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In China werden Drogendealer neu im Sportstadion öffentlich hingerichtet

China hat sich zu einem grossen Umschlagplatz für Drogen entwickelt. Deshalb greift die Regierung durch: Wer im Land mit Drogen handelt, dem droht die Todesstrafe. Diese wird in Schauprozessen öffentlich vollzogen.

Felix Lee aus Peking / ch media



US-Präsident Donald Trump hat seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping einmal gefragt, ob China ein Drogenproblem habe. Xi soll ihm geantwortet haben: «Wir haben das Problem nicht.» Schliesslich stehe auf den Verkauf von Drogen die Todesstrafe. Trump fand Gefallen an diesem Vorgehen. «Unsere Drogendealer müssen mit einem ‹Wie wäre es mit einer Geldbusse?› rechnen», fügte er mit ironischem Unterton an, als er Journalisten von dieser Unterredung berichtete.

In this Dec. 14, 2018 photo, a heroin user gives empty heroin bags to a member of the

2,5 Millionen Chinesen konsumieren offiziell Drogen. Die Zahl dürfte jedoch deutlich höher liegen. Bild: AP/AP

Nur: Der chinesische Präsident hat gelogen. Denn China hat sehr wohl ein Drogenproblem. Gab es Anfang der 1990er-Jahre der offiziellen chinesischen Statistik zufolge landesweit noch rund 150 000 Drogenkonsumenten, lag die Zahl 2017 bereits bei über 2.5 Millionen. Experten gehen von einer fünfmal so hohen Dunkelziffer aus.

Etwa 60 Prozent von ihnen konsumieren nach Angaben der entwicklungspolitischen Initiative Earthlink synthetische Drogen. Abhängig seien vor allem junge Leute unter 35, die in Grossstädten leben.

China wird zum Drogenumschlagplatz

Designerdrogen wie Crystal Meth sind ebenso beliebt wie Heroin und Opium. Weil zugleich der Konsum vor allem von intravenösen Drogen steigt, ist auch die Zahl der HIV-Infizierten und Aidskranken in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Die meisten Aidskranken in China sind drogenabhängig.

Verglichen mit den USA und auch vielen europäischen Staaten mag die Quote der Drogensüchtigen in China zwar gering sein. Zugleich hat sich China jedoch zu einem grossen Drogenumschlagplatz entwickelt.

Die Volksrepublik liegt geografisch zwischen den zwei grössten Regionen der Welt, in denen Heroin hergestellt wird: Dem sogenannten «Goldenen Dreieck» in den Grenzgebieten von Myanmar, Thailand, Laos und Vietnam sowie dem «Goldenen Halbmond» in den Grenzgebieten zwischen Afghanistan, Pakistan und dem Iran.

Crystal-Meth-Dörfer im Süden

Länder wie Thailand und Vietnam waren in den letzten Jahren verschärft gegen die Drogenhändler auf ihren Staatsgebieten vorgegangen. Sie wichen daraufhin verstärkt auf chinesische Territorien aus. «Über die Hälfte des im ‹Golden Triangle› produzierten Opiums läuft jetzt früher oder später über China», berichtet die Organisation Earth Link.

Der Bau von modernen Strassen in China habe zudem einen schnelleren Transport ermöglicht. Schlagzeilen machen zudem regelmässig die berüchtigten Crystal-Meth-Dörfer im Süden des Landes. In der Nähe der grossen Hafenstädte für Chinas Exportindustrie ist es für Dealer und Schmuggler ein Leichtes, ihre Chemikalien ins Ausland zu verschiffen.

Um die Bevölkerung von Drogen fernzuhalten, greift Chinas Führung zu äusserst drastischen Mitteln. Schon auf den Besitz von 50 Gramm Heroin drohen sieben Jahre Freiheitsstrafe. Drogensüchtige werden in spezielle Lager gesperrt, in denen sie «kuriert» werden sollen. Ehemalige Insassen berichten von Misshandlungen.

Musiker, die an einer Überdosis gestorben sind

Im Jahr 2017 sassen nach Angaben der chinesischen Drogenbekämpfungsbehörde etwa 320 000 Menschen in solchen Lagern.

