International
Deutschland

Lebenslang für Messerangriff auf Schülerinnen in Deutschland

Lebenslang für Messerangriff auf Schülerinnen in Deutschland

04.07.2023, 10:3304.07.2023, 15:56

Wegen eines tödlichen Messerangriffs auf zwei Schülerinnen in Deutschland ist der Angeklagte zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Ulm (Baden-Württemberg) stellte am Dienstag zudem die besondere Schwere der Schuld fest.

05.12.2022, Baden-W
Der Tatort im Alb-Donau-Kreis.Bild: keystone

Damit ist in der Regel eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis nach 15 Jahren nahezu ausgeschlossen. Der 27-jährige Eritreer, der als Asylbewerber nach Deutschland gekommen war, hatte im Dezember zwei Mädchen auf ihrem Schulweg in Illerkirchberg mit einem Messer angegriffen. Eine 14-Jährige überlebte den Angriff nicht, ihre 13 Jahre alte Freundin konnte fliehen. Das Urteil erging wegen Mordes und versuchten Mordes mit gefährlicher Körperverletzung.

Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung hatten eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Mann gefordert, Staatsanwaltschaft und Nebenklage zudem noch die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

Der Staatsanwaltschaft zufolge wollte der Mann am Tag der Tat Reisedokumente für eine Eheschliessung in Äthiopien beim Landratsamt des Alb-Donau-Kreises in Baden-Württemberg mit einem Messer erzwingen. Laut Anklage liefen die beiden Mädchen genau in dem Augenblick an dem Haus des Mannes vorbei, als dieser mit dem Messer auf die Strasse kam. In der Annahme, dass die Schülerinnen das Messer gesehen hätten, habe er spontan beschlossen, sie zu töten. So habe er verhindern wollen, dass die Freundinnen die Polizei riefen und so seinen Plan durchkreuzten.

Die Familien der beiden Schülerinnen hatten sich dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Alex Pretti soll vor tödlichen Schüssen entwaffnet worden sein
Sie hätten aus Selbstschutz gehandelt, heisst es von Seiten der Behörden. Pretti hätte sich den Bundesbeamten heftig zur Wehr gesetzt und sei bewaffnet gewesen. Doch Videoaufnahmen lassen vermuten, dass das nicht stimmt.
Die Wut in Minneapolis ist gross. Nachdem Beamte des Grenzschutzes erneut einen Menschen erschossen haben, gibt es wieder unterschiedliche Darstellungen der Ereignisse. Heimatschutzministerin Kristi Noem erklärte an einer Medienkonferenz, dass Alex Pretti eine Waffe gehabt habe. US-Präsident Trump ergänzte später, dass sie geladen gewesen sei. Die Beamten hätten versucht, Pretti zu entwaffnen, und hätten aus Selbstschutz gehandelt.
Zur Story