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Schweres Erdbeben in Albanien ++ Mindestens 13 Tote, 600 Verletzte

Schweres Erdbeben in Albanien ++ Anzahl Todesopfer steigt auf 20, 600 Verletzte

26.11.2019, 13:0526.11.2019, 21:09

In Albanien sind beim stärksten Erdbeben seit Jahrzehnten mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden rund 600 Menschen verletzt, als das Beben der Stärke 6,4 am frühen Dienstagmorgen die Westküste des Landes nahe der Hauptstadt Tirana erschütterte.

Die grössten Schäden an Gebäuden gab es einem Regierungssprecher zufolge in der Hafenstadt Durres. 38 Menschen konnten lebend aus den Trümmern geborgen werden. Mehrere Menschen hätten aber auch in Tirana ins Krankenhaus gebracht werden müssen.

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Starkes Erdbeben in Albanien lässt Häuser einstürzen
Das wohl schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten in Albanien hat am 26.11.2019 die Westküste des Balkanstaats erschüttert.
quelle: ap / hektor pustina
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Die Armee unterstützte Feuerwehrleute bei der Rettung von Verschütteten in Durres und der nahe gelegenen Ortschaft Thumane, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die Erdstösse waren auch in anderen Balkan-Ländern und in Italien zu spüren.

Die albanische Polizei rief die Einwohner von Durres und der Umgebung dazu auf, auf Autofahrten zu verzichten, um den Rettungskräften den Weg frei zu halten.

In der Küstenstadt wurden drei Opfer aus zwei eingestürzten Gebäuden geborgen. In Thumane entdeckten Helfer in den Trümmern eines Appartementhauses die Leichen von zwei Frauen. Ein Mann kam in der nördlichen Stadt Lezhe ums Leben. Ein weiterer Mann starb, als er in der Stadt Kurbin in Panik aus einem Fenster sprang, um sich zu retten. In Tirana flüchteten die Bewohner aus zahlreichen Gebäuden ins Freie, wie ein Augenzeuge berichtete.

Zweites Beben in zwei Monaten

Das Epizentrum lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS 30 Kilometer westlich von Tirana in einer Tiefe von zehn Kilometern. Es war das zweite schwere Erdbeben in Albanien innerhalb von zwei Monaten. Im September wurden bei einem Beben der Stärke 5,6 rund 500 Häuser beschädigt. Die Regierung sprach damals von den stärksten Erdstössen seit 30 Jahren. In der Region kommt es immer wieder zu leichteren Beben.

Auch in den Nachbarstaaten und der süditalienischen Region Apulien waren die Erdstösse am Dienstagmorgen zu spüren. In der Stunde vor dem Hauptbeben wurden bereits mehrere kleinere Erdstösse registriert. Am Vormittag erschütterte ein starkes Nachbeben Tirana.

Auch in Bosnien kam es nur Stunden später zu einem Erdbeben der Stärke 5,4. Das Epizentrum lag 75 Kilometer südlich der Hauptstadt Sarajevo. Angaben zu Verletzten oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

Soforthilfe aus der Schweiz

Die Schweiz reagierte noch am Dienstag auf ein offizielles Hilfegesuch der albanischen Regierung. Die Humanitäre Hilfe der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) entsende ein Team des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) in das vom Erdbeben betroffene Gebiet, hiess es in einer Meldung des Aussendepartements (EDA) gleichentags in Bern.

Rund 15 Spezialistinnen und Spezialisten des SKH würden noch am Abend nach Albanien entsendet zur Unterstützung der lokalen Einsatzkräfte in den Bereichen Suche und Rettung von Verschütteten, Überprüfen der betroffenen Gebäude auf ihre Baustatik sowie humanitäre Bedürfnisabklärungen.

Das SKH-Team werde zudem weitere Hilfsunterstützungen vorbereiten und konkrete Nothilfemassnahmen einleiten, hiess es weiter. Die Schweiz sei schon durch die DEZA und ihre Partner im Land aktiv. (cbe/aeg/sda/reu/afp/dpa)

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Über 100 Verletzte nach Erdbeben in Albanien
Video: srf
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