Auf Drogenhandel steht die Todesstrafe – auch bei Ausländern. Erst im Januar verurteilte ein chinesisches Volksgericht einen Kanadier wegen Drogenhandels zum Tode. Das ist in den meisten anderen asiatischen Ländern nicht anders.

An der Spitze der Todesurteile

Zu tief sitzt der Schrecken aus der Kolonialzeit, als Briten die gesamte chinesische Elite mit Opium belieferten und sie süchtig und damit gefügig machte. Selbst in Ländern wie Japan, Südkorea und Singapur drohen drakonische Strafen auf Handel und den Konsum von Drogen.

In China geht die Regierung jedoch besonders brutal vor. Berüchtigt sind öffentliche Massenhinrichtungen, die in grossen Stadien nicht nur von Tausenden von Zuschauern begleitet, sondern auch im Staatsfernsehen übertragen werden.

Am 26. Juni im vergangenen Jahr etwa, dem Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und -handel, liess die Provinzregierung der chinesischen Südseeinsel Hainan zwei Dealer auf dem Sportplatz einer Schule öffentlich erschiessen.

Öffentliches Spektakel zur Abschreckung

Vor 300 Anwesenden, darunter auch viele Schulkinder, hatte die Richterin zunächst in schriller Stimme die Verbrechen der beiden Männer vorgelesen. Sie hatten mit Crystal Meth gehandelt. Weiteren 17 Drogen-Dealern wurde nach der Exekution der Prozess gemacht, 8 von ihnen wurden ebenfalls zum Tode verurteilt. Diese öffentlichen Spektakel sollen der Abschreckung dienen.

China ist nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International das Land mit den weltweit meisten Hinrichtungen. Offiziell veröffentlicht die Führung in Peking keine Zahlen zu den vollstreckten Todesurteilen.

Immerhin: Was den Umgang mit Drogen betrifft, gibt es inzwischen auch in China Stimmen, die am Nutzen solcher drakonischer Strafen zweifeln. Zumindest in der Hauptstadt Peking werden Drogensüchtige nach einem ersten Vergehen nicht mehr per se in Lager gesteckt, sondern erhalten zunächst medizinische Hilfe in Krankenhäusern.

Auch die Zahl der Kliniken in China, die eine Lizenz halten, um Heroinsüchtige mit Methadon zu behandeln, ist zuletzt gewachsen.

Donald Trump allerdings hält die Todesstrafe auch in den USA für ein wirksames Mittel im Anti-Drogen-Kampf. Er gibt sich überzeugt: Das Drogenproblem könne auf diese Weise «sehr viel schneller gelöst werden, als man denkt». (aargauerzeitung.ch)

China raubt Russland das Wasser

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Video: srf/SDA SRF

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56
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56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Doktor Dosenbier 01.04.2019 09:59
    Highlight Highlight Meth ist keine Designerdroge.
  • Jacob Crossfield 31.03.2019 20:24
    Highlight Highlight Die Drogendealer in China befriedigen eine Nachfrage. Genau das tut auch die chinesische Wirtschaft, egal zu welchem Preis, Umweltzerstörung, Menschenrechte, etc. Warum bei ersteren andere moralische Ansprüche? Ach ja klar, das Volk soll ja arbeiten und kein Geld für Drogen ausgeben...
  • Olmabrotwurst 31.03.2019 15:16
    Highlight Highlight Gebt dem Volk Brot und Spiele und es ist beruhigt. Funktioniert leider auch 2000 jahre später immernoch
  • Lexxus0025 31.03.2019 10:29
    Highlight Highlight Ein land, dass dermassen gegen menschenrechte verstösst sollte sofort alle vorteile als sog. „Schwellenland“ verlieren. Primitiver geht‘s ja wohl kaum. Drogendealer sind menschen, oft finden diese keine anstellung und sind verzweifelt, darum verkaufen sie drogen. Anstatt sich also selbst bei der nase zu nehmen stellt die regierung die dealer aufs primitivste zur schau.
    • P. Silie 31.03.2019 13:21
      Highlight Highlight Quote: "Drogendealer sind menschen, oft finden diese keine anstellung und sind verzweifelt, darum verkaufen sie drogen." Ja genau, machen wir die doch noch zu Opfern :) am Besten noch therapieren - vielleicht hier in der Schweiz?
    • Lexxus0025 31.03.2019 18:03
      Highlight Highlight P. Sile: ich rede hier nicht von menschen in der schweiz, da geht es auch arbeitslosen und kranken einigermassen gut.
      Mal in länder gehn die weniger gut sozial ausgebaut sind und dann nochmal schreiben.
      bei dem grad an armut wette ich, dass die meisten menschen kriminelle aktivitäten planen, um überleben zu können.
    • P. Silie 31.03.2019 19:11
      Highlight Highlight @ Lexxus: Ich habe in Ländern die weniger gut sozial ausgebaut sind mehrere Jahre gelebt... kommen Sie lieber mit einer anderen Entschuldigung.
  • japorto100 30.03.2019 22:35
    Highlight Highlight Der Drogenkrieg verursacht nur Kosten, führt zur Bildung von riesigen Drogenkartellen und langen Drogenrouten. Es geht um so viel Geld bei der Sache und so lange es illegal ist, egal um welche Droge es sich handelt, wird es immer irgend- jemanden geben, der daran verdienen will.

