International
Deutschland

Ups! Mondrian hängt seit Jahrzehnten auf dem Kopf

Ups! Mondrian-Bild hängt seit Jahrzehnten auf dem Kopf

27.10.2022, 14:5127.10.2022, 14:51

Ein abstraktes Hauptwerk des niederländischen Abstraktionsmalers Piet Mondrian (1872–1944) hängt seit Jahrzehnten wohl falsch ausgerichtet auf dem Kopf in einem deutschen Museum.

New York City 1 von Piet Mondrian
New York City 1 von Piet Mondrian

Dies enthüllte die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen am Donnerstag bei der Pressekonferenz zur Ausstellung «Mondrian.Evolution», die zum 150. Geburtstag des niederländischen Künstlers gezeigt wird.

Das 1941 entstandene Bild «New York City 1», das aus waagerechten und senkrechten roten, gelben und blauen Klebestreifen besteht, gehört seit 1980 zum Bestand der NRW-Landesgalerie. Im Gegensatz zu dem zeitgleich entstandenen fast identischen «Schwesterbild» in Öl, das im Pariser Centre Pompidou hängt, sei das Klebestreifenbild aber schon kurz nach dem Tod Mondrians 1944 um 180 Grad gedreht worden, sagte Kuratorin Susanne Meyer-Büser.

Die Kunsthistorikerin präsentierte mehrere Indizien für ihre Annahme. So ist auf einem Foto, das kurz nach Mondrians Tod in dessen Atelier entstand, das Klebestreifenbild noch in anderer Ausrichtung auf der Staffelei zu sehen: Die dichteren Streifen befinden sich am oberen Rand und verlaufen damit exakt wie beim Ölbild in Paris. Auch der Verlauf der Klebestreifen mit ihren unsauberen Abrisskanten erhärtete den Verdacht. «So ist festzuhalten: »Das Gemälde New York City 1 aus der Kunstsammlung steht auf dem Kopf", sagte Meyer-Büser.

Das Bild sei so auch ins Werkverzeichnis eingegangen und damit allgemein akzeptiert. Umdrehen will die Kunstsammlung das Klebestreifenbild jedenfalls nicht mehr. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Aus Alt mach Neu: Bilder, die eine neue Chance erhielten
1 / 30
Aus Alt mach Neu: Bilder, die eine neue Chance erhielten
Der Künstler «TheGnarledBranch» kauft Secondhand-Läden und auf Flohmärkte alte Gemälde und ergänzt sie mit modernen Elementen aus der Popkultur. Wie das dann aussiehst, siehst du hier:
quelle: etsy.com
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Charlie Puth
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
32 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
c-bra
27.10.2022 15:10registriert April 2016
Ach, das passiert den Besten! Hatte das selbe Problem und erst nach drei Jahren gemerkt, dass mein Fernseher zuhause verkehrt herum an der Wand hängt. Das hat dann auch meine Nackenprobleme erklärt.
7414
Melden
Zum Kommentar
avatar
WHU89
27.10.2022 16:05registriert April 2015
also das ist doch offensichtlich. gedreht macht das bild doch auch sofort mehr sinn. unglaubliche banausen diese aussteller
5513
Melden
Zum Kommentar
avatar
Skunk42
27.10.2022 16:19registriert Februar 2022
Aber das müsste doch den Kunstkennern sofort aufgefallen sein?
321
Melden
Zum Kommentar
32
Marke zu «toxisch»: Pläne für Trump-Tower in Australien scheitern
In der australischen Stadt Gold Coast hätte eigentlich ein prunkvoller Trump-Tower entstehen sollen. Doch das 1.5-Milliarden-Dollar-Projekt ist gescheitert. Der Bauträger bezeichnet die Trump Organization als «toxisch». Diese weist die Schuld an ihren Baupartner zurück.
Um den geplanten Trump Tower in Gold Coast im australischen Bundesstaat Queensland ist ein wüster Streit entbrannt. Das Bauprojekt war im Februar in Mar-a-Lago besiegelt worden. Demnach wollte der Bauunternehmer David Young, Geschäftsführer der Altus Property Group, mit der Trump Organization zusammenarbeiten, berichtet der Guardian.
Zur Story