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G7-Gipfel in Lübeck: Polizei nimmt 16 Demonstranten fest

Lübeck: Rund 2000 Menschen haben gestern gegen den G7-Anlass protestiert. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot von 3500 Mann vor Ort.
Lübeck: Rund 2000 Menschen haben gestern gegen den G7-Anlass protestiert. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot von 3500 Mann vor Ort.Bild: EPA/DPA

G7-Gipfel in Lübeck: Polizei nimmt 16 Demonstranten fest

Rund 2000 Menschen haben am Dienstagabend gegen das Aussenministertreffen der G7-Staaten im deutschen Lübeck protestiert. Nach friedlichem Beginn der Kundgebung nahm die Polizei nach Zwischenfällen mit Sachbeschädigung 16 Personen fest.
15.04.2015, 09:2715.04.2015, 10:26

Gegen Ende der Kundgebung unter dem Motto «Stopp G7» seien Feuerwerkskörper geworfen und Sachbeschädigungen begangen worden, teilte die Polizeidirektion Lübeck mit. Eine Bilanz der Ordnungskräfte listete am frühen Mittwochmorgen 16 Festnahmen auf. 

Elf Menschen seien bis etwa 23.15 Uhr in Gewahrsam genommen worden, ausserdem seien 15 Platzverweise ausgesprochen worden. Ein Demonstrant wurde laut Polizei leicht verletzt und ambulant behandelt. 

Aus Sicherheitsgründen wurden in Lübeck mehrere Strassenzüge zeitweise abgesperrt. Am späteren Abend habe sich die Lage wieder beruhigt, sagte ein Polizeisprecher. 

Bereits am Nachmittag sowie am Montagabend hatte es bereits kleinere Protestkundgebungen unter anderem von Globalisierungsgegnern gegeben. Das Ministertreffen wird von rund 3500 Polizisten geschützt.

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Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

Diskussionen um Konflikte

Die Aussenminister der G-7-Staaten waren am späten Nachmittag in Lübeck zusammengekommen, US-Chefdiplomat John Kerry wurde allerdings erst am Mittwoch in Lübeck erwartet. Nach einem Empfang im Rathaus versammelten sich die Minister zu einem informellen Abendessen.

Am Mittwochmorgen sollten die Beratungen weitergehen. Im Mittelpunkt stehen die Lage in der Ukraine sowie der Atomstreit mit dem Iran und weitere internationale Konflikte, besonders im Irak und in Syrien, Libyen und Jemen. Auch die Bekämpfung von Ebola sowie Fragen der maritimen Sicherheit sollten zur Sprache kommen. 

Zu den G7-Staaten gehören neben Deutschland, das derzeit den Vorsitz innehat, die USA, Kanada, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Japan, ausserdem die EU. Russland wurde wegen des Ukraine-Konflikts nicht eingeladen. (wst/sda/afp)

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