    Todesstrafen ändern da eher garnichts, sondern fördern nur die Bereitschaft der Kriminellen zu tödlich Aktionen.

    Rauschmittel waren, sind und werden immer ein Teil der Menschheit sein. Dies zu versuchen zu unterdrücken ist eine Sackgasse.
  • aglio e olio 30.03.2019 18:42
    Highlight Highlight Öffentliche Hinrichtung. Vor anwesenden Kindern.
    Einfach nur krank.
  • Heinzbond 30.03.2019 18:08
    Highlight Highlight Irgendwie fiel mir beim lesen nur Brot und Spiele ein... Und auch Rom ist untergegangen, vor allem weil es zu gross wurde...
  • Wander Kern 30.03.2019 17:44
    Highlight Highlight Der konservative Chinese fordert vermutlich härtere Strafen...
    • wasylon 30.03.2019 21:38
      Highlight Highlight Und der progressive Europäer boykottiert hoffentlich alle chinesischen Produkte....
  • TanookiStormtrooper 30.03.2019 17:22
    Highlight Highlight Rückständig und dumm. Aber wenn in Brunei, Saudi Arabien usw. Homosexuelle gesteinigt oder gekreuzigt werden ist es der Politik ja auch egal. So fängt es nun mal an, wenn Geschäfte vor Menschenrechten gehen. Die Chinesen wissen genau, dass da kein grosser Protest zu erwarten ist und leider haben sie recht.
  • Jesses! 30.03.2019 17:19
    Highlight Highlight Das Drogenproblem wäre kein Problem, wenn man alle Drogen legalisieren würde. Und hinrichten müsste man in der aktuellen Situation eher die Kosumenten als die Dealer. Wobei Hinrichtungen grundsätlich eine Schande sind für jedes Land. Auch hier wäre wieder interessant zu wissen, wieviele Elite-Politiker in den USA und China Drogen konsumieren. Aber in diesen Ligen hört der Spass ja bekanntlich auf.
  • Armend Shala 30.03.2019 17:18
    Highlight Highlight Seit damals https://de.wikipedia.org/wiki/Tian%E2%80%99anmen-Massaker müsste der Westen China konsequent blockieren. Es reicht wirklich, denen pumpen wir Geld in den Hals bis zum geht nicht mehr. Immer alles im Namen der Wirtschaft. Genau gleich wie Verbote aller Art. Europäern privat Waffen verbieten, aber im selben Amtemzug bekannte Terrorstaaten (gerade eben islamischen Terror, in dem man Europäer entwaffnet, ja macht Sinn EU?) mit Waffen belieferen und umgarnen. Hier wird auch jede Abstimmung mit Propaganda der Wirtschaft und Millionen Franken ad absurdum geführt.
  • Garp 30.03.2019 17:17
    Highlight Highlight Und die Schweiz handelt weiter fröhlich mit diesem unbarmherzigen Regime. Hauptsache man profitiert kurzfristig, wir werden uns noch wundern.
    • Albert J. Katzenellenbogen 30.03.2019 19:14
      Highlight Highlight Die Welt tut dies, nicht nur die Schweiz.
    • Garp 30.03.2019 21:48
      Highlight Highlight Soll das eine Rechtfertigung sein, für die Schweiz?
    • La la la montanara 31.03.2019 03:43
      Highlight Highlight Garp, ohne chinesischen Sachen hast du kein internetfähiges gerät. Schon mal darüber nachgedacht?
  • leu84 30.03.2019 16:44
    Highlight Highlight Warum nicht die Quelle des organisierten Verbrechen ausräuchern?!
    • azoui 30.03.2019 17:12
      Highlight Highlight Weil vermutlich viele hohe Aparatschiks am Drogengeschäft verdienen.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 30.03.2019 16:29
    Highlight Highlight Legalisieren und die Statistik der Drogenkriminalität sinkt magischer Weise auf 0.
    • ConcernedCitizen 30.03.2019 17:14
      Highlight Highlight China hat eine traurige Erinnerung an zwangs-legalisiertes Opium. Schau mal nach Ursachen des Opiumkrieges gegen die Briten.
    • Mizzi 30.03.2019 18:45
      Highlight Highlight Die Statistik mit Legalisierung verschönern quasi...Probleme kann man soneinfach lösen...Als nächstes auf die Umwelt pfeiffen und dann einfach mit VR Brille einen Ausflug in die Natur unternehmen.
      🤣😂
    • Silent_Revolution 30.03.2019 18:47
      Highlight Highlight Apropos Opiumkrieg

