International
Gesellschaft & Politik

Boris Johnson und Jeremy Hunt kämpfen in Stichwahl um Tory-Parteivorsitz

Aussenminister Jeremy Hunt (l.) tritt gegen den Favoriten Boris Johnson im Rennen um das Amt des konservativen Parteichefs und britischen Premierministers an. (Archivbild)
Jeremy Hunt (links) und Boris Johson (rechts): Einer von beiden wird der Nachfolger von Theresa May in der Downing Street Nummer 10. Bild: AP

May-Nachfolge: Boris Johnson und Jeremy Hunt kämpfen in Stichwahl um Tory-Parteivorsitz

20.06.2019, 19:1720.06.2019, 21:50

Aussenminister Jeremy Hunt tritt gegen den Favoriten Boris Johnson im Rennen um das Amt des konservativen Parteichefs und britischen Premierministers an. Er erhielt bei der fünften und letzten Abstimmungsrunde in der Fraktion am Donnerstag 77 Stimmen.

Hunt setzte sich damit gegen Umweltminister Michael Gove durch, der 75 Stimmen bekam.

Als bereits gesetzt galt Boris Johnson, der mit 160 Stimmen erneut weit vor seinen Konkurrenten lag. Johnson und Hunt treten nun in einer Stichwahl gegeneinander an, bei der die Parteimitglieder das letzte Wort haben.

Entscheidung steht Ende Juli fest

Bis Ende Juli soll feststehen, wer neuer Parteichef und damit Premierminister wird. Zuvor sollen sie sich bei etwa 15 regionalen Konferenzen den Tory-Mitgliedern vorstellen. Johnson gilt als überaus beliebt an der Parteibasis.

Johnson war einer der Wortführer für den Brexit vor der Volksabstimmung im Jahr 2016. Die Briten hatten sich damals mit knapper Mehrheit für die Trennung von der EU ausgesprochen.

Doch der Austritt musste zwei Mal verschoben werden, weil sich im Parlament keine Mehrheit für das von Premierministerin Theresa May mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen fand. Die Frist für die Loslösung von der EU wurde inzwischen bis 31. Oktober verlängert. (tam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Brexit-Frage spaltet Grossbritannien
1 / 28
Die Brexit-Frage spaltet Grossbritannien
Die 24-jährige Madeleina Kay will in der EU bleiben, London, 14. Februar 2019.
quelle: ap/ap / matt dunham
Auf Facebook teilenAuf X teilen
EU-Ratspräsident Tusk beweist Galgenhumor
Video: srf
Deshalb zeigt Berliner Linke Innenminister Dobrindt an
Der deutsche Innenminister kommentiert in der Sendung «Maybrit Illner» einen Versprecher der Moderatorin über die Linkenpolitikerin Elif Eralp. Die sieht Anlass für eine Strafanzeige.
Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp und ihr Landesverband haben nach Angaben ihres Anwalts Strafanzeige gegen den deutschen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gestellt. Der CSU-Politiker soll sich dem Schriftsatz zufolge eine Aussage über Eralp als «Antisemitin» zu eigen gemacht haben. Dies erfülle den Tatbestand der üblen Nachrede und Beleidigung, erklärte Anwalt Jasper Prigge.
Zur Story