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Trump kassiert Niederlage in South Carolina

Trump kassiert Niederlage in South Carolina – sogar Republikaner stimmen gegen ihn

Durch das Umgestalten der Wahlbezirke versuchten sowohl Republikaner als auch Demokraten in der Vergangenheit, mehr Stimmen für sich zu generieren. Für Trump hat das nun nicht funktioniert.
13.05.2026, 09:5313.05.2026, 09:53
Ein Artikel von
t-online

Der Versuch, die Wahlkreise in South Carolina neu zu zeichnen und den einzigen demokratischen Kongressbezirk des Bundesstaates abzuschaffen, ist am Dienstag im US-Senat gescheitert. Mehrere Republikaner stimmten gegen den Plan und widersetzten sich damit Präsident Donald Trump.

epa12951612 US President Donald Trump speaks to the press before departing the White House for China, in Washington, DC, USA, 12 May 2026. President Trump is leaving the US to visit China where he wil ...
Donald Trump muss in South Carolina einen Rückschlag verkraften.Bild: keystone

Das Votum bedeutet voraussichtlich, dass der einflussreiche Demokrat Jim Clyburn seinen Sitz bei den Zwischenwahlen im November behalten wird. Der republikanische Gouverneur könnte eine Sondersitzung zur Wahlkreisreform einberufen, hat dies jedoch bislang abgelehnt.

In Missouri bestätigte das Oberste Gericht des Bundesstaates dagegen am Dienstag eine von Republikanern durchgesetzte Neugliederung, die einen der zwei demokratischen Sitze streicht. Die unterschiedlichen Entscheidungen zeigen, dass der landesweite Streit um die Wahlkreisgrenzen weitergeht – besonders nach dem Urteil des Obersten US-Gerichtshofs im vergangenen Monat. Dieses gibt Bundesstaaten mehr Spielraum beim Zuschnitt von Bezirken mit Schwarzer oder lateinamerikanischer Mehrheit, die traditionell überwiegend für die Demokratische Partei stimmen. Mit dem Umgestalten der Bezirke, im Englischen «Gerrymandering», wollen die Republikaner ihre knappe Mehrheit im US-Repräsentantenhaus bei den Wahlen im November verteidigen.

Mehrere republikanisch regierte Südstaaten nutzen das Urteil bereits. Tennessee beschloss eine neue Karte, die einen Bezirk mit mehrheitlich Schwarzen Wählern aufteilt. Louisiana und Alabama verschoben ihre Vorwahlen, damit republikanische Abgeordnete Zeit für neue Wahlkreisgrenzen haben.

In South Carolina verfehlte der Senat mit 29 zu 17 Stimmen nun die nötige Zweidrittelmehrheit. Trump hatte die Senatoren am Montag aufgefordert, den Plan zu unterstützen. Er schrieb in den sozialen Medien, er beobachte die Abstimmung «genau». In Missouri dürfte die neue Aufteilung dazu führen, dass Republikaner im November alle acht Kongresssitze des Bundesstaates gewinnen.

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Auster N
13.05.2026 11:02registriert Januar 2022
Er kann schieben so viel er will, er weiss ganz genau, dass die Medterms verloren sind. Haushoch und definitiv. Danach ist er politisch tot. Die Preise in den USA für alles sind schlicht sein Untergang und es ist voll seine eigene Schuld.
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rindi
13.05.2026 10:11registriert November 2023
Ich würde Temporär in GOP Bezirke zügeln, um das Gerrymandering auszuhebeln. Nach den Wahlen kann man dann einfach wieder zurück Zügeln.
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Mentos
13.05.2026 11:51registriert Mai 2020
Tja, dumm gelaufen! In South Carolina wurde gerade das Kleingedruckte im Demokratie-Vertrag vorgelesen: Wenn du versuchst, die Wahlbezirke so zu verbiegen, dass sogar die Karte Schwindelanfälle bekommt, wählen dich am Ende eben nicht mal mehr die eigenen Leute. Karma hat kein Wahllokal, aber eine verdammt gute Trefferquote!
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