      Vor dem Stellvertreterkrieg in Afghanistan der 80er Jahre war die dortige Produktion überschaubar. Es wurde der lokale Markt und der benachbarte Iran beliefert.

      Danach ist die Opiumherstellung explodiert. Insbesondere nach der US Besatzung, die bis heute andauert. Heute wird 90% des Weltmarktes von der Region um Afghanistan/Pakistan gedeckt.

      Die CIA ist nachweislich systematisch in den Drogenhandel involviert. Von der French Connection, über den Vietnam Krieg, die Contras, Afghanistan und Kosovo.

      Der Drogenkrieg ist Geopolitik, die sozialen Auswirkungen verheerend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 30.03.2019 16:20
    Highlight Highlight Die Ursachen sind egal. Die echten Verursacher des Drogenkonsums werden alternativ in anderen Stadien gefeiert.
  • Bangarang 30.03.2019 15:17
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • rodolofo 30.03.2019 15:06
    Highlight Highlight Gerade diese gefühlskalte Abschreckung des Kommunistischen Regimes mittels Todesstrafe ist DER TIEFER LIEGENDE GRUND für die Drogen-Flucht von ChinesInnen!
    Eine Diktatur, die mit Panzern über junge, unbewaffnete StudentInnen walzte und damit Ansätze von Freiheit, Demokratie, Raum für Fantasie und Kreativität äusserst brutal ZERQUETSCHTE, muss sich nicht wundern, wenn seine Bevölkerung die Perversionen von eigesperrten Baterie-Hühnern entwickelt.
    Man müsste die Verantwortlichen dieser FASCHISTISCHEN Diktatur zur Rechenschaft ziehen und sie international isolieren.
    Aber das geschieht nicht...
    • reactor 30.03.2019 16:29
      Highlight Highlight haben sie auch so konkrete Gründe zb. den massiven Drogengebrauch zb in den usa zu erklären? bzw fordern sie ähnliche Konsequenzen?
    • Wander Kern 30.03.2019 17:53
      Highlight Highlight China mag vieler sein, eine faschistische Diktatur ist es bestimmt nicht.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 30.03.2019 18:07
      Highlight Highlight Die Opioidschwemme haben hauptsächlich Ärzte und Pharmafirmen verursacht.
      Jetzt gibts keine Pillen mehr, also stiegen die süchtig gemachten Patienten auf Heroin und Fentanyl um.
    Weitere Antworten anzeigen
  • elias776 30.03.2019 14:58
    Highlight Highlight Wann wird die Gesellschaft endlich so weit sein um Drogen zu regulieren,statt sie zu kriminalisieren. Der Drogenkrieg war verloren bevor überhaupt angefangen hatte.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 30.03.2019 15:56
      Highlight Highlight So lange wir irgendwelche Brüllaffen haben, die so tun, als ob dieser Krieg richtig wäre und die Prohibition etwas nützt.
    • Mizzi 30.03.2019 18:41
      Highlight Highlight Drogen zu "regulieren" wäre die dümmste Idee überhaupt. Es würde weiterhin eine Schattenwirtschaft existieren, deren Drogen preislich einfach tiefer wären als die Offiziellen. Die Vertriebswege dazu sind ja alle schon vorhanden.

