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Protest-Rücktritt des Anti-Terror-Chefs: Um Trump wird es langsam einsam

President Donald Trump speaks to reporters before he boards Air Force One, Friday, March 13, 2026, at Joint Base Andrews, Md., for a trip to Florida. (AP Photo/Mark Schiefelbein)
Donald Trump
Der Widerstand gegen Präsident Donald Trump mehrt sich zu Beginn der vierten Woche des Iran-Kriegs.Bild: keystone
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Protest-Rücktritt des Anti-Terror-Chefs: Um Trump wird es langsam einsam

Die Aussenpolitik des US-Präsidenten wird von Anhängern scharf kritisiert. Unter Druck kommt damit auch sein Stellvertreter JD Vance, der ihn gerne beerben möchte.
17.03.2026, 19:2017.03.2026, 19:20
Renzo Ruf
Renzo Ruf

Erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs ist am Dienstag ein hochrangiges Mitglied der Regierung von Präsident Donald Trump aus Protest zurückgetreten. Er könne den Militäreinsatz nicht «mit gutem Gewissen» unterstützen, teilte Joe Kent in seinem Rücktrittsschreiben mit, das er auf der Online-Plattform X publik machte. Der Iran stelle keine unmittelbare Gefahr für die USA dar, und «es ist klar, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby begonnen haben».

Der Geheimdienstler Kent politisierte vor seiner Berufung zum Direktor des National Counterterrorism Center im Sommer 2025 am rechten Rand der Republikanischen Partei – und sorgte dabei immer wieder für Kontroversen. Auch gilt der Militärveteran als enger Verbündeter von umstrittenen Figuren wie dem Kommentator Tucker Carlson, der in den vergangenen drei Wochen mit ähnlichen Argumenten gegen den Iran-Krieg polemisierte.

Sowohl Kent als auch Carlson behaupten, dass hochrangige israelische Regierungsmitglieder dem amerikanischen Präsidenten falsche Informationen über das iranische Nuklearprogramm vorgelegt hätten. Auch habe Israel behauptet, dass Trump den Krieg schnell gewinnen könne. «Das war eine Lüge», schreibt Kent nun.

Vizepräsident Vance unter Druck

Trump wies diese Darstellung in einer ersten Stellungnahme zurück. Dennoch werfen die Aussagen Kents ein Schlaglicht auf die Probleme des Präsidenten. Nach den anfänglichen Erfolgen der amerikanischen und israelischen Streitkräfte mehren sich die Zweifel an der Mission der beiden Staaten. Figuren wie Carlson, die in der «Make America Great Again»-Bewegung Trumps grossen Einfluss haben, kritisieren den Krieg in immer schrilleren Tönen. Dabei greifen die Maga-Sprachrohre auch auf antisemitische Verschwörungsmythen zurück.

Diese Polemik verstärkt den Druck auf hochrangige Aushängeschilder des isolationistischen Flügels der Republikaner. Die bekannteste Figur: Vizepräsident JD Vance, der seinen rasanten politischen Aufstieg vor allem der Kritik an «endlosen Kriegen» der USA im Nahen Osten verdankt.

Vice President JD Vance speaks before breakfast with Ireland's Prime Minister Micheál Martin at the Vice President's residence at the U.S. Naval Observatory, Tuesday, March 16, 2026, in Wash ...
Auf JD Vance wird der Druck verstärkt.Bild: keystone

Intern gilt der 41-Jährige immer noch als Skeptiker. Vance mache sich Sorgen über den Erfolg des Iran-Kriegs, meldete kürzlich «Politico», und strebe ein schnelles Ende des Konfliktes an. Öffentlich allerdings will der Vizepräsident, der lange als natürlicher Nachfolger Trumps in der nächsten Präsidentenwahl 2028 galt, diese Kritik nicht wiederholen.

Während eines gemeinsamen Auftritts mit Trump im Oval Office des Weissen Hauses sagte Vance stattdessen am Montag: Er wolle den militärischen Einsatz der amerikanischen Streitkräfte «so erfolgreich wie möglich» machen. Auch unterstütze er das Ziel des Präsidenten, das iranische Nuklearprogramm zu zerstören.

«Wir brauchen keine Hilfe», sagt Trump

Dieses Ziel scheint Trump aber längst erreicht zu haben. Dennoch geht der Krieg im Iran weiter, auch weil der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die gesamte Führungsspitze des Regimes in Teheran töten will. Am Montag sagte der amerikanische Präsident erneut, dass der Krieg bereits in dieser Woche beendet werden könnte. Auf Nachfrage eines Journalisten präzisierte er aber, dass die Kampfhandlungen wohl noch länger dauern würden.

Das hängt auch damit zusammen, dass die Strasse von Hormus blockiert ist – mit massiven Folgen für die globalen Ölpreise. Trump scheiterte in den vergangenen Tagen damit, eine Koalition von Verbündeten zu mobilisieren, die mit Kriegsschiffen eine sichere Passage von Öltankern durch den Engpass garantieren könnten. In den europäischen und asiatischen Hauptstädten hagelte es bloss Absagen.

Am Dienstag verkündete der Präsident deshalb auf dem Onlinedienst Truth Social, dass sein Land nicht auf Alliierte angewiesen sei. «Wir brauchen keine Hilfe von irgendjemandem», schrieb er in Grossbuchstaben. Er habe bloss herausfinden wollen, ob die USA im Notfall auf die Unterstützung seiner Verbündeten zählen können. «Das war ein Test», sagte Trump im Weissen Haus. Er werde das nicht so schnell vergessen. (aargauerzeitung.ch)

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Menschen heben bei einer Demonstration in Tel Aviv die Hände, um ein Ende des Krieges zu fordern.

quelle: keystone / maya levin
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Trump: Iran-Krieg ist bald vorbei
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