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Brasilien

Bolsonaro weist Vorwürfe im Skandal um gefälschte Impfpässe zurück

Bolsonaro weist Vorwürfe im Skandal um gefälschte Impfpässe zurück

Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro hat eine Mitwisserschaft im Skandal um gefälschte Impfpässe zurückgewiesen.
17.05.2023, 04:5417.05.2023, 04:54

Bei seiner Aussage vor der Bundespolizei in Brasília bestritt er, die Eingabe von falschen Impfdaten in das System des Gesundheitsministeriums angeordnet zu haben, wie das brasilianische Nachrichtenportal «G1» und die brasilianische Zeitung «Folha de S. Paulo» am Dienstag (Ortszeit) übereinstimmend berichteten. Demnach sagte Bolsonaro auch, er habe keinen Grund dazu gehabt und nicht einmal von der Eingabe falscher Daten gewusst.

Former Brazilian President Jair Bolsonaro enters a car after speaking to the press outside his home after Federal Police agents carried out a search and seizure warrant in Brasilia, Brazil, Wednesday, ...
Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro muss sich vor Gericht verantworten.Bild: keystone

Bolsonaro wurde im Rahmen von Ermittlungen gegen eine kriminelle Vereinigung angehört, die nach Angaben der Bundespolizei falsche Corona-Impfdaten in das «ConecteSUS» eingespeist haben soll. Laut dem Sender «TV Globo» sollen unter anderem die Impfdaten von Bolsonaro, seiner Tochter Laura und seines früheren Adjutanten, Oberstleutnant Mauro Cid Barbosa, gefälscht worden sein.

So sei es möglich gewesen, Impfnachweise für tatsächlich ungeimpfte Personen auszustellen und die Reiserestriktionen beispielsweise in Brasilien und den USA zu umgehen. Davon sollen unter anderem Bolsonaro, seine Tochter Laura und sein Ex-Adjutant Cid profitiert haben. Die Polizei hatte deswegen am 3. Mai das Haus des brasilianischen Ex-Präsidenten durchsucht.

Der Rechtspolitiker hatte die Gefahr des Coronavirus und die Wirksamkeit von Impfungen während der Pandemie immer wieder in Zweifel gezogen. Kurz vor dem Amtsantritt seines Nachfolgers Luiz Inácio Lula da Silva an Neujahr war Bolsonaro in die USA gereist und erst Ende März wieder nach Südamerika zurückgekehrt. (sda/dpa)

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