      Wo jemand dann Drogen kauft, weiss niemand, jedoch würde viel mehr konsumiert und Nichtkonsumenten auch eher dazu verführt werden neu anzufangen.

      Der Markt an illegalen Drogen würde regelrecht aufblühen.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 30.03.2019 18:54
      Highlight Highlight Wenn man den Markt gewinnorientierten Leuten überlässt ja.
      Deswegen müsste der Preis tief genug sein, dass es nichts bringen würde, diesen zu unterbieten, aber hoch genug um die Kosten von Herstellung und Vertrieb zu decken.
      Übrigens, schau nach Portugal. Konsum und besitzt von Kleinmengen ist legal.
      Seit da ist der Anteil an Süchtigen zurückgegangen.
      Was du machst, ist ein Horrorszenario konstruieren, das nur auf deiner Meinung basiert, aber nichts mit der Realität zu tun hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sarkasmusdetektor 30.03.2019 14:53
    Highlight Highlight Wie effektiv die Todesstrafe ist, wissen die USA ja selbst. Schließlich gibt es in den Bundesstaaten mit Todesstrafe so gut wie keine Morde. Richtig?
    • Hierundjetzt 30.03.2019 15:49
      Highlight Highlight Es gibt auch keine Opiumepidemie im Norden der USA.

      Oder das sämtliche Länder Südamerikas nur für den US-Amerikanischen Markt produzieren und Europa nur nebenbei ein Markt ist.

      Alles nur Fake News.
    • olmabrotwurschtmitbürli 30.03.2019 16:48
      Highlight Highlight Die Studien, die es dazu überhaupt gibt, deuten darauf hin, dass Abschreckung durch drastische Strafen nicht funktioniert.

      Was aber abschreckt - und somit Kriminalität verhindert - ist eine hohe Wahrscheinlichkeit, als Täter ermittelt zu werden.

      Todesstrafe und unverhältnismässig langer Freiheitsentzug bewirken daher keine Verbesserung der Sicherheitslage. Damit verroht eine Gesellschaft nur und befriedigt ihre niedersten Instinkte.
    • Hierundjetzt 30.03.2019 17:04
      Highlight Highlight Oder andersrum: wenn ich weiss das ich eh zum Tode verurteilt werde, setze jederzeit extreme Gewalt ein.

      Siehe USA.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.03.2019 14:46
    Highlight Highlight "Gab es Anfang der 1990er-Jahre der offiziellen chinesischen Statistik zufolge landesweit noch rund 150 000 Drogenkonsumenten"
    Diese Zahl sagt wohl mehr über die Arbeitsweise der chinesischen Statistiker als über den Drogenkonsum in China aus...
    • Ökonometriker 30.03.2019 16:06
      Highlight Highlight Ich glaube die Zahl. Damals lebten auch die meisten auf dem Land mit 20-30 Franken pro Monat. Da bleibt einfach nicht so viel Geld für Drogen übrig...
    • Astrogator 30.03.2019 16:44
      Highlight Highlight @Ökonometriker: Du kriegst z.B. 100% reines Amphetamin heute für 2 Euro das Gramm.

      Auch Drogenhändler wissen was Kaufkraftabschöpfung bedeutet 😉
  • Füdlifingerfritz 30.03.2019 14:46
    Highlight Highlight War on Drugs hat ja schon immer gut funktioniert...
  • sansibar 30.03.2019 14:24
    Highlight Highlight Symptonbekämpfung nach dem Motto „hart aber fair“ 😬
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 30.03.2019 15:00
      Highlight Highlight Einfach nur öffentlichkeitswirksamer aber stupider Aktionismus der auf lange sich über nichts bringt.
      Hauptsache man kann das Volk damit davon ablenken, dass die politischen Elite in China wie die Made im Speck lebt.

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