den Leichen des Paares wurden zwei leere 600-Milliliter-Wasserflaschen gefunden. Der Sprecher des Nationalparks, Patrick O'Driscoll, sagte der Zeitung, den Besuchern würde ab einer Temperatur von etwa 30 Grad von Wanderungen abgeraten. Ausserdem solle jeder mindestens eine Gallone (3.8 Liter) Wasser dabei haben.

Parkwächter hatten zunächst die Leiche der Mutter gefunden. Erst als sie sich ihre Kamera ansahen, wurde ihnen klar, dass sie nicht allein unterwegs gewesen war. Sie starteten daraufhin die Suche nach ihrem Mann und ihrem Sohn. Der dehydrierte Neunjährige wurde bei der Leiche seines 42-jährigen Vaters gefunden.

Der Sohn ist mittlerweile in seine Heimat zurückgekehrt. Der Neunjährige landete am Sonntag mit seiner Grossmutter auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von einer Flughafenquelle. (sda/afp)

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