Christian Ulmen wirft Collien Fernandes Gewalt vor – sie kontert sofort
Als Collien Fernandes und Christian Ulmen im Herbst 2025 nach 14 Jahren das Ende ihrer Ehe bekannt gaben, schien nach aussen hin alles ganz harmonisch abzulaufen. «Wir informieren hiermit darüber, dass wir uns bereits vor einiger Zeit getrennt haben», teilten die Schauspieler in einer gemeinsamen offiziellen Stellungnahme mit. Details nannten sie nicht und auch danach blieb es ruhig zu dem Thema.
Bis Collien Fernandes in der vergangenen Woche öffentlich schwere Anschuldigungen gegen ihren Ex-Mann erhob. Christian Ulmen soll über Jahre Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber mit zahlreichen Männern kommuniziert haben. Er soll laut Fernandes pornografische Inhalte, die ihr ähnelten, verbreitet haben.
Für den Schauspieler gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Er liess am Freitag über seinen Anwalt Christian Schertz die Deepfake-Vorwürfe gegen sich zurückweisen. Auch den Vorwürfen der häuslichen Gewalt, die in einem «Spiegel»-Bericht thematisiert wurden, widerspricht er. Es habe «keinerlei einseitige Gewalthandlungen und/oder Bedrohungen» von Christian Ulmen gegeben, heisst es in der schriftlichen Erklärung.
Es handele sich viel mehr um «beidseitige Verfehlungen», denn Collien Fernandes sei «im Zuge desselben Geschehens durch die spanische Polizei nachweislich wegen körperlicher Gewalt an unserem Mandanten, der eine Verletzung am Hals aufwies, vorübergehend festgenommen worden», schreibt Schertz.
«Ich habe ihm keinerlei Gewalt angetan»
Dass ihr Ex-Mann sich in dieser Debatte um sexualisierte Gewalt nun selbst als Opfer darzustellen versucht, will Collien Fernandes nicht unkommentiert lassen. Für sie ist die Reaktion «ein Nebenschauplatz, den die Gegenseite nun aufzublasen versucht.» Das finde sie «unfassbar armselig». Das sagte die Schauspielerin gegenüber der «Bild». Das schockiere mittlerweile fast noch mehr, als der Missbrauch, den sie über so viele Jahre hinnehmen musste.
Kurz nach der Veröffentlichung des Anwaltsschreibens meldete sie sich auch auf Instagram zu Wort und zeigte sich fassungslos. Sie teilte den Auszug und kommentierte: «Oh mein Gott! Ich glaube es nicht!»
Sie schildert die benannte Auseinandersetzung mit Christian Ulmen folgendermassen: «Er hatte einen kleinen Kratzer am Hals (weil mir ein Nagel eingerissen war) und hat selbst der Polizei gegenüber geäussert, dass ich ihm keinerlei Gewalt angetan habe. Und nun wird von einer Verletzung am Hals geschrieben, während ich am ganzen Körper blaue Flecken hatte, dies ist nachweislich dokumentiert. Wahnsinn!»
Es seien zu viele Sachen vermischt worden, kritisiert die 44-Jährige kritisiert. Die Frage, ob ihr Ex-Mann in ihrem Namen zahlreiche Fake-Profile erstellt und darüber pornografisches Material verbreitet habe, sei zwar gestellt worden, blieb bislang jedoch unbeantwortet.
Collien Fernandes hatte beim Bezirksgericht in Palma de Mallorca Anzeige gegen ihren Ex-Mann erstattet. Die Vorwürfe lauten Anmassung des Personenstands, öffentliche Beleidigung, Offenlegung von Geheimnissen, wiederholte Körperverletzung im familiären Näheverhältnis und schwere Bedrohung. Am 2. Dezember 2025 wurden dort Ermittlungen eingeleitet, die jetzt laut Ulmens Anwalt vorerst «ausgesetzt» wurden. Demnach habe es Collien Fernandes versäumt, rechtzeitig eine Erklärung abzugeben.
In Deutschland sind Ermittlungen gegen Christian Ulmen eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe gab am Freitag bekannt, wegen des Vorwurfs der Nachstellung gegen ihn zu ermitteln. Diese neue juristische Entwicklung lässt Ulmens Anwalt Christian Schertz in seiner Mitteilung komplett unerwähnt. (Jennifer Doemkes / t-online/ val)

